ElbSpitze 2016 - Mangart - 745 km & 11.000 Hm

Elbspitze heißt, sich im Team den Elementen des Radsports zu stellen: Berg, Wind und Zeit. Unser Anspruch ist es, dieses Vorhaben mit einer attraktiven Strecke dennoch so einfach wie möglich zu gestalten. Für die wenigstens war das Ziel der kommenden Elbspitze absehbar, vielen sind der Mangrt oder allgemein die Schokoladenseite der Ostalpen, die Julischen Alpen in Slowenien, unbekannt. Dabei bietet sich uns ein kaum vergleichbares Landschaftserlebnis mit in Expertenkreisen namhaften Bergstraßen: der Maustraße zum Mangrt und dem Vrsicpass mit seinen Pflasterpassagen.

Damit ergibt sich 2016 eine abwechslungsreiche Strecke, bei denen auch die insgesamt 10 Anstiege das gesamte Steigungsspektrum abdecken. Auch wenn weite Abschnitte zum gemütlichen Rollen im Feld einladen, ist diese Elbspitze eindeutig den schwierigeren zuzuordnen.

Abschnitt 1: 145 km, 12 Hm/km

Nach Start um 5 Uhr an der Frauenkirche in Dresden führt uns die Strecke direkt zum Erzgebirgskamm, an dem in Moldava die erste Bergwertung ausgefahren wird. Die verbleibenden 100 km dieses langen Abschnitts sind leicht welliges Rolleur Terrain, was erfahrungsgemäß keine Hürde für das Feld darstellt

Abschnitt 2: 110 km, 11 Hm/km

Wir bleiben auf der Bundesstraße 27 und durchqueren Plzen. In diesem Abschnitt wird die Strecke noch flacher. Unter normalen Umständen wird hier 31 km/h im Schnitt gefahren. Die Sprintbergwertung in Plasy biete Abwechslung und auch schwereren Fahrern die Chance auf ein paar Bergpunkte.

Dem Genussmotto folgend verlassen wir die bekannte Elbspitzroute bereits in Klatovy, um neuen Kurs nach Süden in den Böhmerwald zu nehmen. Bevor es zur Pause geht, steht die Bergwertung Drkolna im Weg, bei die Straße 200 Hm ohne Kurve ansteigt.

Abschnitt 3: 111 km, 15 Hm/km

Der folgende Abschnitt stellt neben dem Finale den reizvollsten Abschnitt der Strecke dar. Das tiefe Otavatal leitet uns zum Beginn des 543Hm-Anstieges hinauf in den Böhmerwald. In Kvilda - gewissermaßen dem Herzen des Böhmerwaldes - nehmen wir wieder Kurs auf Deutschland auf einer kleinen Waldstraße durch das Quellgebiet der Moldava. Die Begleitfahrzeuge müssen zwischen Kvilda und Freyung eine andere Strecke wählen, wir bitten darum, ein Reparaturset mitzuführen.

Abschnitt 4: 108 km, 7 Hm/km

Harmonisches in-die-Nacht-Rollen auf topfebenen Parcour steht an. Bei dieser Elbspitze gibt es keine Nachtbergwertungen bei Salzburg, stattdessen werden Kräfte und Kilometer gespart für die anstehenden Herausforderungen.

Abschnitt 5: 116 km, 21 Hm/km

Der zweite Nachtabschnitt steht im krassen Gegensatz zum ersten: Zunächst noch flach steigt die Strecke in Richtung Radstadt dann merklich an. Kurz hinter Radstadt wird die Sonderwertung eröffnet werden. Diesmal werden die Punkte am Radstädter Tauernpass und dem Katschberg zusammengezählt, bei Gleichstand entscheidet die Platzierung in Katschberg. Während zuerst fast 900 Hm überwunden werden müssen, stehen am Katschberg hohe Steigungsprozente an, was die Anwärter der Elbspitze zur Montage einer vernünftigen Übersetzung (34-28) bewegen sollte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass beide Bergwertung bereits wieder im Hellen stattfinden. Vergesst nicht, euch für die anstehende Morgenpause und die Nachtpause eine Decke einzustecken!

Abschnitt 6: 75 km, 5 Hm/km

Der vorletzte Abschnitt ist das retardierende Moment, abwärts führend und kurz dient sie dem Gros des Feldes der Erholung, den Anwärtern auf das Rote Trikot hingegen bedeutet es nochmal Schwerstarbeit.

Abschnitt 7: 84 km, 38 hm/km

Das Finale der Elbspitze 2016 ist wenig schwer. Der Wurzenpass zwar ist extrem steil mit einer 140 Hm Rampe mit fast 20% Steigung, aber relativ kurz. Bereits am Vrsicpass sollte man, sofern man nicht im Kampf um Wertungstrikots verwickelt ist, tatsächlich die Augen nach allen Seiten öffnen und genießen. Es wird gesagt, dass die Nummerierung der 24 gepflasterten Kehren Vorbild für die Nummerierung der Kehren in Alp d'Huez war. Auf der Abfahrtsseite geht es mit 25 Kehren weiter, die hinab in das grüne Socatal führen.

Der Endgegner bietet fast 1400 Hm Kletterfreude bei gleichmäßiger Steigung und dem krönenden Finale zu Fuße des Mangrt. Wenig selektiv, aber für eine Spitzengruppe - sofern sie es zusammen über den Wurzenpass schafft - sicherlich eine spannende Situation im Kampf um das Gelbe bzw. Blaue Trikot.

ACHTUNG: Am Schlussberg befinden sich zwei lange, unbeleuchtete Tunnel. Bitte denkt unbedingt an die Beleuchtung auf dem Schlussabschnitt!

BergwertungStreckenabschnittLängeHöhenmeterSteigungSchwierigkeitBergpunkte
Moldava@ 47 km4.80 km215 Hm4.48%9.6 P10-5-3-2-1
Plasy@ 163 km2.00 km95 Hm4.75%4.5 P5-3-2-1
Drkolna@ 237 km3.52 km253 Hm7.19%18.2 P10-5-3-2-1
Zhuri@ 277 km7.57 km543 Hm7.17%38.9 P20-15-10-5-3-2-1
Passau@ 354 km5.80 km236 Hm4.07%9.6 P10-5-3-2-1
Radstädter Tauernpass@ 550 km12.58 km801 Hm6.37%51.0 P20-15-10-5-3-2-1
Katschberg@ 582 km4.78 km583 Hm12.20%71.1 P20-15-10-5-3-2-1
Wurzenpass@ 671 km5.46 km505 Hm9.25%46.7 P20-15-10-5-3-2-1
Vrsic@ 690 km9.62 km789 Hm8.20%64.7 P20-15-10-5-3-2-1
Mangrt@ 745 km15.95 km1390 Hm8.71%121.1 P30-20-15-10-5-3-2-1
GESAMT72.08 km5410 Hm7.51%435.5 P165

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