Elbspitze 2021

Sicherlich werden noch einige die Erlebnisse der diesjährigen Elbspitze Revue passieren lassen. Wenn es Euch dann doch in den Nägeln brennt, einen Bericht zu schreiben, dann könnte Ihr den gern wie gewohnt auch hier online stellen.

An dieser Stelle werden wie immer Erlebnisberichte Platz finden (Mail an sirko@elbspitze.de oder jens@elbspitze.de schicken).

Es folgen die bisher eingetroffenen Berichte von

Michael

Martin

Sirko

Ronald

Die verflixte 13. Elbspitze (Michael)

Nach der Coronavariante in 2020 als rein sächsische Elbspitze sollte es in diesem Jahr wieder in die großen Berge, also in die Alpen, speziell zum Passo Manghen gehen. 777 km mit 11000 Höhenmetern waren die Vorgabe.

24 Liebhaber der besonders langen Ausfahrt, davon 13 Master (AK 45 +), sind am 3. Juli pünktlich 5 Uhr mit einer Umrundung der Frauenkirche gestartet. Schon nach wenigen Kilometern am Stadtrand von Dresden hat es Sirko, den Ideengeber für die Strecke, mit einem nicht behebbaren Defekt erwischt – sehr schade!

Auf den ersten Kilometern waren wie üblich Freunde und Verwandte als Begleitung mit von der Partie, vielleicht auch, um sich einen Eindruck für die erste eigene Elbspitze zu holen. Ich kann nur sagen: Traut Euch, Ihr werdet eine herausfordernde Tour und ein tolles Team erleben – beides unvergesslich!

Durch Erzgebirge, Böhmerwald und Bayrischen Wald ging es mit einigen Bergwertungen bei einem Mix aus Sonne und Wolken gut voran. Aller reichlich 100 km hat uns das Versorgungsteam ein Menu a la „All you can eat“ aufgebaut – feine Leistung! Mein Favorit war ganz klar die leckere sächsische Eierschecke aus dem Erzgebirge. Da im Feld auch ein Bäckermeister dabei war, konnte ich gut zum Thema Kuchen fachsimpeln, süße Ablenkung sozusagen.

In der Nachtetappe ab Erding wurden dann Material und mentales Durchhaltevermögen auf eine harte Probe gestellt. Fast 5 Stunden im Dauerregen haben uns Zeit gekostet und dem eine oder anderen auch den Nerv gezogen. Ab Jenbach in Österreich hatte das Wetter dann ein Einsehen mit uns. Zudem standen die nächsten Bergwertungen an und haben auch für die nötige innere Wärme gesorgt. In Italien noch ein letzter Halt in Sterzing und dann mit den verbliebenen 18 Teilnehmern auf zum großen Finale mit drei Alpenpässen mit insgesamt über 3000 Höhenmetern (Obergummer, Passo di Lavaze, Passo Manghen). So sah es die Tour vor, aber vielleicht war bei der recht flotten Anfahrt talabwärts zum ersten Anstieg im Finale die Konzentration nicht mehr voll da, jedenfalls kam es nach 700 km fast zeitgleich zu zwei Unfällen. Einer ereignete sich in einer Abfahrt mit zwei gestürzten Teilnehmern, der andere als Auffahrunfall auf einen SUV mit drei Gestürzten. Die Rennleitung hat sofort und souverän die Entscheidung zum Abbruch getroffen und den Focus auf die Versorgung der Verletzten gelegt. Zum Glück gab es nur bei den beiden in der Abfahrt Gestürzten Verletzungen, die sich im Krankenhaus ausschließlich als Schürfwunden herausstellten – schon fast ein großes Wunder bei über 50 km/h und einem Fahrradhelm der höchstens noch zum Puzzeln geeignet war. Jedenfalls waren am Abend alle im Hotel im Fleimstal wieder vereint. Die vielen sturzbedingt kaum mehr zu gebrauchenden Rädern waren leicht zu verschmerzen, wenn man die Tour gemeinsam im Hotel ausklingen lassen kann.

Und was bleibt von dieser irgendwie verflixten 13. Elbspitze? Eine tolle Routenwahl mit genialem Finale (bin es drei Wochen vorher schon gefahren…..), ein Wettergott, der nachts geschlafen hat, statt sich um uns zu kümmern und die tolle Versorgung mit 10 Stück Eierschecke in 24 Stunden (dann habe ich zumindest aufgehört zu zählen…).

Elbspitze (Martin)

Elbspitze - dieses Reiseunternehmen der besonderen Art klang schon immer als Mythos in meinen radsportbegeisterten Ohren.

Da ich seit jeher gerne Radberichte - am liebsten aus dem Amateurbereich - lese, kam ich als Hobbyradsportler aus dem Elbtal nicht an den emotional dichten Schilderungen und Bilder der lokalen Helden der Elbspitze oder u.a. von Petzracing vorbei.

