ElbSpitze 2022 Gerlitzen - 762 km & 11.200 Hm

Die Elbspitze ist Rennradfahren, entdecken, Berge bezwingen, in Gruppe erleben, der Endgegner.

Nach zwei außergewöhnlichen ElbSpitze-Auflagen der vergangenen Jahre sind für 2022 verschiedenste logische Fortsetzungen denkbar, alle voran natürlich das zum dritten Mal Avisieren des Passo Manghen als Ziel, oder "alles über den Haufen zu werfen" und etwas komplett Traditionbrechendes unter die Räder zu nehmen - Mt. Ventoux, Furkapass oder Schwarzwald -, oder eben sich auf die Ursprünge zu besinnen, u.a..

Der hohe Anteil an Neuland auf einer klar gegliederten Strecke ist das, was die Elbspitze 2022 ausmachen wird. Am Ende thront der steilste Anstieg der Tour, die verkehrsarme Mautstraße hinauf zum Gerlitzen, ein machbarer Endgegner mit Potential für eine Hitzeschlacht.

Es wird nicht alles über den Haufen geworfen, ganz im Gegenteil: Es wird wieder ein optionales Einzelzeitfahren als Sonderwertung geben, bei dem die Anwärter auf das Gelbe Trikot 10 min Vorsprung im Finale erhalten, sofern sie im Zeitfahren nicht 9% langsamer sind als der Schnellste. Die Vorentscheidung für das Bergtrikot wird möglicherweise an der Donau fallen, hinauf zur Bergwertung Jauerling haben die Dieselaggregate unter uns so zeitig wie nie die Chance, ihre großen aeroben Motoren richtig warm laufen zu lassen.

Lasst uns gemeinsam die Vielfalt der mitteleuropäischen Landschaften erkunden, nach Erzgebirge, böhmischen Mittelgebirge und Beraun führen uns die südböhmischen Teichlandschaften in das Waldviertel Niederösterreichs. Von dort werden wir die Alpen von Nordosten beginnend durchfahren und am Sölkpass die Tauern überqueren, bevor die letzten Körner im Finale über 100 km und 2800 Hm verschossen werden.

Abschnitt 1: Elbtal, Erzgebirge und Böhmisches Mittelgebirge, 113 km, 11 Hm/km

Auf gut rollenden Straßen folgen wir grob dem Verlauf der Elbe, kürzen aber die großen Bögen ab und um die ersten beiden Bergwertungen unter die Räder zu nehmen. Bereits nach 13 km wird die Elbspitze Neuland befahren und die östlichste Route bisher einschlagen. Dabei gibt es reichlich Gelegenheit, Ausblicke auf das Böhmische Mittelgebirge zu erhaschen. Der Abschnitt endet mit den letzten flachen Kilometern vor dem Beraun

Abschnitt 2: Beraun, Brdy, Moldau, Zentralböhmen 114 km, 14 Hm/km

Der unrhythmische Abschnitt beginnt mit dem Hügelland westlich von Prag und wird bergiger nach der Überquerung der Brounka und dem Brdy-Gebirgszug. Bei Generalproben mussten hier schon einige Leute der Topografie ihren Tribut zollen. In Zentralböhmen warten weitere tiefe Flusstäler auf das Feld, unter anderem die Moldauquerung, um final an der Bergwertung Cunkov das Tor zum flachen Südböhmen zu öffnen.

Abschnitt 3: Südböhmen 106 km, 5 Hm/km

Brettflach wie sich die Strecke präsentiert, erlaubt es schwächeren Fahrern im Feld Kraft zu tanken, während sich die Teilnehemr des Einzelzeitfahrens über 30 km zwischen Třeboň und Gmünd die letzten tschechischen Kilometer einverleiben werden. Kräftige Fahrer haben hier die Möglichkeit, den leichten Anwärtern auf das Gelbe Trikot einen Strich durch die Rechnung zu machen. Denn den 10-minütigen Zeitvorsprung im Finale bekommen nur jene Leute, welche höchsten 9 % länger benötigt haben, als der Sieger der Sonderwertung.

