News und Training

[17.7.2017] Film und Fotoreportage

Das Medienteam liefert weiter: Der Film und die Foto-Reportage sind sehr professionell und sehenswert. Wir danken euch für das hochklassische Material!

Nach wie vor freuen wir uns auch auf Erlebnisberichte von euch Fahrern, die wir hier veröffentlichen.

[11.7.2017] Fotos Elbspitze 2017

Das Medienteam hat ganze Arbeit geleistet und stellt euch hier kostenlos die Fotos zur Verfügung:

Tag 1 Tag 2 Tag 3

Die Links werden vorr. nur noch 3,5 Wochen funktionieren, ggf. laden wir sie dann gesammelt nochmal hoch. Wenn euch dir Bilder gefallen und ihr die Fotografen in ihrer Arbeit unterstützen wollt, würden sich das Medienteam über eine Spende via Paypal oder klassisch via IBAN freuen:

Philipp Zieger
GLS Gemeinschaftsbank eG
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE 14 4306 0967 1164 4004 00

Desweiteren sin die Bilder vom Rennleiter online.

Zu guter letzt noch Fundbüro: Arno vermisst noch ein Rücklicht, eine kleine schwarze Fahrradpumpe und ein Ass Saver Schutzblech, wer dazu etwas weiß bitte Nachricht an sirko@elbspitze.de oder bei Arno direkt melden.

Es lohnt sich weiterhin bei den Berichten vorbeizuschauen - es werden regelmäßig mehr - und in Erinnerungen zu schwelgen.

[3.7.2017] Elbspitze 2017

Die neunte Elbspitze wurde von 31 Fahrern komplett bewältigt. Das Feld musste mit außergewöhnlich starken Gegenwind im ersten Abschnitt kämpfen, sowie teils mehren nasskalten Abschnitten trotzen. Angesichts dieser schweren Bedingungen ist es erstaunlich, wie geschlossen das Feld unterwegs war. Die Wertungstrikots haben erneut Platz auf den Schultern der stärksten Fahrer ihrer Kategorie gefunden, dabei stachen vor allem Thomas Hoffmeister und Gerald Hildebrandt mit jeweils zwei Siegen hervor.

Das Orgateam ist mächtig stolz auf und dankbar für sein erfahrenes und perfekt agierendes Helferteam. Ohne das Wissen um eure Qualitäten wäre es ein großes Wagnis gewesen, mit so vielen Fahrern auf diesen Parcours zu gehen.

Ein weiterer großer Dank gilt unseren treuen Sponsoren für die üppige materielle und finanzielle Unterstützung!

NamePlatzierungUhrzeitBergpunkte (*Master)Rote Punkte
Tobias Heß100:00:005818
Sten Währisch200:05:00812
Sirko Kamusella300:26:00375
Frank Lehmann400:43:00120
Matthias Reinfried500:50:0045
Andreas Hecker600:54:00100
Franz Ehm700:57:0070
Thomas Hoffmeister801:04:0011512
Martin Haubold901:08:00401
Gerald Hildebrandt1001:13:001240
Carsten Lützner1101:26:0000
Martin Stäps1201:35:0000
Mike Kleineberg1301:52:0000
Tobias Herfert1401:56:0050
Rainmar Hönecke1501:58:0050
Marius Reichert1601:59:0000
Bruno Schädlich1702:01:0027
Georg Inderst1802:05:0002
Thomas Rex1902:09:00674
Nico Kuchinke2002:22:00120
Andreas Kind2102:23:0000
Stefan Jacob2202:42:00212
Arno Burgi2302:48:00260
Mario Pöche2402:49:00048
Michael Richter2503:39:00240
Jens Eisenreich2603:43:0090
Mathias Klähn2603:43:0050
Philipp Klähn2803:43:00028
Martin Majer2903:57:00690
Tino Knauth3004:04:0010
Rolf Weisselberg3104:28:0030

Fundsachen: Ein Bontrager Hinterrad sucht noch seinen Besitzer, bitte bei sirko@elbspitze.de melden.

Wie immer laden wir euch an dieser Stelle ein, selbst zu Wort zu kommen. Wenn ihr Muse habt, schickt uns eure Eindrücke an sirko@elbspitze.de, und wir stellen sie hier online:

Es folgen die bisher eingetroffenen Berichte von

Michael

Sirko

Rolf

Arno

Bruno

Georg

Tobias (Hess)

Jessica

Jens

Elbspitze 2017: Von der Frauenkirche in Dresden auf die Seiser Alm (Michael Richter)

Seit vielen Jahren geistert es durch meinen Kopf, dieses Radevent der besonderen Art in Angriff zu nehmen. Ein Gespräch auf unserer gemütlichen Berghütte im letzten Herbst, ein kumpelhafter Schubs gegen Ende der Skisaison und der Winter ging fast nahtlos in eine ausgiebige Radsaison über. Vorbereitungstouren fanden zahlreich im schönen Erzgebirge statt, ein erster Test führte in kleiner Gruppe bis ins Riesengebirge. Auch der familiär geprägte Radausflug über Pfingsten zur Ostsee sei als sehr angenehme Seite in der Vorbereitung erwähnt.

Am Freitag, den 30. Juni ging es 05.00 Uhr mit der Umrundung der Frauenkirche sozusagen sächsisch los. 42 Fans der besonders langen Radausflüge rollten auf ihren Rennrädern aus der Stadt hinaus Richtung tschechische Grenze, anfangs begleitet von Angehörigen und Radfreunden. Zur Einstimmung wurde bereits nach 50 km eine Bergwertung eingebaut. Mit Ausnahme der letzten 100 km sind nur die Bergwertungen freigegeben, d.h. jeder kann nach Lust und Laune (oder Kondition und Kraft) angreifen oder den Berg genießen. Ansonsten wird im engen Pulk gefahren – nur als Mannschaftsleistung sind die vielen Kilometer im begrenzten Zeitlimit zu schaffen.

Ein großer Tross an Helfern hat auf der Strecke bei Pannen unterstützt und alle ca. 100 km für kulinarische Höhepunkte gesorgt – auch wenn wir Radfahrer nicht immer genießen konnten. Die Pausenzeiten waren kurz und nicht jeder Magen war mit der Mischung aus Belastung und verfügbaren Kohlehydraten einverstanden. Insgesamt standen acht Bergwertungen an, für mich als Langläufer die wichtigste am Bretterschachten und so habe ich dort auch ein paar extra Körner draufgelegt. Auf der ersten Streckenhälfte hat uns der Kantenwind viel Kraft und Zeit gekostet, so dass die Pause in der Nacht eingekürzt wurde, um für alle das Ziel im Hellen erreichbar zu lassen. Der moralische Knackpunkt war die fast drei Stunden währende Fahrt im Inntal im Dauerregen bei Nacht – es musste sogar ein kurzer Extrahalt zum Anlegen der Regensachen eingeschoben werden. Dann endlich Frühstück in Schwaz, mit Sonne und die Alpen deutlich im Visier: noch 200 km mit fast 5000 Höhenmetern, ab jetzt ist Biss gefragt und gutes Bergtraining zahlt sich aus. Ab dem Anstieg zum Penser Joch war die Radtour freigegeben und die Fahrt in kleinen Gruppen begann. Über Oberinn mit überraschender Wegführung, die nur mit Navi am Rad zu meistern war, ging es zum finalen Anstieg zur Seiser Alm: 18 km, 1627 Höhenmeter. Nun und wer so wie ich glaubte, auf der Alm sei das Ziel am großen Parkplatz, sah sich mächtig getäuscht – da fehlten noch fast zwei steile Kilometer mit einer 20 Grad steilen Rampe! Diese noch auf dem Rad zu meistern war die sicher nicht schmerzfreie Krönung.

Von 42 Startern haben 31 das Ziel erreicht und somit ein bleibendes Erlebnis dieser ganz besonderen „Ausfahrt“. Schöner Abschluss im Hotel waren die Vergabe der Wertungstrikots für die ambitionierten Teilnehmer und eigentlich noch viel wichtiger das riesige Lob aller an die Organisatoren und den begleitenden Tross! Und wer Lust bekommen hat, die schneefreie Zeit mal auf diese besondere Weise zu überbrücken, dem sei gesagt, dass im nächsten Jahr mit der 10. Elbspitze das erste kleine Jubiläum ansteht – sicher wieder mit einer Tour der ganz besonderen Art.

Elbspitze 2017 (Sirko)

Am vergangenen Sonnabend habe ich meine neunte Elbspitze gefinisht. Ich bin überrascht, wie berauscht ich bin, erneut, zum wiederholten mal. Eigentlich war ich vergangenen Donnerstag schnell eingeschlafen: Emotionslos sagte ich mir in Gedanken "die nächsten zwei Tage das Ding abhaken und dann frisch ins neue Berufsleben gestartet." Mental war bei mir nicht viel freigehalten für die Elbspitze, oberste Priorität war gesund bleiben und Montag in passablen Zustand auf Arbeit erscheinen, deshalb war von vornherein klar, dass ich nicht groß über der Schwelle fahren würde (also keine Bergpunkte) und so wenig Führungsarbeit wie nie zuvor leisten würde (also rotes Trikot keine Option, trotz meiner guten körperliochen Voraussetzungen dafür, den Ironman 3 Wochen vorher hatte ich sehr gut verarbeitet). Ich fuhr nur für ein bisschen Spaß, und um mich von der Machbarkeit der Strecke zu überzeugen. Selbst im Finale um Gelb war nichts möglich, bei der Anwesenheit von Mort, Thomas und Bolzer, aber auch Sten und Frank.

Und Trotzdem war es eine der aufregendsten Elbspitzen überhaupt. Ich hatte bis zum Schluss Zweifel, ob man sich das wirklich zumuten muss mit sovielen Leuten auf die Strecke zu gehen, ob unsere Helfer das würden stemmen können, ob wir genügend Platz in den Autos hatten, ob das Ziel überhaupt lohnenswert ist, ob uns die Polizei wieder rausfischt, und und und ... . Auf der Haben-Seite standen natürlich die guten Erfahrungen aus den VTouren. Das Team war bei ähnlicher Größe sehr viel stärker als 2011, und das war unser Trumpf. Denn der Radsportgott hielt die schlimmsten Windbedingungen bereit, welche es je bei einer Elbspitze gegeben hatte. Umso erstaunlicher war das Feuerwerk, welches Mario und teils auch Philipp an der Spitze des Feldes abfackelten. Trotzdem waren wir aufgrund dieser Bedingungen schon bei der ersten Pause gute 15 min hinter dem Plan, und dieser Rückstand sollte auf fast eine Stunde anwachsen. Das war für die Orga ein absolutes Novum, und es lag nicht an der mangelnden Stärke des Teams, sondern tatsächlich nur am Wind. Ich empfand das als sehr stressig, da ungewohnt und nichts Gutes heißend, immerhin hatten wir in all den Jahren zuvor von großen Zeitpolstern im zweiten Teil der Fahrt gezehrt. Jetzt aber ging es darum, wie man den Schaden begrenzt. Wir mussten Pausen kürzen und auch ein Streichen von Bergwertungen in Betracht ziehen. Besonders ärgerlich empfand ich in dieser Situation die vermeidbaren Zeitfresser aufgrund des Plattens in Bodenmais, des Wartens hinter Griesstätt und der langen Umleitung über Regen (letztere hätte ich vermeiden können wenn ich zu dem Zeitpunkt konsequent das Feld geführt hätte). Dann Zwang uns auch noch der unerwartete Regen zu einer außerplanmäßigen Umkleidepause. Letztlich starteten wir 50 min hinter den Plan in das Finale, worüber ich zu dem Zeitpunkt recht froh war, Schadensbegrenzung erfolgreich. Im hinteren Teil des Feldes kämpfte man seit dem Ruselabsatz um den Anschluss ans Feld, brutal, und ich bin letztlich froh dass sich Ecki und Holger mit dem Entschluss, alle das Finale zu Ende fahren zu lassen, durchsetzen. Zwar strafte der Radsportgott besonders wieder den leidenden hinteren Teil des Feldes mit widrigen Bedingungen am Penser Joch, aber das war längst noch nicht alles. Die sogenannte "Abfahrt" von Oberinn entpuppte sich als ultimativer Albtraum, und selbst ich als Streckenplaner hätte die Schlussrampe nicht als so brutal eingeschätzt. Während ich die teils geäußerte Kritik an dieser Rampe nicht annehme, da die Elbspitze in meinen Augen in erster Linie eine erlebnisorientierte Gemeinschaftsveranstaltung sein soll und krasse Rampen - wie übrigens am Kitzbühler Horn auch - einfach dazu gehören, übernehme ich für die unglückliche Streckenwahl ab Oberrinn die volle Verantwortung ... es tut mit leid :-)