Schon lange reifte daher der Traum, selbst mal irgendwann mitzufahren, selbst mal Teil einer solchen Radshow zu sein. Allerdings schien das lange Jahre nicht realistisch: meine Form und meine Langsteckenerfahrung waren zu wenig und ich hatte neben Familie/Beruf usw. leider wenig Zeit daran was zu ändern.

Erst allmählich, mit steigen Alter, kam eines zum anderem. Mein persönlicher Durchbruch kam 2018: die Rapha Festive500 Solo bei Nieselregen an einem Tag aus der Kalten. Das war zwar nicht schön zu fahren und ich bin hintenraus ordentlich abgestorben, aber das hat mir trotzdem so viel Selbstvertrauen gegeben und das Gefühl, das ich große Distanzen aus eigener Kraft schaffen kann.

Dieses Vertrauen trug mich dann zu den ersten V-Touren 2019 und mündete schließlich in der Anmeldung zur Elbspitze 2021.

Bevor ich auf den Anmeldung-Button klickte, bekam ich eine irre innere Aufregung zu spüren, die Selbstzweifel kamen. Schließlich sind die Anforderungen an die Mitfahrer nicht ohne, mit meinen etwas über 4,3W/kg und den 3,5tkm Trainingskilometern dieses Jahr kratze ich eher an der unteren Eignungsgrenze. Aber egal - klick - wird schon schiefgehen! Spätestens als sich Turbo-Tortenmeister Konrad dann auch noch anmeldete, fühlte ich mich beruhigt. Einer den du kennst in deiner Kragenweite und an den du dich halten kannst.

Und so stand ich da, am frühen Morgen des 3.Juli und freute mich riesig dabei zu sein - egal wie es ausgeht - und einige aus den Berichten oder Stravapostings bekannte Gesichter in echt zu sehen. Schneller als gedacht ging es nach der Fotosession los. Mein Plan war so einfach wie simpel - Körner sparen, Spaß haben und defensiv fahren.

Die ersten Meter vergingen wie im Fluge, nur unterbrochen vom kaputten Schaltauge an Sirko's Rad. So ein Pech, hatte ich mich doch auch auf seine trockenen Kommentare gefreut. Abgehakt - das Feld musste weiter gen Süden. Allerdings fühlte ich mich nicht ganz da. Erste Zweifel kamen auf, da ich leider im Vorfeld einen leichten Infekt von meinen Kindern abbekommen hatte. Ob ich das ganze durchstehen kann? Aber da auch ein DNF schon ein Erfolg für mich wäre, entspannte ich mich und schaltete einfach den Kopf aus, zu herrlich ist dieses dahingleiten in der Gruppe mit Gleichgesinnten.

Das Erzgebirge war so schnell abgearbeitet und wir knallten bei herrlichstem Radwetter durch das böhmische Becken mit leichtem Seitenwind und 35ger Schnitt. Vorne ackerten die Lokomotiven Bolzer und Paul unermüdlich. Die Stimmung war super - ich konnte im Feld mit dem ein oder anderen Mitfahrer Bekanntschaft schließen - so verging die Zeit wie im Fluge.

Thomas kam ab und an mal angefahren, checkte meinen Zustand als Neuling ab und mahnte keine Körner sinnlos zu verschenken, er wusste genauso wenig wie ich, was von mir im Rahmen dieser Unternehmung zu erwarten war. Mir ging es fortan immer besser und ich fühlte mit in der Gruppe super aufgehoben.

Ich bekam aus dem Feld den Hinweis: Wenn du gut bis über den Bayrischen Wald kommst, dann sind deinen Chancen auf die Alpen sehr gut. Also freute ich mich auf die ersten bayrischen Anstiege und auf die darauffolgende größere Pause. Was für ein Schlemmfest das war.

Highlight des Nachmittages/Abends waren dann das 40km Zeitfahren einiger starker Fahrer. Beeindruckend, was die nach 350 km aus ihren Körpern rausholten. Das Feld staunte über Vincenz, der das offenbar aus reiner Lust an der gefühlvollen Komplettzerlegung bestritt und sich ordentlich abschoss und dann die nächsten langen km ziemlich grau aussah. Ich fühlte mich plötzlich so vernünftig!

Bei der nächsten Schlemmerpause vor der Nachtfahrt schnappte ich einige Gespräche über die Regenwahrscheinlichkeit der kommenden Nachtetappe auf. Von - gar nicht - bis - Starkregen - war alles dabei. Die Rennleitung empfahl die Regenjacken einzupacken. Es ging los und alsbald darauf roch man schon die ersten Tropfen und kurze Zeit später waren wir nass, es schüttete stellenweise aus Eimern. Im Feld kein Mucks, fast schon meditativ. Alle ertrugen ihr Schicksal stoisch so gut es ging, es konnte ja gleich aufhören! Es ging 5 Stunden.

