Elbspitze 2013 - Berichte

Die Elbspitze 2013 ist Geschichte. 13 Fahrer haben das Ziel erreicht, viel mehr als wir erwartet haben. Wir haben 760 km und 12000 Hm gemeinsam gelitten und genossen bei besten Bedingungen. Wir danken an dieser Stelle unserem herausragenden Begleitteam, was uns den Ritt erneut viel einfacher gemacht hat als man sich das vorstellen kann. Genauso wichtig sind unsere Sponsoren, welche die Elbspitze finanziell bzw. materiell überhaupt möglich machen, herzlichen Dank!

Wir hoffen wie immer, dass an dieser Stelle sich noch einige Erlebnisberichte der Elbspitze ansammeln können. Lasst die Tastatur glühen und schickt das Resultat einfach an sirko@elbspitze.de. Danke!

NamePlatzierungUhrzeitBergpunkteRote Punkte
Thomas (Sieger + Edelweiß) 1 12:05:00 160 0
Sten(Bergkönig) 2 00:00:00 173 2
Lars 3 00:05:00 41 5
Sirko (Aktivster Fahrer) 4 00:06:00 107 35
Zdenek (Grand Master) 5 00:38:00 44 32
Björn 6 00:59:00 17 16
Rolf 7 01:04:00 4 0
Sebastian 8 01:08:00 16 14
Niels 9 01:17:00 4 0
Alex 10 01:26:00 0 8
Rainer 11 01:32:00 0 0
Jens K. 11 01:32:00 0 0
Jens R. 13 01:47:00 0 0

29.6.2013, 9.20 Uhr Webcam Edelweißspitze: Thomas Hoffmeister gewinnt vor Sten Währisch die Sonderwertung auf der Elbspitze. Die beiden werden vom Begleitteam (Im Bild Eckhart, Dietmar und Maritta) empfangen. Zu diesem Zeitpunkt sind noch etwa 140 km und 3500 Hm zu absolvieren. Für diese Leistung schenkt Petrus dem ganzen Team bestes Wetter!

Es folgen die bisher eingetroffenen Berichte von

Rainer

Jens

Sylvia

Björn

Zdenek

Niels

Alex

Thomas

Sirko

Sten

Elbspitze 2013 Rainer (Columbianer)