Meine persönlichen Pläne habe ich konsequent verfolgen können, und mit meinem zweiten Platz am Bretterschachten und dem drittem im Finale bin ich auch sehr zufrieden. Ich hatte ein Nahtoderlebnis kurz hinter Lom und wurde nächster Zeuge des Nahtoderlebnis von Gerald, dem bei 60 km/h beim überholen eines Fahrzeuges einen großen weißen Hunde knapp verfehlte, der noch schnell vor dem notbremsenden Auto hervorkam. Wie gesagt, es war aufregend ;-). Die Sonderwertung war überhaupt wunderbar, wie 2014 habe ich mich wieder von sehr weit hinten vorgearbeitet, und die Gruppe mit Andreas, Tobias und Gerald hat Spaß gemacht. Und genauso war die Finalgruppe schön. Mit Frank war ich in den letzten Jahren ja immer im Finale unterwegs, es gesellten sich noch Thomas, Matthias und der Nachwuchs dazu. Nachdem ich am Penser Joch noch gut um das Einholen von Frank kämpfen musste ließen sich die Wattwerte immer leichter stabilisieren und die Seiser Alm lief geradezu perfekt. Ich war beeindruck von der Kulisse, ab 2500 Meter lag Neuschnee, und der Dolomitfels thronte hoch im Himmel. Aber noch schöner waren all die glücklichen Gesichter, die nach und nach ins Hotel eintrafen, was mir bescheinigt, dass es gut war, wie es war. Dass auch anspruchsvolle Gemüter wie Mort "absolut glücklich" waren, stimmt mich absolut positiv, und auch für routinierte Wiederholungstäter wie Sten mit seinem Sturz, Notaus am Bretterschachten und letztlich dem "hart rangenommen werden" im Finale durch Tobias wurde einiges geboten. Übrigens: als ich Tobias bei der TdDD kennenlernte dachte ich noch "einer von vielen anaerob starken Fahrern". Aber schon bei unserer ersten gemeinsamen langen Tour mit Borax zeigte sich, dass das nicht ganz stimmt. Letztlich trat er nun mit der stärksten Papierform an und hat das eindrucksvoll umgesetzt und gezeigt, dass er eine riesige aerobe Kapazität besitzt, aber auch, dass er sich in den Dienst der Mannschaft stellt wenn es darauf ankommt.

Wir sind mit der Elbspitze 2017 785 km und 11750 Hm gefahren. Die Werte bestätigen meinen Eindruck, dass es sich hier, nach 2015, um die zweitschwerste Elbspitze handelt. Denen, die es nicht geschafft haben, kann es ein Trost sein, denn im Gegensatz zu 2015 wurde keine Abkürzung zugelassen, also war es die am schwersten zu finishende Elbspitze bisher. Dass ausgerechnet hier, bei diesen Windbedingungen, soviele Starter das Ziel erreichen konnten, zeigt wie gut ihr präpariert ward und wie gut wir als Team funktioniert haben. Darauf können wir stolz sein.

Trotz der diesjährig hohen Anforderungen kann man daraus nicht pauschal ableiten, dass die Elbspitze 2018 leichter werden müsse. Allein das Ziel entscheidet darüber, was gefahren werden kann. Im übrigen war die Orga auch diesjahr gnädig und hat auf die Bergwertung Gnadenwald verzichtet, obwohl sie kein Umweg gewesen wäre, hat also nicht alles mitgenommen was auf der Strecke lag. Die Elbspitze wird weiter ihrem Credo folgen, euch eine Herausforderung in den Weg zu stellen. Lasst euch also überraschen, wie diese 2018 aussieht!

Elbspitze Nachlese (Rolf)

Das Trikot ist mein. Und es erfüllt mich mit Stolz. Mit Stolz, Teil dieser wunderbar organisierten, geführten, verpflegten und ins Ziel gebrachten Reise des wundervollen Elbspitze-Kollektivs gewesen zu sein und mit Stolz, den harten Weg bis zum Gipfel geschafft zu haben. Mein Dank gilt allen und ich wünschte, ich könnte irgendwann durch Unterstützung einen kleinen Teil zurückgeben.

Meine Reise begann im November 2016 im moralischen Tief, auf der Suche nach einem Ziel, das es lohnt weiterzumachen. Die Elbspitze erfüllte alle Kriterien. Es waren die erreichbaren Zwischenziele als Gradmesser, der programmatische Konsens als Kollektiv zu bestehen und ein bisher nie für möglich gehaltenes sportliches Ziel, die mich anmelden ließen.

Den Rythmus der bisherigen saisonalen Höhepunkte konnte ich vergessen. Anfang April einen Ötzi fahren, das war definitiv neu. Zum Glück war das Wetter günstig. Zur Heimat light war ich mir ersteinmal nur in einem sicher: ich komme an. Das ich gleich am ersten Anstieg zu hören bekam, das dies zu langsam sei, war ok. Ich war zu langsam. Also oben an der Wartegemeinschaft vorbei, Pausen eingekürzt und mit dem Gruppetto im Hellen angekommen. Ziel erreicht.

Nun ging es also daran, Schwächen auszumerzen: Gewicht um fast 10kg reduzieren, Rennrad optimieren, Verpflegung testen...und natürlich Umfänge und Berge fahren. Der kontinuierliche Aufbau steigerte sich bis zwei Wochen vor der Elbspitze, mit dem Umfang der Elbspitze innerhalb von 5 Tagen, davon 2x auf Ötziniveau. Seit November kamen so über 9.000km zusammen. Das Rad und mein Gewicht waren ok. Ziele erreicht.

Die Elbspitze kostet Mut, Anpassung und Konsequenz. Mut gab mir auch der Start von Jessica. Ich war gewillt, mich den Regeln der Tour bedingungslos zu unterwerfen. Und ich hatte mich mit aller Konsequenz darauf vorbereitet. Es konnte starten.

Ich gebe zu, auch heute drei Tage danach besteht noch ein großes Grundrauschen. Details tauchen kurz auf und verschwinden gleich wieder im Meer der Eindrücke.

Das Tempo war flotter als ich es mir nach dem Roadbook vorgestellt hatte. Aber ich sah wahre Helden an der Spitze gegen den Kantenwind und stundenlang ankämpfen. Also Position im Feld von rechts nach links und weiter nach vorne gewechselt und die Arbeit der Führenden mit eigener Anstrenung nicht abreißen zu lassen, als Geschenk angenommen.

An diser Stelle muß ich wohl einer höheren Macht danken, dass mein Vorderradflattern in einer schnellen Abfahrt nicht zum Massencrash geführt hat. Ihr wart sehr konzentriert unterwegs. Zum Glück. Ursache war vermutlich der Kantenwind und ein zu verkrampftes Halten des Lenkers. Ich habe gelernt.

Die "Zeitknappheit" an den hervorragend vorbereiteten Verpflegungsstationen erwies sich als ein Kriterium, dem ich in der Vorbereitung zu wenig Bedeutung beimaß. Thomas schrieb es schon irgendwo: Flaschen füllen, Essen, Kleidung...dann Pause. Natürlich kramte ich erstmal im Reisesack, ging dann zum Essen über und füllte die Flaschen zum Schluss. Das wurde zu knapp. Mein Fehler. Deshalb ganz lieben Dank für die zusätzlichen 2 Minuten zur Pause in der Nacht.

Der Regen störte mich nicht und wir hatten ja großes Glück am Morgen und konnten uns für die letzten Pässe bei Sonnenschein neu einkleiden. Perfekt. Ich fühlte mich gut und hörte vom Thomas "Rolf, du siehst gut aus." Klasse, wie ein Sonnenaufgang.

Mental hatte ich mit den anstehenden Pässen kein Problem. Klar war nicht mehr daran zu denken das Feld zum Brenner hinauf zu halten. Aber die Truppe die Nachzügler nicht auf und so warteten sie auf dem Weg zum Brenner und auch zur Verpflegung vor Sterzing, während Tino und ich uns etwas orientierungslos eine Schotterpiste hinab zur Route arbeiteten. Danke für das Vertrauen.

Die drei letzten Pässe begannen gut. Ich bergauf immer etwas vor Tino um in der Abfahrt eingeholt zu werden. Allerdings gab es schon zwei stark limitierende Faktoren: das auf Höchsttouren laufende Kreislaufsystem und eine einseitig wunde Sitzhälfte. Konsequenz: immer wieder mal vom Rad um den Puls zu drosseln und wegen dem Schmerzausweichen eine völlig aus dem Lot gekommene Sitzposition mit anschwellendem Rückenverspannungsschmerz.

Während ich die letzten 10km nur noch litt, war für Tino die nette Wassertankstelle bei 1/3 zur Seiser Alm ein wahrer Kraftquell.

Der letzte Platz - im Hellen - wurde aber auch für mich - gerade durch das tolle Empfangskommitee am Gipfel - zu einem unvergesslichen Glücksmoment. Danke, Danke, Danke!

Elbspitze 2017 (Arno)

Nun ist sie vorbei. Die Elbspitze 2017. Meine zweite Teilnahme nach 2016, nach der ich glaubte, es würde sportlich noch mehr gehen. Also viel trainiert und guter Dinge lief alles nach Plan, bis ein paar Wochen vor dem Start. Da stand ich auf einmal mit fast 54 Jahre an einem Punkt in meinem Leben, den der chinesische Philosoph Konfuzius einmal so beschrieben hat:

"Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern"

Und so kündigte ich mein Arbeitsverhältnis als Fotojournalist bei der noch einzig existierenden Nachrichtenagentur Deutschlands, weil ich nicht mehr glücklich war mit dem, was ich dort machte. Auf einmal rückten andere Ziele, als schnell irgendwo anzukommen in den Vordergrund. Wie geht es weiter?

So stand ich am letzten Tag des Juni 2017 am Start der Elbspitze und hoffte, dass wieder einmal die Kraft des Radfahrens mich in den nächsten zwei Tagen auf andere Gedanken bringen würde und es kam genauso und noch viel besser.

Einmal mehr lernte ich mich selbst kennen.

Ich erreichte das Ziel, aber mein Ziel rückte dabei immer mehr in den Hintergrund.

Der Wunsch nach Anerkennung wurde als kleiner Samen früh in mein Leben gepflanzt und er wuchs mit den Jahren immer mehr. Verstärkt durch Berufe, bei denen nur Erfolg zählt.

Früher waren es "Umsatzmillionen" heute "gedrucktes Fotos"

Diese Anerkennungsprinzip verfolgt mich ein Leben lang auch im Sport. Schneller sein, Siegen, Platzierungen einfahren, doch gerade in den letzten Jahren lernte ich durch Menschen mit denen ich oft Sport betreibe, dass es auch anders sein kann.

Ich fand meine Bestimmung bei der diesjährigen Elbspitze und Vieles mehr.

Ich möchte mich mit einer Kurzgeschichte, die ich vor einigen Jahren für meine geliebten Kinder geschrieben habe, bei euch allen bedanken.

Alles Gute und ich freue mich auf die Elbspitze 2018.



Der Sonnenblumenmann

von Arno Burgi


für meine geliebten Kinder


Es war einmal ein Mann. Er lebte in einer kargen Gegend, in der das Leben nicht immer einfach war. Es gab nur wenige Dinge, die ihm in dieser so harten Gegend eine Freude hätten bereiten können, doch trotz alledem war er ein zufriedener Mann und viele beneideten ihn darum. Sie konnten es nicht verstehen, dass er sich nie beschwerte, wenn sie zusammen saßen bei einem gelegentlichen Besuch auf ein Glas Bier in der einzigen Wirtschaft weit und breit. Sie sprachen dann von ihrer zu anstrengenden Arbeit, von dem ungerechten Chef, von dem schlechtem Wetter, von den viel zu teuren Preisen und von ihren unzufrieden Frauen. Dann saß er da und hörte ihnen zu und wenn es spät an Abend war und sich die Wege wieder trennten, dann lief er alleine zurück zu seinem Haus und fühlte sich sehr müde. Nicht die Müdigkeit, die er nach einem langen, harten Arbeitstag verspürte, nein, eine viel schwerere Müdigkeit, als hätte man ihm eine riesige Last auf die Schultern gelegt, mit der er jetzt nach Hause laufen müsse.