Ich habe mir nicht gemerkt, was mir alles bei dieser Nachtfahrt durch den Kopf ging, aber ich ertappte mich dabei mehrmals das gleiche zu denken, wie in einer Wiederholungsschleife. Sogar das Gehirn schaltet auf Standby bei solchen Bedingungen. Dummerweise stellte sich meine Sehbrille als großes Handicap heraus, die war durch den Regen von innen und von außen stark beschlagen. Ich sah nur die Vordermannrücklichter als matschige große rote Flecken. Die Straße sah ich nicht. Ich fügte mich und fuhr zu großen Teilen die Linie meines Vordermannes im blinden Vertrauen, das der etwas erkennen konnte. Allerdings scheffelte ich so ne Menge Zusatzwasser, was mir aber egaler war als ein Sturz auf den nassen Straßen.

Durch die so stark erhöhte Konzentration verspürte ich zu keinem Moment so was wie Müdigkeit, die vorher angedrohten Einschlafprobleme gab es bei mir nicht und vermutlich auch nicht bei den anderen. Als wir endlich dann in den frühen Morgenstunden die Pause erreichten waren wir alle komplett durch, hier merkte ich wie sau anstrengend diese regnerische Nachtfahrt gewesen war. Erstmal alles aus und neu anziehen, ein paar Schnitzel mit Rührei essen und ein 5min Powernap. Jetzt sah die Welt schon anders aus und der Regen hatte auch aufgehört. Es wurde hell, die Wolken verzogen sich, die Innsbrucker Berge kamen raus, geil! Wir waren in den Alpen!

Allerdings machte sich ein bis dato unbekannter Schmerz aus dem Unterbauch breit, ich musste mal dringend auf's Klo. Dummerweise gab es bei der Pause kein Klo und so spekulierte ich auf die kleine Pause beim Sammeln nach der kommenden Bergwertung am steilen Kleinvolderberg. Schon im unterem Steilstück dieses Berges waren die Schmerzen nahezu unerträglich, ich konnte nicht mehr tief atmen. Ich ließ abreißen - mit dem Wissen das somit auch mein 3ter Platz bei der Masters Bergwertung futsch ist - und fand ein geduldiges Gebüsch. Welche Wohltat einen solchen schönen Anstieg schmerzfrei hochfahren zu können, das war mein (im Nachhinein betrachtet) schönstes Erlebnis bei der ES!

Es ging weiter über die "bekanntermaßen beschwerlichen Ellenbögen" am Brenner die erneute Bergwertung, die ich herrlich straff mitfahren konnte. Ich fühlte mich fit und stark und freute mich riesig auf die Endanstiege; wo ich alles geben wollte was ich noch hatte. Leider kam es dann völlig unverhofft auf einer recht schnellen Abfahrt ins Eisacktal direkt vor mir zu einem Sturz. Wir fuhren im hinteren Teil des Feldes, meine Vordermänner touchierten sich und rutschten bei ca. 60kmh auf die Straße. Gottseidank hatte ich einen Abstand gehalten. Die Situation ging bei mir wie in Zeitlupe ab. Bloß keine schnellen Lenk oder Bremsbewegungen, dachte ich mir und ich schaffte es gerade noch so auszuweichen. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn ich drüber gefahren wäre und mich überschlagen hätte. Bei der Geschwindigkeit Bergrunter gibt es kaum noch Bodenhaftung, mein Sicherheitsgefühl Abstand zu halten hatte Recht, gerade nach so einer zehrenden Nachtfahrt!

Tief erschrocken und angstvoll sah ich, wie beide Männer anscheinend leblos auf der Straße lagen, das war schon ein Schock! Es dauerte einige Zeit bis diese Gottseidank aufstehen konnten und sich auf den Bürgersteig von den herbeieilenden Helfern setzten ließen. Der Arzt war auch sofort da, die beiden erholten sich schnell wieder und wurden aber zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die verbliebenen Fahrer und die Helfer schauten sich geschockt, aber auch etwas erleichtert an. So schnell kann es gehen. Wie konnte das passieren?

Holger als Rennleiter sprach es ziemlich sofort aus: Das Rennen wird abgebrochen! Ich fühlte für einen kurzen Moment Traurigkeit aufblitzen. Was? Jetzt keine Alpenpässe mehr? Die ES sollte doch jetzt erst richtig los gehen?

Das Abtrauern dauerte aber nur kurz, ich bemerkte auch wie ich von der plötzlichen Situation geschockt war und wie knapp ich davongekommen bin. Mein tiefer Respekt geht hier an Holger der hier absolut richtig und klar gehandelt hatte. Ein beeindruckender Mann.