Als Neueinsteiger weiß ich gar nicht so recht,womit ich anfangen soll. Hatte zu viele Erlebnisse bis zum Monsterberg- dem Zoncolan- in Italien. Es geht schon mal los. Wie kam es überhaupt zur Anmeldung? Hatte mir vorgenommen,mein Training letzten Winter, mal kpl.auf die Straße, mit dem Rennrad zu verlagern. Ich mußte raus in die Natur. Alles andere war mir zu öde. So fuhr ich einfach im Grundlagenbereich, mehrschichtig eingepackt wie ne Zwiebel, kurze Einheiten,und trotzte allem Wetter. Schnee,Regen,Kälte und Wind, waren da keine Seltenheit. So spulte ich Kilometer um Kilometer. An einem Sonntag im Januar bei strahlendem Sonnenschein,fuhr ich mit Raik, nem Radsportfreund, mal gemeinsam ne kl. Runde. Während wir so am strampeln waren,erzählte er mir von nem Bekannten Namens- ROBERT PETZOLD -,und in diesem Zusammenhang viel das Wort Elbspitze. Es ist zu erahnen was passierte. Voller Neugier zuhause angekommen,wurde der PC hochgefahren. Ich war hungrig. Wollte aber nicht etwa was Essen. Nein. Die ES hatte mich hungrig gemacht. Also nun schnell Elbspitze eingeben. Ich war so gefesselt von den Berichten, und dem gesamten Projekt. Stunden vergingen,und ich saß noch immer,mit meinen Radklamotten vorm PC. Das Umziehen und Duschen wurde zur Nebensache erklärt. Wollte einfach in Kürze, so viel wie möglich darüber erfahren. Hatte mit Sicherheit in dem Augenblick nen höheren Puls, als auf dem Rad,und die Anstiege vor Augen. Da ich immer neue Herausforderungen suche,sollte das mein Projekt für 2013 werden. Eine Nacht drüber geschlafen. Am nächsten Tag rief ich Raik an,und teilte ihm mit,das ich diesen Höllenritt in Angriff nehmen werde. Er hat zwar anfangs gedacht,ich mache Spaß, merkte jedoch gleich,das ich es ernst meinte. Ich bedankte mich für seinen Tipp.Den mehr gabs dazu nicht zu sagen. Übrigens fielen mir beim lesen der Berichte 2 Finisher auf,welche ich aus der Jedermann- Radsportszene kannte. Es waren Rolf und Andreas Baum. Okay dachte ich mir. Schnell mal noch ne Mail an Rolf rauslassen.Und er antwortete sofort. Mit wenig Worten war viel gesagt. Hart trainieren, und V-Touren mitfahren. Er meinte noch, das es bei den V-Touren ganz schön zur Sache geht. Mittlerweile hatte ich auch schon Kontakt zu Thomas Hoffmeister und Jens Wehofsky hergestellt. Am 21.01.2013 wars dann soweit. Ich füllte das Anmeldeformular aus,und hämmerte ohne zu zögern, auf die Entertaste am PC. Dachte schon sie bleibt unten hängen. Sofort den Teilnehmerbetrag überwiesen. So nun kam ich nicht mehr raus aus der Sache,und es hieß nur noch trainieren, trainieren und nochmal trainieren. - Auf zur Vorbereitung-Anfang März war`s dann soweit. Die erste V-Tour stand an,bei Schneekriesel und Temperaturen um die 3 Grad. Nun lernte ich endlich die Urgesteine und Mitbegründer der ES kennen. War mir wichtig. Man kam schnell ins Gespräch. Ich fühlte mich sofort wohl in der Truppe. Sie kamen echt gut rüber. Waren also schon mal gute Voraussetzungen. Das allein reicht aber logischer weise nicht, um die ES zu finishen. Ich sammelte so weiterhin in den darauffolgenden V-Touren Erfahrungen. Ich erreichte bei allenTouren immer das Ziel,und dies auch teilweise bei den unmöglichsten Wetterbedingungen. Merkte bald das es die richtige Entscheidung war ,mein Training mit den Elbspitzlern zu absolvieren. Erkannte dabei auch,das nen hartes Stück Arbeit noch vor mir liegt. Meine längste Tour bis dahin 235km/3500Hm. Gerade zu lächerlich, zu dem was mir bevorstand.Die V-Touren wurden immer länger ,und die Höhenmeter wurden dementsprechend nicht weniger.Im April folgte ne geile Runde in Italien mit keinem geringeren, als der da hieß Robert Petzold. Wir nannten die Tour ne Italienische Heimat Light. Am Abend standen über 200 km auf dem Tacho mit 5000 Höhenmetern.Am Abend dann noch Gemeinsam nen Bierchen geschlürft, und die Runde ausgewertet. Der blanke Zufall ermöglichte uns diese Tour. Wir waren zeitgleich mit je unserer Radtruppe am Gardasee im Trainingslager. Nur 10 Minuten voneinander entfernt. Robert waren übrigens einer meiner Hauptmotivatoren,neben Thomas Hoffmeister,Sirko,Alex Axel,Björn und Bergfex. Danke nochmal ihr -Verrückten Kerle-.So nun kam aber nen kleiner Rückschlag, den ich irgendwie schon erahnte. Am 1.Juni fuhr ich nen kl.Radrennen , bei mir zu Hause um die Ecke. Unser Verein der LRC-Mittelsachsen war Veranstalter und Ausrichter zugleich. Es war für mich ne Pflichtveranstaltung. Logisch! Nun nahm das Unheil seinen Lauf. Gut platziert liegend, ca.3 km vorm Ziel kam der Sturz. Außer das mein Helm gebrochen war,und das Fahrrad Schaden genommen hatte,erlitt ich natürlich auch Verletzungen. Mir schoss in diesem dem Moment, soviel durch den Kopf. Dachte nun schon ES -ade-. Was für S..... Gefühl. Es ging erst mal in die die Notaufnahme, und