Die Last lag sogar noch an den kommenden Tagen auf seinen Schultern, doch wenn er am Morgen auf den Stufen seines kleinen Hauses mit einer Tasse warmen Kaffees in den Händen saß und die Sonne aufgehen sah, die ihn sanft berührte, dann war es so, als würde eine unsichtbare Hand die Last von seinen Schultern nehmen.

Der alte Mann hatte eine Sonnenblume, die er sehr liebte. Sie erinnerte ihn immer wieder an die wundervolle Kraft des morgendlichen Sonnenaufgangs, und er hegte und pflegte diese Sonnenblume. Manchmal sprach er sogar zu ihr, aber nicht so wie die Männer es in der Wirtschaft zu tun pflegten, denn er wollte nicht, dass seine Sonnenblume unter der schweren Last seine Worte abknicken würde, und er hatte das Gefühl, dass die Sonnenblume ihn dafür mit ihren schönsten Farben beschenken würde.

Jahr für Jahr kam die Zeit, dass die Sonnenblume verwelkte. Auch wenn er sie noch so sehr pflegte. Den Lauf der Natur konnte er nicht aufhalten, das wusste er, so wie er mit den Jahren selbst auch immer älter wurde. Und so pflegte der alte Mann, mit den Jahren immer langsamer werdend seine Sonnenblume. Schmiss sie nicht einfach auf den Kompost, wenn sie verblüht war, sondern sammelte ihre Samen, um diese dann im Jahr darauf in die Erde zu pflanzen. So wuchs mit den Jahren ein kleines Sonnenblumenfeld in seinem Garten und jedes Mal, wenn er auf der Treppe seinen kleinen Hauses saß, erfreute er sich an der wundervollen Kraft der Sonnenblumen bis an das Ende seines Lebens.

Nachdem er gestorben war, riss man sein kleines Haus ab. Bauarbeiter mit großen Maschinen fuhren über das Sonnenblumenfeld und gruben ein tiefes Loch. Keiner erfreute sich an den schönen Farben der Sonnenblumen, bevor er es zerstörte. Mittags saßen die Arbeiter zusammen und beschwerten sich über die viel zu langen Arbeitszeiten, den ungerechten Chef, die viel zu schlechte Bezahlung und über ihre unzufriedenen Frauen.

So entstand an der Stelle, an der einmal ein alter Mann in einem kleinen Haus zufrieden gelebt hatte, ein großer Supermarkt, in dem viele Menschen ihre Arbeit verrichteten und viele Menschen viel Geld ausgaben. Die Mitarbeiter des Supermarktes saßen in ihren Pausen manchmal vor der Tür und sprachen über das, was sie sonst auch sprachen und wie schlecht es ihnen doch ging. Nur ein junger Mann, der noch nicht so lange in diesem Supermarkt arbeitete, der hörte diesen Männer immer nur zu und wenn er dann am Abend nach Haus lief, dann fühlte er sich müder, als an den Tagen, an denen er nicht mit diesen Männern zusammensaß.

Eines Tages, es waren schon ein paar Jahre vergangen, da entdeckte der junge Mann, der inzwischen nicht mehr ganz so jung war, einen kleinen Blumenspross an der Spalte zwischen der Mauer des Supermarktes und dem betonierten Parkplatz, und er erfreute sich an dem Grün, was Tag für Tag ein wenig wuchs. Eine Sonnenblume pflegte er. Er gab ihr Wasser und manchmal redete er sogar mit ihr, aber nicht so, wie es seine Kollegen in der Mittagspause es taten. Nein, er erzählte ihr von den schönen Dingen des Lebens. Von dem morgendlichen Sonnenaufgang, wenn er auf der Fensterbank seiner Wohnung saß und eine Tasse warmen Kaffees trank und er erfreute sich an dem lachenden Gesicht der Sonnenblume.

Als die Zeit kam, dass die kleine Sonnenblume verwelkte, nahm er jedes einzelne kleine Samenkorn, legte es vorsichtig in ein Küchentuch, das er mitgebracht hatte, und nahm alle mit nach Hause. An seinem freien Wochenende nahm er sein mit Samen gefülltes Küchentuch und machte einen Spaziergang durch die Stadt. Und überall dort, wo es ihm nicht gefiel, da nahm er ein Samenkorn aus dem Tuch und grub es vorsichtig in die Erde ein.

So kam es, dass im Frühjahr des kommenden Jahres in der ganzen Stadt kleine Sonnenblumen sich ihren Weg ins Tageslicht suchten und goldfarben blühten und den Menschen viel Freude an ihrem Anblick schenkten und manche sogar ein wenig veränderte. Sie lachten mehr und sprachen mehr über die schönen Dinge des Lebens.

Elbspitze 2017: Dresden - Seiser Alm (Bruno)

Auf Wunsch von einigen Personen schreibe ich doch einen Bericht, der auch die Gefühle während der Fahrt näherbringen soll ;-)

Zum zweiten Mal ging es für mich auf "direkten" Weg per Rennrad in die Alpen: Elbspitze 2017 war angesagt...

Im Gegensatz zum letzten Jahr war ich dieses Jahr mit einem Trainingsplan in die Saison gestartet und konnte mich gut vorbereiten.

Eine Lungenentzündung 7 Wochen vor dem Start hat mich zwar in der Leistung etwas zurück geworfen, sollte aber kein Grund sein, nicht trotzdem gut in Form am Start zu stehen.

In Kurzform: 4,4W/kg rel. FTP, TSB vor Start: ~3.5, CTL vor Start: ~105 (Berechnungen nach Coggan / Trainingpeaks).

Gefahrene KM im ersten Halbjahr: ~9000

Keine schlechten Werte also.

Jetzt also die Gefühlsduselei ;-)

Start war wie immer 5 Uhr. Die Aufregung war in der Nacht leider doch größer als erhofft und der Schlaf fiel mit 3-4 unruhigen Stunden eher kurz aus. Aber das kennt man ja, wenn man noch ein "Neuer" ist..

Es ging geordnet los, alle fuhren artig im Feld und ich schaute, wer sich wo einordnet:Mario Pöche ganz vorn (keine große Überaschung) & Martin. - Schon eher überaschend, war seine Vorbereitung dieses Jahr doch wirklich sehr knapp bemessen.

Bis zur ersten Bergwertung gab es schon einen Sturz und einen Flaschenverlust zu verzeichnen. Das Pech sollte uns ein bisschen verfolgen bei dieser Tour.

Als der Startschuss zur ersten Bergwertung kam, ist niemand losgefahren. Also habe ich erstmal etwas beschleunigt um zu schauen, was passiert. Ich wollte dieses Jahr auch 'mal einen Bergpunkt holen, aber eigentlich an einem Anstieg, bei dem mehr als 5 Fahrer gewertet werden. (Da ich gegen sicherlich 20% der angetretenen Fahrer am Berg zu langsam bin).

Naja.. niemand wollte, also habe ich weiter getreten, bis dann auch mal Hoffi, Tobi und Andreas(?) neben mir waren. Das Tempo wollte ich nicht mitgehen, die Jungs sind einfach zu schnell. Um das zu belegen: Ich habe dort eine neue 5-Minuten (~400W) und 10-Minuten (~360W) Bestleistung für das letzte Vierteljahr gedrückt.. ich habe mich also redlich bemüht!

Nach 10 Minuten habe ich dann gemerkt, dass ich alleine im Wind fahre und die 3 vor mir und die Verfolger alle als Gruppen unterwegs waren. Um mich nicht komplett leer zu fahren, habe ich raus genommen. Sten, Rexer und (ich denke) Gerald überholten mich noch. Ich dachte ich wäre bei den Bergpunkten wiedereinmal leer ausgegangen.. Hätte ich mal richtig zugehört.

Rexer und Gerald sind beide für die Master-Bergwertung gefahren. Ich war also 5. und hatte meinen Punkt. - Ist mir leider erst nach 500km und einer weiteren Bergwertung klar geworden.

Nachdem alle da waren und sich mit Riegeln und Bananen versorgt hatten, ging es weiter bis zur 2. Bergwertung bei KM160. Dort sollte es die erste Pause geben. Der Gegenwind legte richtig zu:

Wir sind kaum über den 30er Schnitt gekommen, der sonst im böhmischen Becken kein größeres Problem darstellt. Mario musste ordentlich ackern. Ich habe mir im Verlauf auch ein paar rote Punkte geholt, aber später den Kampf aus anderen Gründen, die ich nicht weiter vertiefen will, eingestellt. Der Wind muss das Feld im hinteren Drittel ordentlich zerlegt und gefordert haben. So kam es, dass im Peloton schon über Aussteiger und Probleme getratscht wurde. Weiter vorn bekommt man die Leiden der anderen Fahrer nicht so richtig mit - Wer wann genau ausgestiegen ist, steht ja im Ticker der Elbspitze-Facebookseite.

Hätte ich gewusst, dass die erste Pause im Prinzip die einzig ungekürzte bleiben würde, ich hätte sie mehr genossen.

Es gab Kuchen, Riegel, Melone und.. KOFOLA! Orgateam: Ihr habt Euch echt wieder selbst getoppt! Die GPS Ladestation fand ich auch klasse, habe ich aber leider erst am Pausenende so richtig mitbekommen.

Die Pause verlief für mich nach alt-bewährten Muster, für das mich Franz wohl etwas beneidete:

1. Flaschen mit Plempe füllen

2. Trikottaschen mit Riegeln nachfüllen, ggf. Regenjacke einpacken

3. Handy/Navi laden

4. Körperpflege (ich denke die Langstreckenradler wissen was gemeint ist, und alle anderen jetzt auch)

5. Wenn noch Zeit übrig ist: Essen, Handynachrichten lesen, schwatzen.

In der ersten Pause blieben mir für Punkt 5 noch exakt 10 Minuten. Nicht viel.

Wir rollten weiter fröhlich im Wind - Richtung Sonderwertung. Das Streckenprofil war extrem anspruchsvoll: sehr wellig und dadurch auch sehr unrythmisch zu fahren. Vorn wie hinten im Feld musste wesentlich mehr Arbeit geleistet werden als die meisten von uns erwartet hatten.

Die Fahrt bis zu Doppelwertung (Sonderwertung) verlief für mich trotzdem ohne besondere Vorkommnisse.

Die Gegend war schön anzusehen und so langsam merkte man, dass die Muskeln müde werden und einige Körner vom Winde verweht wurden. Ich bin die Anstiege mit einer recht großen Gruppe um Mike, Frank, Carsten, Bahner, Martin S., Georg und einigen anderen gefahren. Alle wollten das Tempo moderat halten, nicht als letzte ankommen, aber auch nicht zu viel investieren. Für mich klappte das gut. Ich kam sehr früh an und die Pause war dadurch für mich sicher fast eine Stunde lang.

Leider hatte ich Magenprobleme: Krämpfe plagten mich schon ein oder zwei Stunden, aber so richtig ging noch nix um das Ganze zu beheben.. Das Problem hatten wohl einige andere auch. Wenigstens leidet man nie allein.

Gegessen habe ich trotzdem (muss ja) - wie immer lecker. Kartoffelsuppe mit Würstchen, einen Schluck Kofola, Joghurt, Melone usw.. Alles was das Herz begehrt. Alles in Maßen, da ich ja auch aus Fehlern des letzten Jahres lerne.

Der nächste Abschnitt sollte eigentlich nur eine "einfache" Überführung werden. 90km waren angesagt, sicheres Ankommen zur nächsten Pause im Hellen. Sogar der Wind sollte nachlassen! Das Klang gut. Natürlich war dem nicht so.