Kurz darauf ereilte uns die Nachricht, das bei den Fahrern, die vorne im Feld weitergefahren waren und nichts von dem Unfall mitbekommen hatten, es auch zu einem Unfall in einem Kreisverkehr gekommen war. Ochnee! Es gab aber Gottseidank nur Materialschaden, dafür aber deftig, vor allem beim Konrad! Das tat mir sehr leid!

Was sind schon egoistische Ambitionen an den Alpenpässen wenn die Sicherheit aller auf dem Spiel steht. Ich konnte den Abbruch absolut akzeptieren und ließ mein Rad nicht ohne Wehmut in das Transportauto packen. Die ES ist hier also zu Ende nach 699km. Ich merkte wie geschafft ich war, nachdem der Renndruck weg war und freute mich jetzt auf das Hotel und auf ein kühles Bierchen.

Das schmeckte auch hervorragend im Kreise der Mitstreiter und wir sahen besorgt zu, wie das Wetter sich wieder verschlechterte und über den Pässen zuzog, waren doch noch Fahrer unterwegs die zum Hotel über die Pässe mussten.

Erst als diese dann glücklicherweise auch angekommen waren und die Verletzten aus dem Krankenhaus wieder entlassen und wieder lachen konnten, entspannten sich alles spürbar und es gab viel zu erzählen. Was für ein Finale!

Nach einem guten Schlaf und kräftigen Frühstück war ich sehr überrascht, wie fit ich mich fühlte. Keine großen Schmerzen oder Wunden. Die V-Touren waren da schon gefühlt irgendwie anstrengender, bin ich diese ja auch alleine gefahren. So eine Gruppenfahrt ist schon sehr angenehm.

Alles in allen war es schon sehr geil! Gemeinsam solche Abenteuer zu erleben, eingebettet in eine wirklich sehr tolle Organisation ist schon was sehr Großartiges. Ich habe das Gefühl, irgendwie auch gewachsen zu sein und ich bin dankbar über die vielen sehr angenehmen Gespräche nicht nur über Taktik auf der Langstrecke, Bergsprints und Essenstrategie.

Mal schauen was sich mit dem so abgezapften und praktizierten Wissen in Zukunft noch alles anstellen lässt!

Elbspitze (Sirko)

Nach Rekordverdächtigen 8 km bis zu meinem ersten DNF stellen sich eine Hand von Fragen, viele davon sind leicht zu beantworten. Chronologisch lief das ganze etwa so ab: ab Goppeln bemerkte ich, dass die kleinen Gänge nur noch widerwillig reingehen, mit etwas Kraft ging es, jedoch kurze Zeit später drückte ich dabei das ganze Schaltwerk in die Speichen, Schaltauge abgerissen, Kette hatte sich in den Plasteschaltkäfig reingeklemmt und diesen fast gänzlich zerissen.

Die Idee ein Ersatzschaltauge mitzuführen hatte ich vor Jahren mit der Hilde erörtert, es fehlt. Nun stehe ich da, mit mir das ganze Feld. Das einzige was sofort klar scheint ist, dass das Feld weiterollen muss.

Thomas meint, ich soll irgendjemanden kontaktieren, der mir einen meiner anderen Böcke bringt. Ich sage, dass es keinen anderen Bock gibt, dass das Cube als Zeitfahrrad ohne Vorderrad im Keller steht. Dass das egal sei stimme ich nicht zu, die Sitzposition ist nicht langstreckentauglich, die Bremsen sind nicht feldtauglich. Mein Arbeitsrad ... nee.

Damit trennen sich unsere Wege. Halbherzig tätige ich einen Anruf bei meiner schwangeren Frau aufs Handy, hört sie zum Glück nicht, ich breche auch schnell ab. Die hebt mir bestimmt keinen nichtexistenten Bock in das Auto, welches voll Urlaubsrümpel ist. Es ist einfach vorbei.

Meine lieben Eltern werden mir meinen Sack von der Bergwertung abholen, ich werde das Plasteding reparieren, und dann werden meine Frau und ich und das Plasteding uns einen Tag eher in unseren Schwarzwaldurlaub begeben. Für mich ein völlig konsistenter Plan, denn ich freu mich vor allem auch auf Radfahren im Schwarzwald. Die Helferfahrzeug sind mit erfahrenen Helfern in adäquater Stückzahl besetzt, es sind weiterhin 3 von 4 Orgas dabei, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Als Helfer und fünftes Rad an Wagen einen Aussteigerplatz im Begleitfahrzeug zu blockieren halte ich für nicht schlau, meine Meinung wird nicht selten als konträr betrachtet und ich erachte sie als verzichtbar.