meine Wunden wurden behandelt. Halt das übliche. Große Schürfwunden,ne offene Wunde am Arm,ne Beule am Kopf und so weiter und sofort. Nach 10 Tagen gings wieder aufs Rad ,um rauszufinden ,obs wieder funktioniert. Und das hatts! Ich war sowas von erleichtert.So nun standen Ende Juni 7500 Kilometer und ca.50000 Höhenmeter auf meiner Habenseite. Wie weit das alles reichen sollte fürs große Ziel. - ELBSPITZE finishen- erfahrt ihr nun. - Unter dem Motto ZOCOLAN ich komme-Hatte vorher nen paar Tage Urlaub gemacht.Was sich später, als falsch herausstellte. Danach hätte mir der Urlaub sicherlich besser getan.Ich war zu Hause völlig durch den Wind. Gefühlte 1000 Dinge gingen mir durch den Kopf. Die letzte Nacht mußte ich mit ca. 2h Schlaf auskommen. Was sollte das werden? Schuld waren Freunde,Bekannte und Nachbarn. Sie alle wünschten mir nen gutes unfallfreies Gelingen. Der Erwartungsdruck wurde immer größer.Mir kams vor, als werde ich verabschiedet zu ner WM oder EM. War einfach unbeschreiblich.Um 03.00Uhr wurde ich von Andre Walter,einem Radsportfreund aus dem Verein abgeholt ,und das Abenteuer begann. Da ich garnicht wußte,was mich erwartete,hatte ich natürlich auch viel zu viel Sachen an Bord. Ich wollte schon fast nen 2 Seesack anfordern. Entschloß mich aber letzten Endes, nen Teil meiner Sachen nicht mitzunehmen. Nun hieß es Radsachen an, und Proviant für den 1.Abschnitt einpacken. Es war soweit. Gänsehaut unter meinen Ärm-und Beinliegen tat sich auf. Fototermin vor der Dresdner Frauenkirche. Da stand nun das kpl. Team (23 Starter), mit dem Elbspitztrickot .Ein Schnappschuß, folgte dem anderem. Was fürn nen geiles Gefühl. Ich mittendrin. Schließlich stand man ja nicht vor irgend nem Gebäude mich irgendwelchen Leuten. Da standen Extremsportler,Triathleten und sogar der Weltmeister Zdenek Weiß alias SAM war mit an Bord, und im Hintergrund die Frauenkirche. Wir drehten nun noch ne Ehrenrunde um die Frauenkirche, und dann wurde es ernst. - 737Kilometer/12000Höhenmeter/Nonstop-Und es kam wie erwartet. Es wurde von Anfang an mächtig Druck gemacht. Oh,Oh fragte ich mich da schon.Bist du hier richtig? Wie werde ich diese Distanz überleben. Meine körperliche Verfassung war ganz gut. Ganz wichtig. Ich hatte meinen- Kopf- dabei,und dieser hat mir bisher immer geholfen, mein Ziele zu erreichen. Also doch erstmal kein Grund zur Sorge. Die ersten 150km waren absolviert, und die 1. Pause von 30min.stand an. Die ersten 2 Aussteiger wurden vermeldet. Schade! Wollts gar nicht glauben. Jetzt kam bei mir wieder so nen Punkt,wo ich mich fragte. Wann erwischt es mich? Halt! Besann mich soeben. Hat ja meinen-KOPF-mit. Zum Glück wurde er bis hierher noch nicht benötigt. Ich hielt mich auch aus allen Attacken raus,um irgendein Wertungstrickot zu ergattern. Finishen war mein Ziel. Wenn ich gesehen,habe wie es bei den Bergwertungen zur Sache ging. Wau! Was fürn Potenzial da unterwegs war. War schon interessant mit anzusehen, wie Thomas H.,Sten,Sirko oder Zdenek es am Berg krachen ließen,als die Bergwertung mittels Fähnchen freigegeben wurde.Nachdem wir uns nun am tolleingerichtetem Buffet gestärkt hatten,ging es weiter im tschechischem Lande. Unterwegs knallte es mal heftig. 2 Mann verhackten sich, und der Schnellspanner fraß die Speichen des Vordermanns. Da wir als Team unterwegs waren, war der Schaden schnell behoben. Die Begleitcrew leistete ne phantastische Arbeit. Nen paar andere Laufräder rein, und schon gings weiter. Das Feld war wie erwartet in kl. Gruppen zerstückelt. Ich hatte noch nen guten Rhytmus, und auch noch keinerlei Schwächen zu verzeichnen. Ich schloß zu Gunnar auf, und merkte bei ihm schon nen kl.Durchhänger. Nen paar aufmunternte Worte. Und auch er war wieder dabei. Auch Matthias M.hatte wieder seinen Rhythmus gefunden. Gunnar meinte übrigens mal nur so nebenbei. Da er letztes Jahr erfolgreich Fischkona gefahren ist, und nun nen Vergleich zur ES hatte. Fischkona sei dagegen ne Kaffeefahrt. Das sagt alles! Die 2. Pause erfolgte bei Kilometer 270. Die 2. Pause verlief für mich weniger optimal. Doch zunächst erstmal ne toll zubereitete Kartoffelsuppe mit Würstchen fassen. Die erste Portion war ruck -zuck im inneren meines Magens verschwunden. Eine zweite Portion mußte nun noch her. Doch wo ich so am genießen bin,fiel mir ein, was ich eigentlich noch alles zu erledigen hatte. Die Pause von 30min, kam mir vor wie 10min. Also auf auf! Sack greifen-umziehen,Trinkflaschen füllen und Trickottaschen aufmunitionieren, mit Riegeln und ner Banane. Oh je,was kam nun! Vollaufmunitioniert mit Energie stand ich nun da. Urplötzlich mußte ich nun -00- aufsuchen. Es war höchste Alarmstufe. Doch S.....es staute sich vorm -00-.Es blieb nur der Eilmarsch Richtung Graben. Kaum beim verrichten hörte ich