10 Minuten nach Abfahrt: Im Feld gab's den ersten Plattfuß. Also wieder warten. Es folgte noch eine größere Umleitung und eine Baustelle(kann auch sein, dass die Baustelle eine Etappe eher war - so recht weiß ich das nicht mehr), bei der wir gefühlt 15 Minuten standen, und schon war es Dunkel.. Magenkrämpfe hatte ich immernoch. So stark, dass erste Gedanken aufkamen, ob ich tatsächlich aufgeben müsste. Ich fühlte mich schlecht und war frustriert nicht weiter auf Rot zu fahren. Zum Glück war Franz dabei und hat mich immer wieder aufgebaut.

Die Pausenzeit wurde aufgrund des Zeitplans eingekürzt und es herrschte große Eile. Ich versuchte mein Glück (wie jede Pause) auf dem Klo, aber ohne Erfolg.

Um nicht müde zu werden trank ich einen Energydrink.

Nudeln gab es auch, aber so richtig "Pastaparty" wie das Jahr zuvor war das nicht. Ich hatte sehr wenig Zeit und musste schon richtig schnell essen, noch fix das Licht montieren und mir wärmere Sachen anziehen.

Das gleiche Spiel wie immer.. Alle 5 Punkte abarbeiten und ab auf den Gaul. Spaß hatte ich zu dieser Zeit nicht, aber damit habe ich gerechnet - es ging ja in die Nacht und damit kommt eben die Müdigkeit und der Kopf fängt an zu rebellieren.

Die Biburg Bergwertung muss auch im folgenden Streckenabschnitt gelegen haben. Erinnern kann ich mich nicht mehr daran. Überhaupt weiß ich von dieser Etappe wenig.

Leider muss ich hier wohl etwas überspringen.

Die nächste Passage die mir wieder im Kopf ist, ist dann eigentlich der Dauerregen im Inntal. Glücklicherweise gab es einen kurzen Stopp und wir bekamen eine Gelegenheit uns den Bedingungen anzupassen: Schutzbleche montieren, Regenklamotten anziehen, kurz einen Riegel einwerfen und mit Magenkrämpfen weiter rödeln. Ein Genuss..

Wir sind dann so bis Schwaz (Morgenpause) gefahren. Dort kam für mich der demütigenste Moment meiner noch jungen Radfahrkarriere.. - Pausenzeit wie immer verkürzt, ich wusste es wird alles knapp.

Ich habe meine Klamotten rausgesucht (musste ich ja wechseln, da alles nass war), mein Handy und mein Navi zum Aufladen gegeben und bin aufs Klo gesprintet. Dort saß ich dann sicher 25 Minuten und ich merkte wie mir die Zeit davon läuft.. Also: Auf dem Klo Energieriegel und Gel essen. Was für eine Schmach und einfach furchtbar eklig! Will ich nie mehr erleben. Immerhin ging es meinem Magen danach wieder besser.

Als noch 5 Minuten Zeit war, habe ich alles soweit gehabt, dass ich schnell eine Schüssel mit Müsli essen konnte. Anschließend habe ich mir noch eine Schnitte geschmiert und während der Abfahrt zur nächsten Etappe gegessen. Pure Hektik.

Mental war das mein Tiefpunkt. Ich wollte nich mehr leiden. Volker war auch schon raus und immer wieder dachte ich mir, wie gut er es hat.

Da wusste ich nicht, dass das schlimmste noch kommt: Die Überführung über den Brenner zum Finale. Was für eine wellige Strecke! Die Bergwertung Patsch war OK - alle wieder in ihrem Tempo, oben sammeln und weiter gehts. Aber im Anschluss wurde es schon wirklich hart. Die von Hoffi angelegten 200-220W konnte man in der Mitte des Feldes kaum halten.

Ständig entstanden Löcher im Feld und man musste sich wieder ran arbeiten.

Ich habe gehofft dass ich die Etappe irgendwie überstehe und das Finale in meinem Tempo fahren kann.

Zum Ende hin ging es dann irgendwie wieder - ich denke das Tempo wurde etwas gedrosselt, da doch viele andere ständig hinten raus geflogen sind. Die Pause am Brenner erreichte ich jedenfalls als einer der Ersten.

Übliches Prozedere (inkl. Klobesuch Nr. 32490), aufmunitionieren für die finale Schlacht und Regenjacke einpacken.

Leider die Falsche.

Ich bin mit Georg, Andy und Marius das Penser Joch hoch gefahren. Oben war es schon echt frisch (ich schätze mal 10°C). Wir haben schnell was gegessen und sind zu dritt - Martin, Georg und ich, in die Abfahrt. Die war am Anfang schon echt genial, bis es dann anfing so richtig aus Eimern zu kippen. Wir haben gefroren. So richtig gefroren.. Georg, die arme Sau, hatte nichtmal Ärmlinge oder eine Windjacke. Das muss purer Schmerz gewesen sein. Mir war mit Ärmlingen und meiner Billigregenjacke schon verdammt kalt. Wir haben uns dann an einer Tankstelle untergestellt und Müllsäcke als zusätzlichen Regenschutz organisiert.

Martin war da bereits weiter gefahren, Andy und Marius sind zu uns aufgerollt und wir sind bis Oberinn geradelt. Zum Glück hatte Georg noch Kraft, denn ich war komplett alle. Ich habe mich nur in den Windschatten gehangen und gehofft dass der Anstieg bald kommt. Irgendwie ging da das Treten besser als in der Ebene.

Oberinn, so dachte ich, ist ja nur ein etwas längerer Südhang.. Easy Peasy also!

Falsch gedacht. Oberinn war der physische und psychische Brecher! Unten steil, nach jeder Kurve irgendwie steil weiter, und wenn ein Flachstück kam, war es nicht von langer Dauer. Die Verpflegungsstelle war Prima. Ich habe Wasser aufgefüllt, etwas Pepsi getrunken und mit Mo und Robert kurz geredet, wie es denn so aussieht. Wir waren solides Mittelfeld. Das hat mich aufgebaut - dachte ich doch, ich mach hier grad die Rennschnecke.

Leider hielt die Motivation nicht lang an. Mit dem Gedanken, dass der Verpflegungspunkt ja bestimmt am Gipfel war, war ich im Kopf schon bei einer super Abfahrt Richtung Seiser Alm und quasi fast da. - Wieder weit gefehlt. Die folgenden 15km waren absolut fies. Es ging sicher nochmal 200-300hm aufwärts, das aber nicht stetig, sondern schön wellig. Es war erstaunlich, wieviel wehleidiges Gemecker Georg so ertragen konnte. Ich habe geflucht, geschrien und wäre am liebsten bockig vom Rad gestiegen.. Aber bringt ja nix. Also: "weiter, immer weiter", wie unser Olli Kahn schon zu sagen pflegte.

Mit einigen Zwischenstopps (Notdurft, Plastetüte verlieren, Schaltwerksprobleme bei Georg usw.) kamen wir nach einer gefühlten Ewigkeit am Fuße des Endgegners an.

Ich sagte Georg noch, er solle sein eigenes Tempo fahren, damit ich ihn nicht ausbremse - und los ging es. Er setzte sich ein wenig ab, aber bis wir oben waren, war er nie wirklich weiter als 500m entfernt. Es lief im Anstieg eigentlich gut. - 215W (mehr ist nach so einer Strecke einfach nicht mehr drin) gingen bis hoch. Meine Füße brannten wie die Hölle und kurz überlegte ich, ob ich einfach ohne Schuhe auf die Pedalplatten treten könnte. Das das nix wird, war mir klar, deswegen habe ich mir den Versuch erspart und mir gesagt, dass ich in ein bis zwei Stunden die Treter ausziehen kann.

Unterwegs kam noch Holger mit dem Auto vorbei gefahren, hat mir Wasser nachgefüllt und nochmal ein paar motivierende Worte zugerufen. Danke dafür! Auch wenn man vermutlich nicht mehr wirklich den Anschein macht, aber es baut einen auf. Ich war nervlich ein Wrack - das totale Delirium.

Dauernd habe ich auf die Uhr geschaut, gerechnet wann ich oben bin, in Panik, dass ich zu spät komme und mir jemand sagen könnte "Sorry, aber Du bist aus dem Zeitlimit". Mein Tretlager meldete sich auch zu Wort und fing an richtig schön zu knarzen. Das hatte ich im Winter auch schonmal. Da hat es dann keine Stunde gedauert, bis es funktionslos war. Ein gutes Gefühl, so mitten im Endanstieg... (nicht!)

So stampfte ich 1h45min vor mich hin, bis ich endlich oben war. Die Route endete natürlich nicht am Hotel, sondern, das war mir klar, ganz oben. Irgendwelche kleinen Feld- und Fußwege ging es also weiter. Überrascht hat mich das nicht - ich kenne Sirkos Routen und fand es nicht so wild. Der letzte Anstieg war dann eine aberwitzige Rampe mit ~20% Steigung. Zu viel für mich. Absteigen und schieben war meine Wahl, und dafür schäme ich mich kein bisschen. Diese Elbspitze war hart genug, da jucken mich die 100m Fußmarsch nicht die Bohne.

Hinter der Rampe ging es dann noch moderat steigend weiter, das konnte ich dann auch wieder auf dem Rad sitzend bewältigen. Oben angekommen waren Holger, Ecki, Mo, Hoffi und einige andere Finisher noch da. Im Gegensatz zum letzten Jahr ein cooler Empfang. Vielleicht kam es mir auch nur so vor, weil ich dieses Mal wirklich überwältigt war: vom Leid, von den Qualen, vom Stress und vom Gefühl, diese, für mich epische Elbspitze, geschafft zu haben.

Holger hat mir dann wohl Ärmlinge und meine Jacke angezogen - ich weiß es nicht mehr so genau. Ich lag dann ein wenig in der Wiese rum und bin kurz danach mit anderen wieder runter zu Hotel gerollt.

Damit soll's das gewesen sein für diesen Bericht. Ich hoffe er hat verdeutlicht, dass alle, auch die Aussteiger, extrem haben leiden müssen. Dass diese Elbspitze meiner Meinung nach alles von einem gefordert hat - vorallem mental. (Ich habe bisher Sirko sonst noch nicht so zerknirscht sagen hören "man, ich hab keinen Bock mehr") Und, das darf man nicht vergessen.. es natürlich einfach ein Erlebnis ist, was man nie vergessen wird. Ich bin dieses Mal selbst sehr stolz darauf, das geschafft zu haben. Es war trotz meines umfangreichen Trainings wirklich schwer.

Hier die abschließenden Daten der Tour:

785 km, Fahrzeit 30:25:58, 11709 Hm

Zu guter Letzt: Danke an alle Helfer, Organisatoren, Live-Tickerer, Fahrer, Fotografen, Videografen und wer noch so alles dabei war. Ihr seid der Wahnsinn! Stets habe ich mich versorgt und "bemuddelt" gefühlt - und eine Motivationshilfe bekommen, wenn ich sie gebraucht habe.

Danke natürlich auch an meine liebe Familie fürs Ertragen meines zeitaufwändigen Hobbies und fürs Anfeuern!

Elbspitze 2017 (Georg)

Aller guten Dinge sind drei - und mit meiner dritten Elbspitze habe ich dann wohl auch alles mal geschafft, was für mich im machbaren Bereich liegt. 2015 gabs ein paar Bergpunkte und das kleine Finish, 2016 das große Finish in den Top 10 und 2017 ein paar rote Punkte mit dem wohl härtesten Finale.

Zu Dritt sind wir am Donnerstag Mittag aus dem sintflutartigen Regen in Berlin geflohen. In der stillen Hoffnung, der Wetterbericht hält. Gerald und Tino, mit dem Versuch die Nervosität sich nicht zu sehr anmerken zu lassen, blätterten im Roadbook. Ich, quasi routiniert, auch sehr angespannt, denn wie immer hatte ich keine Ahnung, was mich erwartete. Dieses Jahr habe ich nichtmal die Bergwertungen auf quäl-dich gecheckt. Die Gewissheit, dass ich es schaffen kann, die Ungewissheit, ob ich es schaffen werde. Die Henkersmahlzeit in DD verlief sehr schweigsam, die letzten Sachen am Rad gepackt und früh ins Bett.