Abschnitt 4: Waldviertel 116 km, 19 Hm/km

Es beginnt hügelig, wird bergig und endet mit langen Bergwertungen. Hinauf zum Jauerling beginnend in den Weinhängen der Wachau sind 700 Hm zu überwinden. Nach mehr als 400 km sind Bergfestigkeit und Ausdauer gefragt, während die letzten hoffentlich Sonnenstrahlen aus dem Donautal entweichen. Nach einer langen Abfahrt endet der Abschnitt im Mostviertel.

Abschnitt 5: Nordostalpen 118 km, 14 Hm/km

Der Nachtabschnitt führt tendenziell bergauf, alle müssen mitarbeiten und werden kaum mit der Müdigkeit zu kämpfen haben. Falls die Augen doch schwer werden, stehen zwei Bergwertungen zum Aufmuntern bereit. Die zweite davon, der Buchauer Sattel, ist von der Elbspitze 2015 bekannt, seinerzeit allerdings nicht als Bergwertung ausgefahren und entsprechend zäh.

Abschnitt 6: Niedere Tauern 100 km, 16 Hm/km

Achtung, nach der Morgenpause empfehlen wir euch aktiv an der Führung mitzuarbeiten oder euch bei Müdigkeit hinten am Feld aufzuhalten, denn es stehen flache 50 km im Ennstal an! Fast alle Höhenmeter dieses Abschnitts sind hinauf zum Sölkpass - dem höchsten Punkt der Elbspitze 2022 - zu absolvieren. Die Straße ist fast rein touristischer Natur und sollte bereits 2018 durch die Elbspitze Erstbefahren werden, damals allerdings kam die Wiedereröffnung nach Flutschäden ein gute Woche zu spät.

Abschnitt 7: Finale 100 km, 28 Hm/km

Das Finale der 14. Elbspitze ist nicht extrem, aber ein stetiges auf und ab mit einigen flachen Kilometern, bei denen es sich lohnt in einer Gruppe unterwegs zu sein. Am Rand des Ossiacher See zweigt die Stichstraße zum Ziel ab. Dieses befindet sich nach 14 Kehren am Parkplatz knapp unterhalb des Gerlitzen.

Profil-Info
(Berg)wertungbei DistanzLänge (km)HMSteigungPunkteSchwierigkeit
Nakléřov@ 47 km8.46 km301 Hm3.56%10-5-3-2-110.7
Hradiště@ 70 km4.68 km255 Hm5.44%15-10-5-3-2-113.9
Řevnice@ 167 km5.93 km311 Hm5.25%15-10-5-3-2-116.4
Moldau@ 197 km1.50 km88 Hm5.84%5-3-2-15.1
Cunkov@ 224 km3.06 km196 Hm6.39%15-10-5-3-2-112.5
EZF Třeboň - Gmünd@ 300 km30 km150 HmSONDERWERTUNG
Pfaffenschlag@ 383 km1.29 km93 Hm7.21%5-3-2-16.7
Elsenreith@ 400 km4.38 km383 Hm8.74%20-15-10-5-3-2-133.5
Jauerling@ 416 km8.08 km699 Hm8.65%30-25-20-15-10-5-3-2-160.4
St. Leonnard@ 489 km5.37 km298 Hm5.54%15-10-5-3-2-116.5
Buchauer Sattel@ 548 km4.30 km236 Hm5.50%15-10-5-3-2-113.0
Sölkpass@ 611 km26.00 km1180 Hm4.54%30-25-20-15-10-5-3-2-153.6
Wimml@ 664 km2.76 km164 Hm5.95%10-5-3-2-19.8
Flattnitzer Höhe@ 693 km3.91 km346 Hm8.86%20-15-10-5-3-2-130.7
Dolz@ 715 km4.49 km405 Hm9.02%20-15-10-5-3-2-136.5
Gerlitzen@ 749 km12.18 km1257 Hm10.32%Ohne Wertung129.7
TOTAL96.39 km6211 Hm6.44%220448.8




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