schon das letzte Tröten von ECKI. Nun blieb mir noch ne ganze Minute. Auch mein schöne Suppe,welche lang kalt war, mußte ich am Tisch zurück lassen. Schade sie war so lecker. Nen Lob dem Koch! Geistesgegenwärtig drückte ich mir noch schnell ne Red-Bull Dose ins Trickot,und schon gings auch weiter. Diskutierte noch kurz mit Thomas, das die Pause für mich zu kurz war. 5 minuten mehr, wären nicht schlecht gewesen. Doch er antwortete knallhart, und ohne Gnade. Dies sei hier keine Kaffeefahrt ,die Pausen sind festgelegt, und der Zeitplan muß eingehalten werden.Da gibts keine Ausnahmen. Mußte mich damit zufrieden geben,und setzte meine Fahrt fort,um den Anschluß nicht zu verlieren. Als hätte ich es geahnt. Bei Kilometer 280 kam bei mir nen Einbruch. Thomas fuhr an meine Seite,da er es bemerkte. Er fragte ob alles okay sei. Anwortete natürlich.Alles okay! Doch dem war nicht so. Es ging einfach nix mehr. Nun halfen nur noch Red-Bull, und 2 Schokoriegel auf ex.Ich wartete nun auf die Flügel (Red Bull) in dem Fall auf die Beine. 10 Kilometer später waren sie da. War nun wieder im Rennen. Es ging über Passau nach Schärding auf den Marktplatz.Bei km 360 war die nächste Pause angesagt. Die Wertungstrickotfahrer waren natürlich wieder eher vor Ort,und genossen bereits die Abendsonne. Während eine Gruppe von ca.6 Fahrern erstmal noch nen paar Zusatzkilometer spulte. Ja, wo war der Marktplatz? Nach ca.10 Km Umweg erreichten wir ihn. Auf dem Marktplatz waren noch allerhand Passanten unterwegs. Sie verfolgten unser treiben. So kam es auch zu einzelnen Gesprächen. Unsere Tour war für sie unvorstellbar. Sie wünschten uns alles gute,und mußten das erst mal verdauen. Doch nun wurde es unruhig in unserer Runde. Ein Sturz wurde vermeldet. Matthias hatte es erwischt. Schade,hatte er doch wieder gut ins Rennen zurück gefunden. Somit der nächst Aussteiger. Gut gestärkt stand nun die Fahrt in die Nacht an.Die Beleuchtungen wurden montiert, und auf gings. Manch einer hatte nen ganz schönes Flutlicht montiert,was den anderen natürlich half,um nicht die Orienttierung zu verlieren. Jetzt kam für mich ne große Unbekannte. Wie überlebe ich die Nacht,nach 2h Schlaf die Nacht zuvor. Außer einer kleinen Irrfahrt gegen Ende des Abschnitts, erreichten wir gegen 00.30Uhr die Sportlerbaude in Koppl. Es hatte sich mittlerweile auch ganz schön abgekühlt. Temperaturen so um die 6 Grad und ne feuchte Luft. Eine Pause mal nicht im Freien, war von daher sehr gut. Für alle gab es nun die lang ersehnten Teigwaren,kombiniert mit verschiedenen Soßen. Einfach traumhaft! Die alten Haudegen um Rolf Baum, und der Marathonweltmeister Zdenek(Sam) ließen es sich nicht nehmen,erstmal nen frisch Gezapftes zu genießen. Es war aber kein Feierabendbierchen,denn da war noch nicht dran zu denken. Sie sahen auch noch ziemlich frisch aus. Andere waren hingegen schon ganz schön gekennzeichnet. Die nächsten Aussteiger wurden vermeldet. Der Rest des Teams versuchte sich einwenig zu entspannen,und der ein und andere machte sogar Augenpflege. Dies kam für mich nicht in Frage. Wollt ja schließlich nicht nur vom Monster ZONCOLAN träumen,sondern ihn auch bezwingen. Ein harter Bursche verbrachte übrigens die Pause im freien. Sebastian lag eingewickelt wie ne Mumie auf ner Bank und gab Rauchzeichen. Erstmal ein durchziehen,war angesagt. Was für ne coole Sau. Ne Pause von 75Minuten sollte nun für alle noch im Feld befindlichen Fahrer gereicht haben,um in den Morgen zu starten. Der nächste längere Anstieg stand an. Am Koloman knallten sie wieder los,Sten -Thomas-Sirko-Zdenek und noch der ein und andere. Punktejagd war angesagt. Ich fuhr mein eigenes Rennen,da ja meine Ziel nen ganz anderes war. FINISHEN! Wir rollten nun zügig durch die Nacht in den Morgen hinein, in Richtung Bruck.Bei Kilometer 560 erreichten wir den nächsten Verpflegungsstützpunkt. Mein Geruchssinn war auch noch da. Es roch nach lecker zubereitetem Schnitzel. Die Verpflegung war einfach so phantastisch .Sie wußten genau was wir benötigten. um wieder Energie zu tanken. Ansonsten immer wieder das gleiche Szenario. Essen,trinken,Proviant fassen und umziehen. Das umziehen war für mich mittlerweile zum Kraus geworden. Fand nix passendes mehr im Sack. Das gabs nur eins. Den Sack ausheben und um 180grad drehen. Schon hatte ich mehr Überblick über den Inhalt des Sackes. Da lagen nun alle Sachen vor mir. Von frisch gewaschen bis durchgeschwitzt. Für die Abfahrt des Großglockners wurden die Sachen gesucht,die dann im Begleitfzg.mit nach oben genommen wurden. Ich dachte mir so. Die hams gut. Die fahren mit dem Auto hoch. Wir hingegen mußten mit den Räder hinauf . Okay! Wir hams ja so gewollt. Ich benötigte für die Abfahrt nur nen Stapel Zeitung. Machen die Profis auch so.Nun folgten sowas von aufmunternde