Punkt 3:15 waren wir dann wach. Ich hatte erstaunlich gut und auch viel geschlafen. Gegen 4:20 waren wir an der Frauenkirche - es ist immer wieder toll, all die bekannten Gesichter wieder zu treffen. Ob sie nun mitfahren, oder nicht. Das motiviert ungemein. Und Punkt 5 saßen wir auf dem Rad und die obligatorische Runde um die Frauenkirche später rollten wir Richtung Erzgebirgskamm. Ein befreiendes Gefühl. Auch wenn der Wind schon gut von vorn drückte. Die kleineren Kuppen und die erste Bergwertung öffneten die Beine und in Hrob setzte ich mich erstmal mit Philipp vors Feld. Teilweise etwas unrhythmisch, entschuldigt, aber böiger Wind und die Wellen waren eine fiese Kombination. Nach der Übergabe an Mario und Bruno änderte sich an dem Bild bis zur Pause auch nichts mehr. Großes Kino Jungs, verdiente rote Punkte! Aber - ich hatte die, die ich wollte auch im Sack. Das blöde, der verdammte Ehrgeiz war geweckt. Nicht nur bei mir. Also immer schön im vorderen Feldteil weiter gefahren und den Exodus früher einleiten als nötig.

Zur Doppelwertung schlug dann auch der Defektteufel bei mir zu. Kurz nachdem wir von der ersten Kuppe losrollten (wo natürlich der Werkstattwagen war...) merkte ich, wie das Hinterrad leicht schwammig wurde. Bis kurz vor der zweiten Wertung ging es dann noch. Kartusche geschnorrt, rechts ran und genau da kam Holger schon mit Handschuhen aus dem' Auto gesprungen - geiles Timing, ich konnte zuschauen. 5km später kam dann der Werkstattwagen - endlich wieder 8bar und noch dazu die besten News, die einen aus so einem moralischen Tief holen können. Doppelbergwertung und Doppelonkel. Jetzt flog ich quasi bergauf! Und pünktlich am Ende der nächsten schnellen Abfahrt, genau bei der Pause war die Luft wieder raus. Die Scherbe war noch im Reifen. Like a Newbie! Und zu allem Überfluss verkürzt man sich ja so auch noch die Standzeit. Es wurde leicht stressig. Rad neu füllen, reparieren, umziehen, essen, Licht anbauen in gefühlt 20min. Der eigentliche Plan dafür (im Kopf existent) wurde komplett dureinanandergewürfelt. Hier schaute man auch schon verstärkt in leere und traurige Gesichter. Die ersten Aufgaben waren besiegelt und dank konstantem Wind der Epic-Faktor schon ausreichend hoch.

Was dann kommen sollte, brachte mich an den Rand der Aufgabe. An den Sektor zwischen Abend- und erster Nachtpause habe ich nur zwei drei Erinnerungen. Eine elendig lange Umleitung, mit kaugummiartigen Anstiegen, eine Abfahrt, wie aus dem Bilderbuch und einen Sonnenuntergang - traumhaft. Die erste Müdigkeitswelle schlug brutal ein. Wie oft ich daran gedacht habe, einfach zu Holger ausrollen zu lassen und ins Auto zu steigen, weiß ich gar nicht mehr. Irgendwie überredete ich den Kopf, zumindest bis zur nächsten Pause weiterzumachen. Derweil spielte sich Philipp voll ins körperliche aus, während Mario in bayrisch Holland gehörig den Schnitt anhob. Jungs, großes Kino, was ihr da so über Tag angestellt habt. Bis zum Schweineberg blieb die Nacht für mich dann dunkel. Es rollte, scheinbar sogar ziemlich gut, aber jegliche Erinnerung ist verblasst. Bildfetzen von zwei Pausen, mit Nudeln und Suppe und teilweise schlafenden Menschen spuken im Kopf umher. Sirko, der unentwegt an seinen Zeitplan dachte und ihn laufend mit Ecki überarbeitete kürzte an jenen Pausen fröhlich rum. Aber irgendwie merkte ich davon nicht viel, bin sogar fast dankbar, für die verkürzte Standzeit bei Nacht.

Pünktlich nach der Bergwertung am Schweineberg kam dann der Regen. Bis hier hin strafte der Wettergott uns nur mit Wind, aber der war ja weg. Dann also nass. Auch nicht schlecht, macht wach! Gebraucht hätten wir es aber nicht. Immerhin veranlasste es Sirko, von der geplanten Route abzuweichen und den vermeintlich kürzeren Weg nach Schwaz zu nehmen. Der Kopf litt, der Körper fror, das Rad mal wieder mit Defekt (am Umwerfer war der Zug aus der Schraube gesprungen) - bei der Pause gabs Frühstück und endlich wieder wärmende Sonne! Sogar die Möglichkeit zu duschen.

Und nun also Finale. Mit Anlauf über Patsch und Brenner. Vorne machten die Anwärter auf HC und Gelb konstant Druck, hinten wurde gelitten, dazwischen irgendwie Löcher gestopft. Letzte Pause in Sterzing - Gels für gefühlte zwei Jahre in die Taschen stopfen. Bloß nicht unterwegs verrecken... Dazu die Wetterprognose. Sirko immernoch mit gelben Gummi überm Helm - es könnte ja Regen geben. Andere total optimistisch, sind ja immerhin 30 Grad und Sonne hier, nur mit Windweste in die Hochalpen. Ach, als wär das alles nicht schon episch genug.

Ich hab mich verkalkuliert. Pünktlich zum Gipfel des Penser Jochs - Regen. 5 Grad! Schussfahrt mit 70, die Arme blau. Verdammt, dass war kalt. Aber aufgeben jetzt auch keine Option mehr. Mit Arno organisierten wir irgendwo Müllsäcke. Wie lange es noch Regnen sollte, wussten wir ja nicht. 5min später dann wieder strahlender Sonneschein im Tal. Oberinn zog uns dann mit seinen Rampen langsam den Stecker. Fluchend, diskutierend und ohne genauen Plan (scheinbar kursierten da verschiedene Berichte über den Standort) wo de r VP am Berg war. Immerhin, lächeln ging noch. Robert und Mo stellten uns moralisch auf eine Abfahrt ein. Bis die kam, ging es erstmal noch weiter hoch und dann ewig nicht runter. Immerhin, das Panorama war geil. Bruno klagte lautstark sein Leid, war kurz davor sein Rad wegzuschmeissen. Ich nahm das einfach schweigend hin. Viel mehr nervte der nächste kleine Defekt am Schaltwerk. Nach Ewigkeiten waren wir unten. Der Wunsch, vor 19:00 oben zu sein, sogar noch machbar. Wir waren beide leer. Bruno noch leerer, so drückte ich, immer ein paar Meter vor ihm den Berg hoch. Eleganterweise schoss ich am Ziel erstmal in SlowMotion vorbei um mit 2km Umweg zu den Schlussrampen zukommen, die zu spontanen Gesichtsentgleisungen und nicht jugendfreien Freudenrufen führten, bevor ich gepflegt im Ziel mit Zielbier zusammensackte.

Danke! DAS war eine Elbspitze, wie ich sie mir vorstelle.

Mythos Elbspitze besiegt! (Tobias)

Wenn man im Elbtal wohnt und Rennrad fährt, kommt man ziemlich schnell mit der Elbspitze in Berührung. Mir war lange Zeit völlig unklar, wie man eine solch lange Tour übersteht und die Berge dazu noch als Rennen fährt. Durch das Lesen der Berichte der vergangenen Austragungen und dem Kontakt zu den vielen Elbspitzlern wie Sirko und Thomas, entstand in mir nach und nach der Wunsch auch einmal die Elbspitze zu finnischen. Im letzten Jahr hat mich das Ziel Mangart schon sehr gereizt und so war klar, dass ich mich dieses Jahr für die Seiser Alm anmelden werden. Mit den Trainingsplänen von Robert lief die Vorbereitung perfekt und mit der letzten V-Tour konnte ich auch den Kopf für die lange Strecke stärken. Die Tage vor der Elbspitze machte sich dennoch Aufregung und Nervosität breit und so war ich am Freitag froh, als es endlich losging.

Da ich überhaupt noch keine Erfahrung auf der Langstrecke hatte, war mein Plan sich so gut es geht im Feld zu verstecken und je nach Kondition ausloten was auf der Schlussrunde noch geht. Vor der ersten Bergwertung bekam ich zwar für diesen Plan einen Anschiss von Sirko, ich blieb aber meinem Plan treu und kurbelte gemütlich auf die ersten beiden Bergwertungen. Auf der ersten Pause war ich sehr positiv überrascht, wie gut das Verpflegungsteam ausgestattet ist. Das Team hat dazu noch die ganze Zeit einen großartigen Job gemacht. Vielen Dank dafür! Das hat die Fahrt unglaublich erleichtert. Für mich ging es nach der Verpflegung auch relativ unaufgeregt weiter, mit guten Gesprächen im Feld, genießen der schönen Landschaft, unschönen Darmkrämpfe, aber immer schön im Feld versteckt. In der ersten Nachthälfte war die Müdigkeit noch gut auszuhalten, die Bergwertung war dennoch eine willkommene Abwechslung um den Puls etwas in die Höhe zu treiben. In der zweiten Hälfte folgte ich Roberts Rat bei Müdigkeit vorne im Wind zu fahren. So sammelte ich dann auch ein paar Punkte für das Rote Trikot. Der Regen am Morgen war etwas nervig, die darauffolgende Morgensonne umso schöner. Nach Duschen, neuen Klamotten und einem leckeren Müsli in der Frühstückspause fühlte ich mich, als hätte ich 8 Stunden geschlafen und ich hatte schon richtig Bock auf die Schlussrunde. Bis zur letzten Pause vor der Schlussrunde was es jedoch noch etwas zäh, da sich die Kraft im Feld schön deutlich differenzierte. Umso froher war ich als es dann endlich ins Penser Joch hineinging und so legte ich gleich von Anfang an ein flottes Tempo vor. Am Anfang folgten nur Frank, Sten und der Nachwuchsfahrer Luis. Frank und Luis mussten jedoch schnell reisen lassen und so blieben nur noch Sten und ich. Von Sten konnte ich mich dann auch noch ein Stück absetzen. Rund 3 km vor der Passhöhe merkte ich jedoch durch einen langsam aufkommenden Krampf im linken Oberschenkel, dass ich zu wenig getrunken und zu viel gewollt hatte. Ich musste somit etwas herausnehmen. Das hat natürlich Sten sofort mitbekommen und das Tempo wieder erhöht. Auf dem Penser Joch hatte ich wohl noch 30s Vorsprung, die Sten aber schnell auf der Abfahrt aufholte. Wir verständigten uns, nach Oberinn gemeinsam zu fahren. So ging es auch etwas gemütlicher hinauf. Bei Robert schnell die Flaschen auffüllen und dann hinab zum Schlussanstieg, so dachten wir zumindest. Naja es folgten noch ein paar Wellen, dafür gab es aber einen phänomenalen Ausblick auf die Seiser Alm. Im Anstieg zur Seiser Alm versuchte ich wieder mein hohes Tempo zu fahren und konnte mich auch schnell etwas von Sten absetzen. Jedoch dauert es nicht lange, bis sich der Muskelkrampf wieder bemerkbar machte und Sten auch wieder aufholte. Das gab mir wieder rum etwas Kraft wieder schneller zu fahren. So ging es dann eigentlich den ganzen Anstieg hinauf. Auf den letzten Kilometern habe ich dann jeden Meter gezählt und die Schlussrampe perfektioniert den Schmerz. Es war eine große Erleichterung und Freunde im Ziel zu sein. Mein Körper hat auch sofort jede Aktion eingestellt und ich habe dort oben ohne Ende gefroren. Also schnell ins Hotel unter die warme Dusche und in die Sauna.

Dank an die Tretmühle Radebeul, die im Frühjahr so schnell den gebrochenen Rahmen getauscht hat, so dass ich wieder auf dem richtigen Bock trainieren konnte. Vielen Dank an Robert für die Trainingspläne, Motivation und Feedback. An das gesamte Team der Elbspitze für die wunderbare Betreuung, vor allem in der Schlussrunde. Und Danke an Sten für das grandiose Finale.