Gegen 7:20 Uhr treffe ich mit der 61 in Bühlau ein, beginne umgehend mit der Reparatur des Plastedings. Während der neue Alu-Plaste-Schaltwerkkäfig in Sandwitchstruktur im Backofen vor sich hin härtet, fällt mir die beste Lösung des ganzen Problems ein (nein, ich werde das Plasteding nicht verkaufen und in Zukunft nur noch zuverlässige Räder fahren): Ich hätte Sten fragen können ob er mir seinen Bock leiht und mich wieder zum Feld fährt. Zu dem Zeitpunkt reitet die Elbspitze in Zatec ein. Solche Lösung kommen mir zumindest nicht spontan, solche Szenarien muss ich vorher durchgespielt haben. Es ist einfach vorbei

Beim Zusammenbau des Schaltwerks wird mir auch klar, dass vertauschte Schaltröllchen vermutlich die Hauptursache des mechanischen Defekts war. Nachdem ich die Kette falsch rum vernietet hatte, hatte ich (erfolglos) versucht die Kette in sich zu drehen und dabei den Käfig geöffnet, das Plasteding trifft keine Schuld. Ich hatte selbst gegen eine der wichtigsten Regeln verstoßen: keine Wartungsarbeiten kurz vor dem Wettkampf.

Am Abend checke ich nochmal das Wetter, es sieht noch schlechter aus als noch am Freitag simuliert, es wird eine schwere Nacht für das Elbspitzfeld und ich sage meinem Arbeitskollegen Sylvio Feldstürze in der Nacht vorraus. Am morgen danach schaue ich mir die Chronik des Regenradars an, es war nochmal ein Stück schlimmer, als es am Abend absehbar war. Umso erfreuter bin ich, dass im Liveticker nichts von Stürzen steht, nur von Zeitverzug ... eigentlich mein Thema ... aber ich stecke nicht in der Haut der Teilnehmer. Aber ich weiß, dass wir 2010 auch viel Zeit geopfert hatten, um nicht unnötig im Nassen zu fahren, und es war richtig.

Während der Urlaubsanreise erreicht mich die Nachricht des Rennabbruchs. Nur spontan bin erstaunt über die Entscheidung und erörtere es mit meiner Frau. Zwei unabhängige Stürze mit derartigen Folgen sind kein Zufall. Andererseits ist erst die Hälfte des Eisacktals überwunden. Ganz objektiv: Für den äußeren Betrachter ist ein enormes Risiko mit der Weiterfahrt des Feldes verbunden, und ich bin froh dass die Entscheidung so getroffen wurde. Aus organisatorischer Sicht war die Situation nicht anders zu handhaben (Leute im Krankenhaus, verbleibende Eisacktal-Kilometer, Finale im Regen bei niedrigen Temperaturen auf den Pässen, Zeitverzug), andererseits nahm ich erfreut zur Kenntnis, dass eine Hand voll Fahrer die Strecke bis zum Hotel eigenverantwortlich weitergefahren sind und damit die Idee der Elbspitze konsequent "gelebt" haben.

Wäre ich als Fahrer dabei gewesen, wäre ich sicherlich zu Ende gefahren und hätte ggf. auf eine Rennverkürzung auf Passo Lavazze plädiert, aber wie gesagt, als Fahrer mit nicht so klarem Geist wie als Außenstehender. Klar ist auch: mit mehr als 200000 Mannkilometern bei Elbspitzen überwiegend als Gruppenfahrt ist es nur ein Frage der Zeit, bis doch ein folgenträchtiger Unfall passiert, es ist also nicht unerwartet. Umso glücklicher bin ich, dass die Orga und die Teilnehmer diese Situation, als sie nun also eintrat, vernünftig und gut bewältigt hat.

Als Streckenplaner muss ich auch folgendes Resumé ziehen: Es sollte in Zukunft vermieden werden, mit dem Feld auf dem letzten Abschnitt eine lange Talabwärtspassage zu fahren, es war ein Novum - ähnlich wie die beiden flachen Nachtabschnitte - und es ist nicht wiederholenswert. Ohne Kreislaufbelastung ist der Kampf gegen Müdigkeit schwierig.

Nun, nach einer schönen Tour zum Rinken und einem klassischen nassen Feldbergsolo, die letzte Frage, ob ich die Entscheidung, die ich hinter Goppeln traf - und nach allem was passierte - wieder treffen würde: ja.

Elbspitze (Ronald)

Vorfreude ist die schönste Freude. In diesem Jahr hatte ich fast nur eine Woche etwas von der Vorfreude auf die Elbspitze. Meine Anmeldung schickte ich ca. eine Woche vor dem Start los. Der diesjährige Sommerplan war für mich eigentlich anders. Am Elbspitzwochenende wäre in der Schweiz der Engadiner Radmarathon gewesen, aber ein bekannter Virus veränderte dort auch die Bedingungen und die eigentlich wunderschöne Strecke dort. Der italienische Teil wurde herausgenommen. Also Plan ändern? 3 Wochen vorher noch fix die V5 ins Riesengebirge als Gruppenfahrt und dann dadurch wieder sehr mit dem Elbspitz Virus infizieren lassen? Hat ja auch funktioniert. Auch dieser V5 Tag war wieder einmal herrlich. Also stand der mentalen Schnellreifung im Kopf für die 3. Teilnahme wohl nix mehr im Wege.