Worte Von Thomas. Männers nun beginnt die Elbspitze. Hallo sagte ich mir. Wir hatten mittlerweile um die 560 Kilometer in den Beinen,und dann so nen Spruch. Ich schaute auf mein Radcomputer, und rief die zurückgelegten Höhenmeter auf. Nun war mir klar geworden, was er damit meinte. Hatten gerade mal ca.5500 bewältigt.Noch nicht mal die Hälfte. Das registrierte mein- Kopf-,denn ich ja immer noch dabei hatte. Nach ca.1h Pause gings nun hinauf zum Glockner. Auf bis zu ner Höhe von 2500 Meter wurde hier schon für einige die Luft dünn. Kilometer um Kilometer schraubten wir uns nach oben. Anfangs fuhr ich noch mit Ironman Rolf.Doch bald merkte ich, das ich mich zu warm angezogen hatte. Kurzer Halt! Ablegen und weiter gings. Rolf zog Meter um Meter davon. Was fürn Energiebündel. Das mit 59 Lenzen. Mein Hochachtung! Ich fuhr nun mein eigenes Tempo im einstelligen Geschwidigkeitsbereich. Es lief noch erstaunlich gut. Nen paar Kilometer vorm Gipfel ,schloß ich zu Jens Ritter und Jens Kömmel auf. Auch Alex kam auch noch irgendwo her. Oben angekommen war kurzes verschnaufen angesagt ,und nen kl.Augenblick das geile Panorama genießen. Die Auffahrt hatte schon ganz schön Körner gekostet. Biker standen oben mit Daumen hoch. Sie konnten nachvollziehen, was wir soeben geleistet hatten. Ich führte oben noch nen kurzes Gespräch mit nem Paar aus Pirna. Zumindest deutete das Kfz-Kennzeichen drauf hin. Ich erzählte ihnen von der -ES-.Sie standen erstmal sprachlos da ,und meinten nur. Wie verrückt muß man den sein, um sowas in Angriff zu nehmen. So nen Gewaltritt. Wahnsinn! Alles Gute waren ihre letzten Worte.So nun Zeitung unters Trickot gepackt. Mußten nun so schnell wie möglich runter, um nicht auszukühlen. Oben standen nur 3 Grad auf der Anzeige. In der Abfahrt wurde mir nun bewußt das ich es schaffen kann,zu finishen. Nun ja keine Fahrfehler machen. Den die Konzentration lies ja mittlerweile auch nach. Die vorletzte Pause stand an. Die Sonne knallte runter. Die hatten sich alle verdient. Sogar meine Sonnencreme kam nun zum Einsatz. Von der Tupe wurde reger Gebrauch gemacht. Der Glockner brachte nun die nächsten Opfer. Für Horst und Enno war hier Feierabend. Besonders bitter wars für Enno. Ich befand mich bisher noch in ner guten Verfassung.Im Zeitfenster war ich auch noch. Also weiter.Nun gings zur letzten Großen Pause. Und es wurde noch immer zügig gefahren. Ich mußt abreißen lassen. Von hinten hörte ich Thomas rufen. Rainer dran bleiben und Lücke scließen. Aber mehr wie treten war nicht drin. Habs dann irgendwie hinbekommen. Die Trickotfahrer knallten noch immer die Berge hinauf. Was für ne Energie die noch hatten. In Kötschach auf dem Parkplatz war nun die letzte Pause. Ca.700km in den Beinen, und kein Schlaf. Ich war nun mittlerweile auch schon fast ganz im Eimer. Rückenschmerzen,Nackenschmerzen, und auch die Füße waren eigentlich nicht mehr zu gebrauchen. Doch gerade die waren ja wichtig, für den letzten Abschnitt. Soweit wars ja nicht mehr bis zum Monster-Zoncolan. Ich fragte nochmal kurz Thomas,was uns jetz noch erwartete. Dies hätte ich vielleicht lieber sein lassen sollen. Die Kilometer waren vielleicht das geringere Problem. Aber 2400 Höhenmeter auf ca.50km. Das war nochmal ne Nummer. Im gleichen Moment bekam ich über Markus, vom Livetickerman Robert-Petzold ne Nachricht. Jetzt nochmal alles geben Rainer ,und du kannst das schaffen. Welch aufbauende Worte.Ich ließ ihn nun ausrichen,das ich das Ding durchziehen werde ,und wenn ich mein Rad die letzten Kilometer laufend über die Ziillinie wuchte,lEin letztes Hupen und es ging in Richtung Ziel. Das Feld bestand mittlerweile noch aus 14 Fahrern. Und ich noch dabei. Für mich unfaßbar. In der letzten Pause scherzte ich noch mit Ecki. Ich meinte nur. Er soll schon mal nen Bier versorgen;den wenn ich über die Ziellinie fahre ,wäre nen Bier die richtige Maßnahme. Woher nehmen meinte er mit nem lächeln. War mir sicher er bekommt das hin. So cool wie er drauf ist. Nun zurück zum wesentlichen. Gemeinsam mit Jens Ritter gings nun weiter. War schön, das er noch dabei war. Waren oft gemeinsam unterwegs,und bauten uns immer wieder gegenseitig auf. Wir hatten noch nen weiteres tolles Erlebnis.An einen der letzten Anstiege oben angekommen,hatten wir nochmal die Möglichkeit uns ein letztes mal mit Proviant zu versorgen. Auf einmal kam ne Italiener auf uns zu,und sprach uns mit gebrochenem Deutsch an.Er wollte unbedingt von Jens ,und mir nen Foto machen. Aber nicht etwa von uns. Weitgefehlt! Das ELBSPITZTRICKOT hatte es ihn angetan. Er laß Dresden-Zoncolan und war sprachlos. Wieder hatte es einen erwischt. Er kannte Dresden und brachte es sofort mit Dynamo Dresden in Verbindung. Was fürn Moment. Nach 5 Minuten setzten wir unsere Fahrt fort. Und es war wie immer Berg hoch-Berg runter. Unterwegs nochmal den coolen Ecki im Begleitfahrzeug ans Bier errinnert. Ich glaube spätestens jetzt, hat er den ernst der Lage erkannt. Das letzte flache Teilstück hatten wir nun hinter uns. Irgendwie spürte ich ihn schon. Jenen ,welchen wir gleich verprügeln werden. 