Die harten Zahlen und Fakten gibt es hier: https://www.strava.com/activities/1064703061

DNF ES 2017 - Ein Kurzbericht (Jessica)

Eine gute Woche ist es jetzt her - die Elbspitze 2017. Letztes Jahr schaffte ich, für mich heute kaum fassbare, 727 km. Dieses Jahr waren es gerade einmal unspektakuläre 228 km. 500 km weniger. Wie konnte das “passieren”? Dazu muss ich wohl ein paar Monate zurückgehen.

Die erste V-Tour zum Eierberg im März lief super (bis auf das Ende…Heidestraße… ich muss Arno & Angela danken, die mich noch nach Hause begleiteten) und ich war sehr motiviert. Im April verbrachte ich noch eine Bergwoche auf der Franz-Senn-Hütte und war was das Radfahren anging in absoluter Vorfreude auf die M312 und die ES.

Nach der M312 Mallorca war ich im Rad-Burnout - obwohl dieses Rennen besser lief als 2016, wenn man denn die Verbesserung der Fahrzeit, die Verkürzung der Standzeit betrachtet. Mental war es jedoch ein Knacks. Für die Elbspitze hatte ich mich schon im Nov. 2016 angemeldet und letztlich diese auch aktiv in mein Leben eingeplant.

Dennoch verlief dieses zweite Radsportfrühjahr ab Mai nicht so wie das letzte. Ich war weniger motiviert und damit auch deutlich weniger Radfahren. Es gab kaum Höhenmetertraining für mich und eigentlich auch keine längeren Strecken mehr. Es ist nicht so, dass ich die Elbspitze auf die leichte Schulter nahm und dachte, es würde schon irgendwie gehen. Ich wusste das neben der körperlichen Fitness vor allem die Kopfstärke - allen Widrigkeiten zu trotzen - der Schlüssel zum Erfolg ist. Ich wollte es gern ein zweites und vermutlich letztes Mal versuchen. Weil ich theoretisch dank meiner momentanen Arbeit viel Zeit hatte und ich dann perspektivisch meine Aufmerksamkeit anderen Dingen widmen wollte. Das sollte doch Motivation genug sein, gerade mit dem Fast-Finish 2016. Es folgte die dritte V-Tour im Erzgebirge - was soll ich sagen? DNF. Die Wetterprognose war schlecht - es sollte gegen Nachmittag Regen geben. Ursprünglich dachte ich, ich könnte die Tour auch abkürzen und trocken nach Hause kommen - Hauptsache Tempotraining. Natürlich fuhr ich mit der Gruppe den dunklen Wolken bei Olbernhau entgegen….und es kam wie es kommen musste. Sintflutartiger Regen und wir knallten mit irrer Geschwindigkeit bei gefühlten 5 Grad und null Sicht irgendeine tschechische B runter….da verging mir der Spaß gänzlich. Kalt, nass, und gerade mal die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Am Pausenort stand ich da und zitterte. Es wurde mit einer Mülltüte als Regenjacke mal kurzzeitig besser (und wärmer) - aber ich hatte bereits beschlossen nur noch bis Oberwiesenthal zu fahren und mich dann von meinen Eltern abholen zu lassen. Da war nichts mehr von wegen Quälerei aushalten, Kopfstärke beweisen. Ich dachte nur die ganze Zeit, weshalb ich auf so eine selten dämliche Idee gekommen bin mitzufahren…es war doch mit Regen zu rechnen. So war also diese Tour nach knapp 160km für mich beendet.

Ich plante für Ende Mai noch 8 Tage Radurlaub in der Nähe des Genfer Sees. Ich erhoffte mir von dieser Zeit durch die landschaftliche Abwechslung wieder mehr Spaß am Radfahrtraining in der Heimat und natürlich wollte ich gern die Berge hoch- und runterbrettern. Leider kam es anders als geplant und ich wurde ausgerechnet wenige Tage vor dem Flug sommergrippig. Also so richtig. Eine Woche im Bett - an Radfahren oder auch nur Spazierengehen war kaum zu denken. Danach fuhr ich gleich den Sachsendreier mit Mario und Tom. Und fühlte mich bescheiden…das strengte mich an. Flache 300km. Ich würde sagen, das hat mir dann so richtig vor Augen gehalten, dass meine Form nicht annähernd so gut war wie 2016 um diese Zeit und wahrscheinlich auch nicht mehr kommen würde. Zusammenfassend sei gesagt, dass mir insgesamt die Lust auf Quälerei auf dem Rad zunehmend verloren ging. Ich freute mich eher über Freitagsfeierabendrunden mit Marcus oder eben am WE mit anderen. Bzw. fuhr ich mitunter nicht mal mehr Rad, sondern fand wieder Spaß am Laufen etc etc. Die Voraussetzungen waren also alles andere als gut für so ein Extrem-Event. Mangelndes Training und letztlich mangelnde Kopfstärke.

Ich hätte die ES natürlich kurzfristig absagen können. Das wollte ich aber auch nicht. Ich wollte es wenigstens versuchen. Und so stand ich also am Freitagmorgen 4.15 Uhr an der Frauenkirche, sprang in die Radklamotten und verstaute alles weitere im Packsack. Als der Wecker 3.15 an diesem Morgen nach nur 3h Schlaf klingelte, stand wie immer die Frage im Raum, wieso ich mir das antue. Am Treffpunkt waren diese Gedanken zum Glück Geschichte. Ich traf viele Leute vom Vorjahr wieder, die mir Mut zusprachen und guter Dinge waren. Letztlich herrschte eine entspannt-aufgeregte Stimmung und die Vorfreude war plötzlich da und ganz präsent. Ich wollte noch einmal alles geben. Die Jungs vom Filmteam wollten gern noch, dass ich ein paar Worte sage. Es ging um meine Ziele für dieses Jahr. Ich sagte so etwas wie “Mindestens so weit kommen wie letztes Jahr….” Die Gedanken an meine Voraussetzungen schob ich beiseite und freute mich auf den Start. 5 Uhr ging es los. Dieses Mal hatte ich auch die Pausenzeiten bzw. Bergwertungen auf dem Oberrohr kleben (ich wollte nicht ständig fragen müssen, was denn als nächstes kommt…) mitsamt ein paar motivierender Sprüche. Jedenfalls war nach dem Verlassen der Stadt schon der heftige Wind zu spüren, der uns hartnäckig begleitete. Ich versuchte mich vorn im Feld einzuordnen, hatte aber nicht das Gefühl, sonderlich viel Windschatten zu genießen. Die erste Bergwertung sollte wieder Moldava sein und bis dahin suchte ich mir Gesprächpartner. Schon auf den ersten 50km war für mich spürbar, wie anstrengend es ist und noch sein würde. Letztes Jahr waren die ersten 500km nahezu ein Klacks - und dieses Jahr? Nach der Bergwertung gab es eine ganz kurze Pause. Ich versuchte noch etwas zu essen, um die nächsten 100km bis zur ersten richtigen Pause durchzuhalten. Ich würde sagen, bis Km 100 war mein Plempengetränkevorrat schon aufgebraucht und ich bemerkte tatsächlich schon Anzeichen muskulärer Ermüdung. Das kann doch jetzt nicht sein? Zum Glück gab es Ablenkung in Form von netten Unterhaltungen mit Mike, Martin, Arno, Tobi und Thomas.

Insgesamt fuhr ich leider auch zu weit hinten und hatte mit der Geschwindigkeit zu kämpfen. Thomas fragte mich, wie ich mich fühlte - ob es vom Tempo her so für mich ok war. Naja….geht so. Laut seiner Aussage waren wir nicht schneller als letztes Jahr. Dank des Windes eher langsamer. Es gab auch schon auf den ersten km erstaunlich viele Pannen, eine fliegende Flasche und mal wieder eine schleifende Hinterradbremse meinerseits (Sirko: “Das sind locker 3-4 W, die du da verschenkst.” “Mach die Bremse auf, die brauchst du erst in den Alpen.”). Ich nahm mir dann fest vor, nach der ersten Pause in der dritten/vierten Reihe zu fahren, um Kraft zu sparen. Die Pause bei km 160 war aber sowas von nötig. Ich hatte Hunger!!! Es gab Kuchen, belegte Brote, Melone und diverse Getränke. Das Verpflegungsteam war wie immer großartig und es sollten kulinarisch keine Wünsche offen bleiben. Zumindest für mich in der ersten und zweiten Pause. ;-)

Ich glaube, man sah mir schon sehr deutlich an, dass ich schon ganz gut k.o. war. Martin kam später - er versuchte Christian wieder an die Gruppe heranzufahren - was ihm letztlich aber nicht mehr gelang. Christian musste aussteigen und Martin bekam eine verlängerte Pause. Danke Martin, dass du mich bis zur ersten Pause an den Wellen auch immer wieder an die Gruppe herangefahren hast!

Das Fazit bei der Pause war für mich ziemlich ernüchternd. Immer wieder fiel ich an den Wellen nach hinten raus und so ziemlich alle Teilnehmer haben mich immer wieder anschieben müssen. Danke dafür. Die Hoffnung wollte ich aber dennoch nicht ganz aufgeben. Ich klammerte mich an Thomas und Rexer´s Worte: “Wir kriegen dich schon über den Böhmerwald.” Danach würde es flacher werden. Ob der Wind auch endlich mal nachlassen würde? Ich startete also nach der Pause möglichst weit vorn. Konnte dann wenigstens 20km gefühlt ganz gut mithalten - und dann kam auch schon wieder der Einbruch. Der Wind, meine Anstrengung und letztlich die Unfähigkeit die Gruppengeschwindigkeit zu halten, setzten mir ordentlich zu. Thomas, Martin und auch Matze fuhren mich immer wieder an die Gruppe, boten mir ihr Hinterrad an und ließen mich vorn einordnen. Danke für die Sonderbehandlung, ich wollte gern dran bleiben. Aber es ging nicht. Es ging einfach nicht. Die Oberschenkel brannten (ein ganz neues Gefühl! ;-) ) und ich kam kaum dazu, etwas zu trinken, weil ich so sehr damit beschäftigt war, das Tempo zu halten. Da wusste ich dann auch, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis ich aufgeben muss. Leider. Entweder ich falle dann dehydriert vom Rad oder muss so oder so aufgeben. Man muss schon sagen, dass die Windbedingungen heftig waren und viele bereits gezeichnet waren von unserem Ritt. Es war und sollte nicht noch einmal so “einfach” werden wie 2016. Dennoch war es schön, das Leid mit anderen zu teilen - ich war nicht die einzige, die sich quälte. Aber das gehört ja zur Elbspitze dazu. Quälerei auf hohem Niveau.