Die Beschäftigung mit der Streckenführung wurde nun wieder mehrmals im Kopf aufgerufen. Und der letzte Teil diese Edition wäre für mich auch was komplett Neues und Unbekanntes auf dem Rad geworden.

Abreise hier aus Thüringen war dann der Samstag um 01.00 Uhr in der Nacht nach Dresden. Die Nacht davor bekomme ich ja sowieso keinen richtigen Schlaf hin. So konnte ich dann als Beifahrer ein wenig im Auto rum schlummern. Gegen 03.30 Uhr Ankunft auf der A4 am Dresdner Tor. Kaffee, Frühstück und dann weiter zur Frauenkirche.

Morgendämmerung in der Dresdner Innenstadt. Sehr geiles Bild! Schön wieder bekannte Gesichter zu begrüßen. Belehrung von der „neuen“ Rennleitung für die anstehenden 777 Kilometer + 11.000 Höhenmeter, Gruppenfoto, die Runde um die Frauenkirche und los. Einige kurzzeitige Radbegleiter führten uns wieder durch Dresden raus Richtung Erzgebirgskamm.

Keine 5 Kilometer und schon der erste Kracher an Sirko´s Plasteding. Schaltungsabriss und leider der Ausfall. Richtig Scheiße!

Weiter ging es ins Erzgebirge und runter nach Tschechien runter Richtung Böhmer Wald und Bayerischer Wald. Mir ging es gut, die Gruppe funktionierte wie immer top. Tobias und Paul waren hier unsere Lokomotiven. Danke.

Wetter wurde immer besser und sommerlicher. Passt. Sonnenspray nach dem ersten Frühstückshalt in Tschechien. Weiter Richtung Plzen ins Böhmische Hügelland. Alle Bergwertungen bis dorthin für ich auch immer in „meinem“ zügigen Bergtempo. Und eigentlich auch immer mit Frank zusammen. Bis „kurz“ vor der Bergwertungsfahne. Dann halt immer kurz hinter Frank. (lachh) Saustark Frank, Glückwunsch dafür. Vom Böhmer Wald in den Bayerischen Wald. Allein dort 4 Bergwertungen!! Sebastian knallt die Dinger auch immer übelst hoch! Hat Spaß gemacht. Mit Ausnahme der absolut nervigen LKW-Oldtimer Rally bergauf Richtung Sankt Engelmar. In Sankt Engelmar Abendbrot im Sonnschein und die Nachtelektrik Montage.

Weiter ins bayerische Holland mit der 40 Kilometer Zeitfahr Sonderwertung und zum nächsten Ziel nach Erding. Respekt für die TT Teilnehmer und auch Glückwunsch an Thomas für diese Sonderwertung. Er hatte ja auch das RATA eine Woche vorher in seinen Beinen!

Die NACHT! Nachtpause in Erding noch am Samstag gegen 23.00 Uhr. Regen wurde uns durchgesagt und somit auch das Equipment dafür anziehen oder mitnehmen. Wird es nur nen Schauer? Nieselt es? Oder, oder, oder…

Aufbruch in die Nachtetappe und durch das mit Volksfest stimmungsgeladene Erding. Von vielen Seiten wurden wir im Dunklen angefeuert und an den Ampeln mit erhobenen Erdinger Gläsern begrüßt. Sehr lustig und natürlich auch motivierend für DIESE lange und flache Nacht durch´s holländische Bayern oder bayerische Holland. Auch kam ab und an die Frage wo wir herkommen! Die Antwort: DRESDEN, war sogar für die alkoholisierten Nachteulen unglaubhaft. Vielleicht dachten die ja auch, dass WIR etwas FALSCHES zu trinken bekommen haben. Aus Erding raus, fing es langsam an zu nieseln. Das war auch noch total angenehm. Temperatur auch noch absolut OK. Mit jedem Kilometer weiter wurde es feuchter. Das Kommando zum Anhalten kam, Regenjacken anziehen und weiter. Regen, Regen, Regen, Mal mehr, mal weniger und auch mal ganz viel. Die ganze Nachtetappe. 4 Stunden sollten es werden. An München und Miesbach vorbei, Tegernsee, Aachensee komplett von oben und von unten die Brühe.

War auch ein sehr spannendes Bild, wie wir uns in unseren Lichtern und dieser Gischt vorwärtsbewegten. Konzentration muss ja bei solchen Verhältnissen auch extrem hochgehalten werden. Eventuelle Löcher oder Risse im Asphalt waren jetzt schwer erkennbar im Feld. Kurven oder Abbiegungen wurden schon sehr vorsichtig und defensiv angegangen. Gut so.