90Grad Linkskurve und es ging steil nach oben. Glaubte schon den Zoncolan vor mir zu haben. Doch Fehlanzeige, was ich aber leider erst später erfahren mußte. Wir waren mittlerweile nen Trio, den auch der jüngste noch im Feld verbliebene Alex Akel war auch noch dabei. Nun wollte ich es nochmal krachen lassen. Legte 34/28 auf, und ab ging die Post. Die Lücke zu Alex und Jens wurde immer größer. Hatte nen guten Lauf. Von hinten rief noch Alex. He Columbianer jetzt kommt deine Zeit. Je Steiler desto Besser. Ich drehte mich noch um und meinte nur das ich oben auf sie warten werde. Hatte mich damit aber weit aus dem Fenster gelehnt. Jens Wehosky hielt uns nun von jetzt an immer auf den laufenden ,was das Monster anging. Hier nochmal kurz im Überblick. 10,5Kilometer lang/ auf ca.1200Hm/ Durchschnittssteigung ca.15%/davon etwa 6Kilometer mit ner Steigung um die 19-20% Diese Daten lassen erahnen was sich am Berg abspielte.Nachdem ich nun davon gezogen war,fuhr jetzt Jens im Begleitfzg.an meine Seite, und erklärte mir nun die letzten Meter bis zum ZONCOLAN. Wie fragte ich? Der kommt wohl erst noch. So nen Mist.Hatte somit meine letzten Körner zu zeitig verblasen. Ne kleine kurze Ortsdurchfahrt mit 0% Steigung,scharf links, und nun lag er mir zu Füßen. Oh wie hoch kommen,dachte ich mir. Also weiter gings mit 34/28. Mehr war nicht. Mit geschätzten 5km/h und nem Puls,keine Ahnung ,hieß es nur treten um nicht umzukippen. Den halbwegs geradlinigen Fahrstiel gab ich beizeiten auf. Jetzt war nur noch schlängellinie und zick-zack angesagt. Ich traute meinen Augen nicht,was ich da sah. Jens Köppel laufend am Berg. Das motivierte mich nochmal. Ich fuhr weiter und wußte ich könnte sogar Rang 3 bei den Masters erreichen. Ich drehte mich um,da war nix und niemand zu sehen. Doch nach ca.3 Kilometer mußte ich auch vom Rad. Null Chance das Rad noch per Pedale nach oben zu bewegen. Also Schuh aus ,und laufen war angesagt. Die nächste Überraschung stand an. Triathlet Thomas Geiger saß auf der Mauer und war breit. Er wollte nicht mehr mal laufen. Im Nachgang bekam ich mit das er vorn mit ner 39 unterwegs war. Unglaublich was er da bis hierher weggedrückt hat. Schon den Großglockner mit ner 39 zu fahren. Wahnsinns Leistung! Doch unterm Strich bisel zu optimistisch,den 5 km vorm Ziel war Ritze. Schade!Weiter im Szenario. Ich lief nun weiter, und es war unglaublich. Jens Köppel kam fahrend an mir vorbei. Wie geht das denn? Fragte ich mich. Bei so ner Steigung nochmal aufs Rad zu kommen. Er machte so Meter um Meter. Hatte schon ca.100 meter vorgelegt. Das wurmte mich natürlich. Also mein -Kopf-sagte jetzt. Schuh an, und irgendwie auf die Karre. Rad quer gestellt und einklicken war angesagt. Im zick-zack fahrend schloß ich nun wieder zu jens auf. Auf gleicher Höhe war wieder Feierabend. Er schob bereits wieder. Von nun an beschlossen wir gemeinsam die Ziellinie zu überqueren. Alex mußten wir dann am Berg noch ziehen lassen. Null Chance da noch dran zubleiben. Er war zu stark für uns. Jens köppel und ich schwangen uns nun ein letztes mal aufs Rad, und fuhren die letzten 2kmnun Seite an Seite. Es folgten noch 3 dunkle Tunneldurchfahrten. Und bei der Ausfahrt des letzten Tunnels war es schon sichtbar. Das ZIEL. Jens Köppel und ich fuhren gegen 19Uhr Hand in Hand über die Linie. Nun hieß es nur noch auf den hoffentlich 13. Finisher Jens Ritter zu warten.Wird er das Ziel erreichen? Wir glaubten fest dran.So wir er unterwegs gekämpft hatte. 15 lange Minuten vergingen,und wir (hörten) Schritte. In Badelatschen von Jens Wehofsky aus dem Begleitfzg.schleppte sich Jens Ritter letztendlich nach oben.Es war vollbracht. Monate lange Vorbereitung hatte sich gelohnt. Jens Köppel wurde von seinen Angehörigen gebührend gefeiert. Alle langen sich in den Armen. Betreuer, Helfer und Fahrer. Nun kam auch noch ECKI und gratulierte. Er meinte immer wieder. Super Sache Jungs ne Wahnsinn Leistung vollbracht. Und dann wars soweit. Ecki gab Jens Köppel und mir erstmal ne Blechbrötchen(BIER). Das alles ging runter wie Öl. Viele Schnappschüße wurden gemacht.Möchte hiermit allen Teilnehmern,Finishern,Betreuern meinen Dank aussprechen. Ihr habt großen Anteil an meinem ERFOLG. Auch Robert,was fürn nen geiler Liveticker,hast damit viele meiner Freunde, um ne schlaflose Nacht gebracht. Sie wollten wissen wies mir geht .Und du hasts möglich gemacht.Fazit-ES 2014 ich kommePS: Bin der 1.Columbianer der die Elbspitze gefinisht hat,und darauf bin ich stolz