Ich sagte mir, ich muss mindestens bis zur zweiten Pause durchhalten. Ich wollte das unbedingt. Aber es ging nicht. Als ich wieder einmal hinten aus der Gruppe platzte und mich Martin versuchte, wieder zurückzuholen…da liefen schon die Tränen. Aus Anstrengung - ich war wirklich richtig richtig fertig und natürlich auch aus Enttäuschung. Der Kopf sagte permanent “Ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr.” Tja…ich verabschiedete mich von Martin und fuhr dann mein Tempo. Holger kam im Begleitfahrzeug an mich heran und ich sagte, ich müsste aufgeben. Ich sollte noch ein paar km so vor mich hintreten, wenn möglich, und dann würde ich einsteigen können. Plötzlich war die Anstrengung weg, ich schaute zum ersten Mal bewusst in die schöne Landschaft des Böhmerwaldes und hatte wieder Spaß! Jetzt könnte ich auch noch weiterfahren - in meinem Tempo! Was natürlich nicht gruppen- und schon gar nicht elbspitzetauglich ist. Ich stieg dann also nach 228km zu Holger ins Auto und Sirkos Papa nahm mein Rad mit. Es fühlte sich alles ganz leicht und richtig an. Ich war froh, dass es vorbei war. Schon verrückt. Ich dachte dann, ich könnte wenigstens sowas wie “Streckenposten” sein und mithelfen - das ginge jedoch nur bis zur zweiten offiziellen Pause. Danach müsste ich in den Begleitbus steigen, der schon weiter fuhr zum Frühstückspausentreffpunkt. Letztlich schlief ich jedoch nahezu sofort im Auto ein. Was war denn da los? Mit der Müdigkeit hatte ich letztes Jahr erst in den frühen Morgenstunden zu kämpfen, es war ja gerade mal Nachmittag. Bei der nächsten Bergwertung stand ich dann doch kurz mit an der Strecke und versuchte die Jungs ein bisschen anzufeuern

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Dann ging es weiter mit Holgers Auto. Ich glaube, ich habe dann bis zur zweiten Pause geschlafen. Das muss dann gegen 17/17.30 Uhr gewesen sein. Ich traf dann also erstmals wieder auf die ganze Gruppe. Alex aus Stralsund musste auch leider kurz vorher aufgeben. Christian hatte vor, noch mit dem Zug zurück in die Heimat zu fahren - ich habe mich dann angeschlossen. Schließlich wären wir nicht mit dem Bus am Zielort angekommen, sondern gegen Abend erstmal an dem Ort, an dem die Elbspitzler am nächsten Morgen ankommen würden - also ebenfalls eine schlaflose Nacht im Bus und am Sonntag dann die lange Heimreise im Bus. Das wollten wir dann vermeiden und suchten uns in Deggendorf eine Zugverbindung bis Regensburg, dann weiter bis Nürnberg. Dank einer Straßensperrung schafften wir den Zug 19.45 Uhr gerade so in Deggendorf…und freuten uns, dass wir in Regensburg in einen ICE steigen könnten - und so schneller zuhause angekommen würden. Weit gefehlt. Es begann eine regelrechte Odyssee. Vor Regensburg mussten wir schon einmal umsteigen und konnten dann in Regensburg eben nicht wie geplant (und wie das Ticket entsprechend vom Bahn-Fachpersonal erworben….) in den ICE steigen. Wir wurden zurückgerufen - man darf keine Räder im ICE mitnehmen. Super. Und weshalb verkauft man uns dann so ein Ticket?? Wir waren dann ganz schön gefrustet…suchten eine neue Verbindung - wieder 1,5h Warten. Hunger kam so langsam auch wieder auf….wir kamen dann leider beide beim Googeln zu der Erkenntnis, dass wir weder mit Zügen noch mit Bus etc. heute noch nach Chemnitz kommen würden - geschweigedenn ich noch nach Dresden. Ich versuchte mir dann noch ein Hotel in Chemnitz zu buchen - da schien aber dank einem Motorradrennen alles ausgebucht. Nur für schlappe 190 €war noch ein Zimmer zu haben. Der nächste Plan war dann mir ein Taxi zu suchen….ich hatte an dem Abend mehrfach das Vergnügen mit der Taxizentrale in Chemnitz zu telefonieren. Natürlich war einerseits die Mitnahme meines Rades ein Problem (Großraumtaxi!!! Nein, es gelang mir nicht zu erklären, dass diese Rad in so ziemlich jedes verdammte Auto passt und auch frei von Schmutz ist), andererseits war dank des Motorradrennens auch quasi kein Taxi definitiv verfügbar. Im Klartext hieß das - “Ich kann Ihnen nicht zusichern, dass wir ein Taxi frei haben.” Ich reservierte die “Anfrage” dann erstmal. Christian organisierte in der Zwischenzeit, dass an unserem Endpunkt in Hof uns sein Bruder abholen würde - 1 Uhr sollten wir dort am Bhf ankommen. Das klappte auch sehr gut und wir waren ca. 2.15 Uhr in Chemnitz. Ich googelte für den Notfall noch einmal nach dem Hotel - es war angeblich inzwischen ausgebucht. 2.15 Uhr erhielt ich dann auch die Sms, dass kein Taxi verfügbar sei. Ich rief wieder bei der Zentrale an und die gute Frau - leicht genervt inzwischen - bestätigte, dass also in absehbarer Zeit kein Taxi frei sein würde. Ob ich warten wollte? Und dann? Mitten in der Nacht in Chemnitz sitzen und am besten noch im Bahnhof schlafen? Nee…also fuhren uns Christians Bruder netterweise mehrmals durch die Stadt. Sobald irgendwo ein Taxi stand, hielten wir an und ich fragte nach. Einmal war wieder das Fahrrad das Problem. Dann fuhren wir ein zweites Mal am Bhf vorbei - beim ersten Mal standen keine Taxis dort. Beim zweiten Mal gegen 2.30 Uhr hatte ich Glück. Der Taxifahrer kam gerade mit einem Kaffee aus dem Bhf und ich konnte ihm mit meiner verzweifelten Mimik und Gestik überreden, mich mitsamt des Rades nach DD zu kutschieren. “Das Rad ist kein Problem, das kriegen wir doch locker ins Auto.” Tjaaaa. Und dann saß ich also überglücklich und todmüde endlich im Taxi auf dem Weg nach Dresden. Der Taxifahrer fragte mehrmals nach, als ich ihm von der Elbspitze erzählte. Er sagte dann, er kenne auch einen “krassen Radfahrer aus Chemnitz” - der ist wohl letztens 90 km mit dem e-Bike gefahren. Da sieht man mal wieder die Relation. Elbspitze ist eben Elbspitze. Der gute Mann hatte eigentlich schon Feierabend - und würde meinetwegen Überstunden schieben. Da hatte ich einfach ganz großes Glück. 4 Uhr lag ich dann endlich im Bett. Was für ein Tag!

Fazit: Die Elbspitze ist dieses Jahr für mich auf jeden Fall unerreichbar gewesen. Das lag zu allererst am mangelnden Training und an meiner fehlenden Kopfstärke. Trotzdem ist es ein Event, wofür es sich zu trainieren lohnt. Es war bis zu meinem Ausstieg wieder eine geniale Zeit mit vielen netten Menschen. Ich bin nun erstmal “durch” mit dem Thema Radrennen/Langstrecke - bzw. wollte ich zu allererst wieder Radfahren wollen und nicht müssen. Nun ist der Druck weg und es fühlt sich richtig an. Ich hoffe dennoch, dass irgendwann endlich mal eine Frau die Elbspitze finishen kann und wird. Letztes Jahr war ich so nah dran, dieses Jahr meilenweit entfernt. Es scheint jedoch möglich und vielleicht versuche ich es auch irgendwann noch einmal. Wer weiß…

Elbspitze 2017 (Jens Eisenreich)

„Jetzt steht ein Ziel für 2017 und die Vorbereitung beginnt heute“. Das waren meine Worte bei der Anmeldung für die ES2017 im November 2016. Aber da gab es noch eine kleine Vorgeschichte: Radkumpel Philipp „hatte was im Internet gefunden“ und meinte, dass das unser Ding wäre. Also Homepage geöffnet, alles gelesen und für machbar befunden. Radkumpel Mathias, der Vater von Philipp, sagte auch ja und so stand das Ziel für den „Mecklenburg-Express“ fest.

Eine kardiologische Untersuchung hatte ich gerade ohne Befund hinter mich gebracht, wobei sich der Herzspezialist eine Anmerkung nicht verkneifen konnte: „…aber gesund ist das in ihrem Alter (57) nicht, was sie da machen.“ Das Training auf der Rolle und im Sportstudio verlief bis Ende 2016 planmäßig. Ab Januar wollte ich in die Natur, wurde aber nichts draus, weil ich ziemlich schwer erkältet war. Und die Erkältung zog sich, letztendlich kam ich Ende Februar aufs Rad. Aber von Training konnte ich noch nicht sprechen, leider hatte ich den März teilweise „verschenkt“. Trotzdem nahmen Mathias und ich an der V2 teil, der HEIMAT LIGHT. Am Körnerplatz ging es los, „light“ waren für uns nur die ersten Kilometer und wir gaben nach 140 km auf. Ich habe mich mit Thomas während der Tour unterhalten, auch er hegte große Zweifel betreffs unserer Fitness. Großes Nachdenken meinerseits setzte wegen dieses Desasters ein – und nur noch drei Monate bis zur Elbspitze. Ich habe das Training intensiviert und fand in dem kleinen Gebirge nahe Braunschweig namens ELM mein Revier. Dort habe ich dann regelmäßig an 9%-Anstiegen „gegen den Berg getreten“, auch im Harz und im Erzgebirge. Wir trauten uns dann Mitte Mai zur V4 und das Ergebnis sollte über unsere Teilnahme entscheiden. Diese Prüfung bestanden wir. Also war der nächste Termin der 30. Juni, 05:00 Uhr an der Frauenkirche.

05:00 Uhr – und es fühlte sich gut an, wie es ins Erzgebirge rollte, darüber hinweg und hinein in die Tschechei. Bei dem Ritt gegen den Wind habe ich nur gedacht, was müssen das da vorne für Berserker (Wikipedia: Ein im Rausch kämpfender Mensch, der keine Schmerzen mehr wahrnimmt…) sein, die das Tempo bei dem Wind so halten können? Und was das bedeutet, habe ich Windschattenlutscher nach einer Pinkelpause erleben dürfen. Weil es mal wieder etwas länger dauerte – wir reden hier von wenigen Sekunden - musste ich mich im Solo-Sprint wieder an den ICE ankoppeln. Es war zum Verzweifeln, selbst als ich unseren Besenwagen fast erreicht hatte, fuhr der wieder weg und ein Beinahe-Auffahrunfall bei der Einfahrt in einen Kreisverkehr hätte außerdem alles beenden können. Ich habe trotz des Windes das Feld wieder erreicht, war aber redlich fix und fertig. Da war ich sozusagen meine eigene Sprint-Sonderwertung gefahren. Meine zweite private Sonderwertung fuhr ich dann noch im Böhmerwald, als beim Schalten am Berg die Kette absprang und ich stoppen musste. Und das Feld rollte und rollte. Hier hatte mich Mathias „gerettet“, denn er wartete, bot mir Windschatten und wir waren schnell wieder dran. Danach lief alles recht gut, bis auf die Tatsache, dass sich mein Rücken meldete, und zwar schmerzhaft. Dieser Schmerz manifestierte sich und war nur noch lästig. So lästig, dass ich in Schwaz, nach dem Frühstück, aufhören wollte. Als ich meine diesbezüglichen Gedanken Mathias mitteilte, hörte dies auch Thomas, der in einer Umkleidekabine war, da heraus kam und meinte: „Du willst doch jetzt nicht aufgeben!“ Nun stand ich da, mit meinen Gedanken, zwischen Reisebus, meinen Schmerzen und Thomas‘ Worten. Also aufs Rad und weiter, es waren ja nur noch die Alpen zu überqueren.

Der Mecklenburg-Express hatte sich entschlossen, die ab Sterzing beginnende freie Jagd auf die Seiser Alm gemeinsam zu kurbeln. Beim Anstieg zum Penser Joch sah ich das Drama kommen. Berufsbedingt relativ gut gebildet in Sachen Meteorologie, beobachtete ich die Wolkenbildung von einer schönen Cu-Bewölkung hin zum Endstadium namens CB. Der Regen schlug bereits am Joch auf uns ein und die begleitende Tiefkühlung tat ihr Übriges. In der Abfahrt vom Joch habe ich so gezittert, dass das Rad über den Lenker in Schwingung versetzt wurde – unglaublich! Ich musste deshalb die Speed reduzieren und zwar auf Vmax < 35 km/h.

Beim Ritt auf den Ritten hatten wir wieder Hitze satt und alles war gut ;-)

Irgendwo auf dem Ritten war ja auch OBEN und so freuten wir uns irgendwann auf eine rasante Abfahrt. Aber das war nur ein Geschlängel durch enge Gassen ohne Erholung. Bei einer schnell ausgeführten kurzen Rast, bei der ich alles verfügbare Flüssig-Gel in die Brennkammern gab, erklärte ich noch meinen Leidensgenossen die herrliche Amboss-Bildung der Gewitterwolke über der Seiser Alm und wie sich das Unwetter zwischen Sella und Schlern austobte.

Die letzte Himmelfahrt hoch zur Seiser Alm war nicht mehr „lustig“ – die Gesichter sprachen da eine ganz eigene Sprache. Aber die 20%-Rampe im Schlussanstieg war wieder richtig geil… hahaha.