Nach dem Aachensee durch Maurach, die Aachenkanzel und runter nach Jenbach zur nächsten Pause. Temperatur ging bis 9Grad runter. Der Regen war hier zwar weg, Straßen noch nass, aber die lange Abfahrt runter nach Jenbach war Arschkalt. Arme und der Oberkörper schlotterten. Hier kam mir der 2018er Ötztaler in den Sinn, als ich wegen Regen und Temperaturen (2Grad) schon am Kühtai und runter nach Innsbruck dann das Radl abstellen wollte! Links und rechts einiges an Carbon Salat an den Leitplanken!! ABER, es ist wie immer in so einer herrlichen Gruppe, weiter geht´s und jetzt hier am Sonntagmorgen gegen 03.30 Uhr war es trotzdem nicht ganz so dramatisch wie 2018 beim Ötzi. Ein kurzer Verfahrer in Jenbach und wir kam an der Pausenstation an. ABER, die Hütte war zu!?! Wahrscheinlich rechnete dort in Jenbach nach SO einer Nacht mit unserer Ankunft!?! Also alles draußen auf dem Fußballplatz erledigen, Sonntag 04.00 Uhr mitten im Ort. Aufwärmen war schwierig. Umziehen, essen und trinken. Das Notstromaggregat lief die gesamte Zeit. Aber scheinbar stört es keinen Einheimischen im Ort. Die Klamotten patsch nass und alles klebt an einen. Mütze auf den Kopf, essen und trinken.

Vorbereitung für den vorletzten Abschnitt. Der Regen war vorbei, aber die Straßen noch nass. Start in´s graue Inntal und weiter in die Dolomiten. Ich hab´ mich mal sehr an dem cleveren Nässeschutz der Müllbeutelhose vom Thomas erfreuen können. Warm war mir und auch den anderen auch nicht. Von der Straße spritzte es noch hoch. Es wurde aber auch besser. Durch das Inntal bis Volders dann die erste Bergwertung am Sonntagmorgen. Ne schöne Rampe, aber in dem Kaltmodus sehr schwierig zum „rein kommen“. Egal hoch. Sebastian knallt mal wieder krass dort hoch. Max und Jan hinter her. Frank, Fiona und ich hinterher. Die Dampflok (wegen der Geräusche) kündigte sich ja selbst bei Frank und mir so an. Lächeln dafür und danke Fiona für die „kleine“ Abwechslung dafür an dieser Rampe. Oben wieder sammeln und weiter. Es war noch immer kalt und feucht. Die Sonne kam noch nicht und das Inntal unter uns lag im Nebel und Wolken. Unendlich wellig weiter nach Matrei am Brenner und über den Brenner auf der alten Brennerstrasse. Die Bergwertung Brenner war für mich irgendwie „egal“. Die Dolomiten waren jetzt in meinem Kopf. Mein Tempo und immer schön an der Seite vom Bolzer und den Anderen.

Ein unglaublich dichter und nerviger Verkehr hier in Richtung Brixen. Einzeln hinter einander wurden wir auch öfters mal durch reindrückende Autos und Motorräder „auseinandergerissen“. So dann wohl auch nach Brixen rein. Hier waren wir 2 Gruppen. Unsere Gruppe fuhr hier in der Stadt und dem hohen Verkehr Richtung Bozen.

Runter nach Sterzing. Pause und Vorbereitung für den letzten Abschnitt in die Dolomiten. Noch 60 Kilometer flach bergab in der Gruppe und dann die letzten 3200 Höhenmeter auf ca. 70 Kilometer!! Sonne kam raus, herrlich warm wurde es. Zum späten Nachmittag wurden auch Gewitter und Niederschläge vorhergesagt.

Ein kurzer „Abbieger“ in Brixen und wieder zurück auf den Track. Thomas, Marcus und Bolzer fuhren mit einer kleinen Lücke vor uns in einen Kreisel und gleich rechts wieder raus. Alles gut. Wir, der Rest, sahen wie ein Chrysler Jeep von uns aus links in den Kreisel fuhr, an uns vorbei und auch in dieselbe Richtung aus diesen Kreisel raus beschleunigte. Alles gut. Wir fuhren direkt hinter diesen Jeep aus diesem Kreisel. Ca. 30 Meter nach diesem Kreisel ein Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen auf der Straße. Auf der anderen Straßenseite stand auch ein Fußgänger. Auf der ANDEREN STRASSENSEITE!! Vollbremsung und plötzlich stand der Jeep vor uns wie eine Schrankwand!!! Unsere kleine Dreiergruppe hatte keine Chance und touchierte noch den Jeep. Von hinten sahen es Fiona, Frank, Michael und Uli. Ich schlug mit dem Kopf und Rücken auf, kurz war die Luft weg. Aber nach 2-3 Minuten war es für solch eine Situation aber wieder OK. Keiner von uns Dreien hatte nennenswerte Körperschäden. Glück gehabt!!