Elbspitze 2013 (Jens Ritter)


Gedanken eines Ersttäters.


Was für ein Wahnsinnserlebnis, was für ein Streckenprofil, was für Wetter, was für Leistungen von Fahrern und Helfern. Als Elbspitzneuling und mit weniger als 2000 km in den Beinen konnte es nur ein Ziel geben, und das hieß finishen, egal wie. Damit das gelingen konnte musste bei meiner bescheidenen Vorbereitung natürlich alles optimiert werden was irgendwie ging und auf der Strecke durften keine Körner einfach so verpulvert werden. Deshalb werdet ihr in diesem Erlebnisbericht nach ausführlichen Schilderungen zu Bergwertungen vergeblich suchen. Das einzige was ich immer davon mitbekommen habe war ein Hupen in Verbindung mit einem wehenden Fähnchen. Im fast gleichen Augenblick wurde bei den Bergziegen der Turbo gezündet, einfach der Wahnsinn. Ich musste mich auf das Wesentliche konzentrieren, kontrolliert fahren und nie unnötig in den roten Bereich geraten. Heute kann ich sagen, dass ich im Großen und Ganzen keine gravierenden Fehler gemacht habe. Ach so, bis auf einen, die Übersetzung 34-28 am Zoncolan war für mich nach über 700 Km schwer fahrbar. Das hat mir mein Rücken unmissverständlich mitgeteilt und den Dienst quittiert.