Dann berührten unsere Vorderräder zeitgleich das Band, Ziel erreicht. WAHNSINN! Und danke für den herzlichen Empfang und die warme Decke.

Platz 26, 9 Bergpunkte – wer hätte es gedacht…

Zu guter Letzt: Ein paar Langstreckenerfahrungen hatte ich ja, konnte meine Körner einteilen, wusste wie ich mich ernähren muss, altersbedingt mental einigermaßen gefestigt und bereit diverse Qualen zu ertragen. Aber eines muss ich sagen, eine dermaßen hohe Verdichtung an Emotionen hatte ich bisher nicht erlebt und das wirkt heute noch nach.

„Jetzt steht ein Ziel für 2018 und die Vorbereitung beginnt heute.“ Mal sehen, was der Kardiologe meint, wenn ich mit 58 auf diese Tour will ;-)

[28.06.2017] Aktuelle Strecke und finales Roadbook

Roadbook 2017, inkl. Pausen

[21.06.2017] Noch 9 Tage bis zum Start!

Am vergangenen Wochenende ist die letzte Vorbereitungstour erfolgreich über die Bühne gegangen. 8 Mann sind die komplette Strecke ins Riesengebirge gefahren und pünktlich wieder in Dresden angekommen. Auch die Vorbereitungstouren ins Erzgebirge und zum Jeschken gaben keinen Anlass zur Sorge. Bei der Elbspitze werden wir ein nicht ganz so straffes Tempo fahren wie bei den Vtouren, dafür könnt ihr es an der Bergwertungen richtig krachen lassen.

Im folgenden findet ihr vorläufige Informationen zu unserer Fahrt, wir werden das Dokument bis kommenden Mittwoch um die Pausenstandorte ergänzen.

vorläufiges Roadbook 2017

[03.04.2017] Heimat light bei Traumwetter!

Vergangenen Sonntagfrüh um 7:00 Uhr klicken 48 Radsportler am Dresdner Körnerplatz ihre Cleats in die Pedale, um die traditionelle Heimat light unter die Räder zu nehmen. Heimat light, was ist das? Für uns Dresdner Radsportler bezieht sich der Begriff Heimat auf die Region um unsere Landeshauptstadt, die wir an einem Tag auf dem Rad erreichen und von der wir am selbigen Tag auch wieder zurückkehren. Insofern ist unserer Heimat etwas umfangreicher, als es Eure Heimat vielleicht ist. Das Attribut „light“ steht allgemein für leicht, leicht aber nur deswegen, da man innerhalb von 24h in der Heimat auch deutlich mehr Strapazen produzieren kann, was im Ergebnis dann einer Heimat strong gleichkommt. Da wir uns aber „nur“ auf etwas Größeres vorbereiten und es noch früh in der Saison ist, reicht uns die Lightversion völlig aus, immerhin misst sie reichlich 5.000 Vertikalmeter auf 250 Kilometer. Der inoffiziellen bundesdeutschen Meisterschaft im Radmarathon stellten sich neben uns Sachsen auch Sportler aus Berlin, aus Thüringen, aus Schleswig-Holstein und aus Mecklenburg-Vorpommern. Bei schönstem Sonnenschein im böhmischen Becken trotzen wir der Wetterprognose und mutierten allesamt zu Streifenhörnchen. Im letzten Jahr regnete es aus Kannen und die light mutierte zum großen Aussterben. Heuer also perfekte Bedingungen und große Ambitionen. So erreichte auch eine überaus große Mehrheit das Ziel der Tour und teilweise wurden erinnerungswürdige Radsportgeschichten geschrieben. Da war der krampfgeplagte René mit 39/25, die vielen Berliner Finisher (die sich noch nicht zur ES angemeldet haben ...), da war die geglückte Flucht von Frank dem neuen Topfavoriten, der eindrucksvoll zurückgekehrte Piegsmähn (der auch noch mit zur ES will) und da waren auch die Notplatzer von Mort, Sirko und Mario. Es war einfach wunderbar in dieser Fluchtgruppe zu fahren, so schön, spannend und facettenreich war der Sonntag auf dem Bock doch lang nicht mehr. Manch einer sollte sich nun sicher sein, die Elbspitze packen zu können, denn alle die das Ziel bei der Light im Hellen erreicht haben, verfügen über das nötige Potenzial sich an der Seiser Alm ihren Traum zu erfüllen. Danke an unser Medienteam von 2Divine-dresden.de für die Begleitung während der Fahrt und an Arno sowie Thomas L. für das Führen der Verfolgergruppen. Fotogalerie Heimat light

kleine Kostprobe von unserem Medienteam um 2Divine-Dresden

[19.03.2017] 2017 mit Fotos von Philipp Zieger

Nachdem uns René Müller die letzten Jahre treu unterstützt hat und wir uns etwas frischen Wind in Sachen medialer Unterstützung gewünscht haben, sind wir stolz darauf einen jungen und vor allem sehr guten und radsportbegeisterten Fotograf aus Pirna im Team zu haben. Philipp begleitete uns bereits beim letzten Ötztaler Radmarathon. Gleich beim ersten Kontakt sagte er zu. Wir sind überzeugt, dass er unsere Erlebnisse bestens für die Ewigkeit festhält. Anbei Philipp's Facebookprofil mit jeder Menge Bildmaterial zum Anschauen Philipp's Seite

[11.03.2017] Jemand Bock auf Griechenland

"Elbspitze-Finisher Björn Lenhard nimmt dieses Jahr erneut am Transcontinental Race Transcontinental 2017, einem Selbstversorgerrennen quer durch Europa, teil. René Müller -der uns schön häufiger bei der Elbspitze fotografiert hat, möchte eine freie Fotoreportage über seinen Trip produzieren, allerdings benötigt er dafür noch einen Autofahrer, der ihn auf der Tour begleitet. Das Rennen startet am 28. Juli in Geraardsbergen (Belgien) und endet in Meteora (Griechenland). Wenn jemand Zeit und Lust hat, viel Sitzfleisch besitzt und vielleicht sowieso nach Griechenland in den Urlaub fahren will, kann er sich gerne bei ihm melden. Tel.: (0173) 8147338, E-Mail: nikonf3hp(at)web.de

[07.03.2017] Faszination Eierberg!

Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass am 5. März etwa 70 Fahrer, davon gar 3 eiserne Ladies unserer Einladung zur ersten Vorbereitungstour folgten. Allein die Berliner Fraktion um Georg Inderst umfasste 8 Pedalritter. Wir waren völlig überrascht von der großen Beteiligung und freuen uns, dass Ihr alle das lange Radfahren rund um die Elbspitze mit uns teilt. Kurz nach 8.00 Uhr klicken also 140 Pedale, es rasselten die Kassetten und es wurde reichlich geschnattert. Begleitet von unserem Videoteam 2divine-dresden welches die Elbspitze 2017 live filmen wird, ging es zügig durch die Heide in Richtung Brandenburg. Ohne Pannen und mit reichlich Wind auf die 12, steuerten wir die Q1-Tanke in Finsterwalde an. An diesem Wende-/Pausenpunkt sorgten wir für einen der wahrscheinlich umsatzstärksten Sonntagmittage des Jahres und ca. 30minütigen Dauereinsatz der Verkäuferin an der Kasse. Getankt hat derweil keiner :-)

Nach der Sause, in der wir leider einen Fahrer völlig unbewusst auf dem Klo haben sitzen lassen -sorry dafür- ging es zügig ab gen Süden und gegen 14:30 Uhr dem ersten grossen Finale der Saison 2017 entgegen. Aus der ca. 30 Fahrer umfassenden Spitzengruppe, die sich bereits 40min vorm Eierberg bildete und aus der immer wieder vergeblich versucht wurde zu flüchten, konnten sich Martin, Thomas und Robert erst auf dem letzten halben Kilometerm etwas absetzen. Im Finale hatte Robert die Nase vorn und krönte sich zum 2017er Eierbergkönig. Gratulation! So blieb das Podium trotz starkem Rüttelns am Thron durch die preußische Armee in sächsischer Hand und alle waren zufrieden. Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle die super starke Leistung unserer Mädels Angela und Jessi bleiben. Sich in einem so grossen Feld zu behaupten ist echt Spitze - Elbspitze! Hier das erste Filmchen von 2divine-dresden: Trailer Eierberg 2017 Wir hoffen ihr seid alle gut nach Hause gekommen und freuen uns auf viele Wiederholungstäter zur Heimat Light. Um dort nicht wieder jemanden irgendwo zu vergessen, bitten wir Euch dann bei etwaigem Absetzen von der Gruppe einem anderen Fahrer Bescheid zu geben.

Das ist ein Feld - Danke an Marcus Kern Das ist ein Feld - Danke an Gerald Hildebrandt Eierberg Podium 2017

[22.12.2016] Teilnehmerfeld wächst ...!

Mit der 37. Anmeldung knackt die 9. Austragung des Elbspitze-Ultraradmarathons den Teilnehmerrekord aus 2011. Martin Majer, ein uns gut bekannter Master mit reichlich Langstreckenerfahrung wird sich der Aufgabe Elbspitze stellen. Wir freuen uns über das große Interesse und wünschen allen Fahrern, Unterstützern, Helfern und Fans der Elbspitze ein frohes Weihnachtsfest und guten Start in die neue Saison.

[06.12.2016] Danke an Maris-IT we make IT

Die Flensburger Softwareschmiede Maris-IT unterstützt uns bei der kommenden Elbspitze wofür wir insbesondere Topias Thomsen, aber auch dem gesamten Team von Maris-IT zu danken haben. Maris-IT wird das neue Wertungstrikot des "Masters-Bergkönig" exklusiv auf ihr CI zugeschnitten bekommen. Masters-Bergkönig, was ist das nun wieder, fragen sich wohl insbesondere unsere Masters. Tja, wir hatten in den letzten Jahren den Eindruck, dass ihr Euch bisher bei den Bergwertungen eher zurückgehalten habt und ausnahmslos auf das Finish gefahren seid. Mit der Masters-Bergwertung werden wir Masters-Bergpunkte an die Fahrer vergeben, die die Anstiege am besten hinauf klettern. So hoffen wir auch noch etwas mehr Spannung und Würze während der Elbspitze zu schüren. Der beste Bergfahrer der kommenden Elbspitze wird dann Masters-Bergkönig. Seid gespannt!

[30.10.2016] Elbspitze 2017 - Es geht auf die Seiseralm!

Die Elbspitze 2017 wird auf der Seiseralm enden. Wir hoffen euch mit dem anspruchsvollen Kurs eine signifikante Abwechslung zu den vergangenen Jahren zu bieten. Das erste Drittel wird 2017 besonders fordernd und endet mit der langen Doppelbergwertung am Bretterschachten. Nur das optionale lange Finale am Speikkogel war bisher anspruchsvoller, als der Schlussparcours über Penserjoch, Oberrinn und Seiseralm.

Ihr könnt euch ab sofort anmelden. Wie immer lohnt sich für euch und auch für die Orga eine frühzeitige Anmeldung!

Lasst euch nicht von der Strecke abschrecken, wir sind traditionell ein starkes Team, in dem sich jeder für jeden einsetzt. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldung. Wer noch unentschlossen ist oder sich alternativ treffsicher im Frühjahr mit anderen Elbspitze-Anwärtern vorbereiten möchte, sollte die Vorbereitungstouren im Auge behalten.

[22.09.2016] Elbspitze 2017

Die Orga hat gestern getagt und sich für die Strecke der Elbspitze 2017 entschieden, die vom 30.6.2017-1.7.2016 stattfinden wird. Wir verraten nur soviel: Es sind 755 km und 11000 Hm zu absolvieren!

Die detaillierten Informationen zur Elbspitze 2017 stellen wir am 30.10.2016 online, zu diesem Zeitpunkt wird auch die Anmeldung freigeschaltet.

[14.07.2016] Die Bilder sind online

Keine zwei Wochen sind vergangen und Rene Müller kann uns seine professionelle Arbeit präsentieren. Sucht Euch die schönsten Fotos raus. Sie stehen unter diesem Link zum kostenlosen Download bereit. Dort könnt Ihr Die Bilder einzeln oder als 189 MB Zip gleich komplett runterladen.





    ... vom Elbflorenz in die Alpen - nonstop
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