Da ich aber kurz danach noch auf der Straße und noch im Pedal eingeklickt auf der Straße lag und erst mal nicht selbst hochkam, wurde es auch telefonisch so an die Rennleitung durchgegeben. Hier erfuhren wir vom Abbruch der Elbspitze ca. 5 Minuten vor unserer Misere. Am Ortseingang Brixen gab es einen Zweiten und schlimmeren Sturz in dieser Gruppe. Es muss wohl auch sehr schlimm anzusehen gewesen sein. Aber, GOTT SEI DANK, konnten Beide wieder nach Durchsicht und Check im Krankenhaus Brixen wieder mit uns am Abend zusammensitzen.

Hautabschürfung und auch „nur“ Materialbruch. Mehr in die Details möchte ich hier auch gar nicht gehen. Ich bin absolut froh, dass alles so ausgegangen ist und wir wirklich am Abend ALLE zusammensaßen. Dem Jeep Fahrer kann man dann ja eigentlich auch keine richtige Schuld geben. Wahrscheinlich muss in Italien an einem Zebrastreifen und Fußgänger an der Seite angehalten werden. Auch rechnete er auch nicht damit, dass wir so dicht hinter ihm waren. Und das ist ja dann auch unsere eigene Nachlässigkeit. Er hielt auch an und erkundigt sich nach unserem Befinden. Als Teilnehmer am Straßenverkehr ist es ja nun auch nicht ausgeschlossen, dass es zu solchen Umständen kommen kann, egal auch mit welcher Art von Fahrzeug. Die Konzentration immer auf das Maximale hochzuhalten ist ja nun auch auf solchen langen Distanzen unmöglich. Und hier ist es auch egal, ob es auf dem Rad, im Auto oder Motorrad geschieht. Wir alle waren ja auch heilfroh, dass die „besondere“ Nacht davor ohne Zwischenfälle vorbeiging.

Das Ganze schweißt dann wohl auch die Gemeinschaft um einiges enorm zusammen. Man(n) und Frau lernt sich hier dann auch mal „anderes“ kennen. Unser Abtransport mit den Rädern zum Hotel ins Val di Viemme vom Brixener Kreisel mit den Helferfahrzeugen klappte unglaublich schnell und gut. Danke an die Helferinnen und Helfer dafür. Eine absolute Erleichterung auch bei mir, als wir erfuhren, dass es den anderen 2en auch gut geht und keiner im Krankenhaus bleiben musste.

Ein Teil unserer Gruppe nahm sich den letzten Teil über den Obergummer und dem Passo di Lavaze und runter ins Fleimstal auf dem Rad vor. Jetzt nun leider nicht mehr im Wettkampftunnel. Dem vorhergesagten und eingetroffenen Regen kamen sie aber leider nicht davon. Sack nass und schlotternd am ganzen Körper kam sie am späten Nachmittag unter unserem Empfangsjubel am Hotel an. Respekt! Dieses Nachmittag Wetter hätte uns alle dann ja auch komplett erwischt. Und die Abfahrten der 3 letzten Pässe (Rampen) waren dann mit dieser Nässe auch nicht zu unterschätzen!

DIESES Wochenende und DIESE Elbspitze ohne Finale bleiben wohl immer in meinen Gedanken! Auf der Heimfahrt am Montag im Helferauto Alex, bedankte ich mich auch noch einmal sehr bei unseren Helfern Holger, Sven und Stephan. Danke auch natürlich an alle anderen Helfer und Organisatoren bei dieser Durchführung der 2021er Elbspitze. Denn das ist auch einer meiner Gründe, warum ich dieses spezielle Gruppen Event sehr mag. Ohne diese Helferinnen und Helfer, Fotografen Philip, Rennleitung, Organisatoren dieser Veranstaltung ist solch ein Event nur die Hälfte wert! DANKE an alle.

Die eigentlichen Leistungen an den Bergwertungen, die Zeitfahr-Sonderwertung für die freiwilligen Teilnehmer oder auch die Arbeit als Lokomotive vom Bolzer und Paul gehen natürlich nach solchen ungeplanten und ungewollten Ereignissen in Brixen unter. Respekt an Alle!

Ich weiß ja auch nicht, wer diese Berichte liest! Aber egal, vielleicht kommt DIE oder DER ein(e) oder andere auf den Gedanken oder Stimmung, sich für diese Art eines Rennradwochenendes in die Alpen in der Gruppe zu motivieren! Unvergessliche Momente und Emotionen sind vorprogrammiert und garantiert!! Also…….





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