Aber der Reihe nach.


Ein kurzer Artikel im Radmagazin Tour hat für mich die erste Berührung mit der Elbspitze gebracht. In den reichlich vorhandenen Wintermonaten galt es den Saisonhöhepunkt für 2013 zu fixieren. Als sich auch Ulf, mein Compagnon von Paris-Brest-Paris, mit dem Gedanken an die Elbspitze angefreundet hatte, war die Sache klar. Mir war da schon bewusst, dass es nicht darum geht wann und wie das Ziel erreicht wird, sondern dass es überhaupt mit dem Rad erreicht wird. Eindrucksvoll bestätigt wurde diese Tatsache, als ich die einzige Vorbereitungtour Pikardie-Meluzina absolvierte. Ich kann nur jedem Elbspitz-Neuling empfehlen wenigstens eine (besser natürlich alle) dieser Touren zu fahren.

Bei so einem Gewaltritt gibt es immer für jeden einzelnen Teilnehmer Schlüsselerlebnisse die für ein Gelingen oder Scheitern ausschlaggebend sind. Mein erster Tiefpunkt war sicherlich die Aufgabe von Ulf zur ersten Pause. Er war es danach wiederum der mir immer wieder Mut zugesprochen hat und mich stark geredet hat. Ich hatte eben auch das nötige Glück bei einer kleinen Unaufmerksamkeit nicht gestürzt zu sein und nur die Speichen des Vorderrads am Schnellspanner meines Vordermanns geschreddert zu haben. Dieses Glück hatte leider nicht jeder. Dank an Sten für sein Ersatzrad, es hat gute Dienste verrichtet. Ein weiteres mentales Schlüsselerlebnis gab es dann zur Frühstückspause in Bruck. Thomas H. scherzte so am Rande "Jetzt geht die Elbspitze erst richtig los". Ja gut, im Grunde war mir das schon klar. Als er dann noch bemerkte dass wir nach knapp 600 Km noch nicht mal die Hälfte der Höhenmeter hatten wurden meine Zweifel am Gelingen nicht wirklich kleiner. So eine Tatsache ausgesprochen hat eben immer noch eine andere Wirkung, wie wenn man sich solche Zahlen in der Vorbereitung zu Hause auf dem Sofa ausrechnet. Der Körper funktionierte bis dahin aber erstaunlicherweise immer noch relativ gut. Außerdem verbreitete Rainer, mit dem ich oft zusammen gefahren bin, fast immer gute Stimmung. Der Typ war tatsächlich immer optimistisch: "wir schaffen das, wir schaffen das...“. So kamen wir auch fast zur gleichen Zeit zur Bergwertung am Fuscher Törl und Hochtor bzw. zur vorletzten Pause hinter Heiligenblut. Es war ein Traum, strahlender Sonnenschein, die Wärme, der Akku wurde noch einmal geladen. Ab hier erschien mir es realistisch das große Ziel zu erreichen. Der vorletzte Teilabschnitt fühlte sich an wie eine Art Überführungsetappe. So konnte auch dieser Abschnitt ohne größere Probleme bewältigt werden.

Da stand ich nun bei der letzten kurzen Pause mit all den Elbspitzfreaks, die sich noch im Rennen befanden, und ich war mitten drin und immer noch dabei. Da kam in mir tatsächlich eine gewisse Vorfreude auf den Schlussabschnitt auf. Unglaublich wie der Körper einen solchen Kraftakt hinbekommt. Essen mochte ich natürlich schon lange nichts mehr, aber danach ging es in diesem Fall nicht. Schnell noch eine Banane vernichten, das ist die einzige feste Nahrung die vor der letzten Hammeretappe noch Sinn machte, dazu Cola, zwei Flüssiggels in die Trikotasche, Flaschen füllen und dann auf zum Zoncolan. Vorher wartete aber noch der nicht zu verachtende Plöckenpass mit steilen Rampen. In den Tunnels und Galerien war man froh, wenn man aus den düsteren Löschern schnell wieder raus war. Ich fuhr wieder mit Rainer als Duett. Wir waren uns einig, wir bringen das hier gemeinsam zu Ende. Am Fuße des Ravascletto stieß auch noch Alex hinzu. So kamen wir drei ohne Probleme zum finalen Anstieg dieser Tour. Ich kannte den Zoncolan mit dem furchteinflößenden Profil nur aus dem Internet. Doch das war nur graue Theorie. Als ich nach den ersten Kilometern Sebastian E. an der Seite sitzen sah, der sich erst mal genüsslich eine anzündete, war ich bedient und nahm dies zum Anlass mal kurz anzuhalten. Der Puls war nun in Regionen die ich vorher von mir so nicht kannte. Das aufsteigen aufs Rad, in dieser Passage, war nur sehr schwer möglich. Ach ja, da war er, der einzige größere Fehler im Vorfeld dieser Tour. Eine Übersetzung von 34-30 in dieser Situation hätte die Lage unheimlich entspannt, aber hätte, wenn und aber... Dann nach weiteren 500 Metern ein kurzes ziehen im Rücken, dann war oberhalb des Steißbeines alles hart wie Kruppstahl. An ein Fahren war nun nicht mehr zu denken, im Rücken die totale Blockade. Da ich aber noch genug Zeit hatte um die Passhöhe zu erreichen, war ich mir relativ sicher auch mit diesen Problemen zu Fuß die Passhöhe noch rechtzeitig erreichen zu können. Auch in den Badeschlappen von Jens W. aus dem Begleitfahrzeug, sind 15% Anstieg übrigens immer noch anstrengend. Das Missgeschick hatte sich natürlich längst bis zum Gipfel herumgesprochen. Da die Nachricht auch im Liveticker stand, machte man sich in der Heimat bereits größere Sorgen, wie ich im Nachgang erfuhr. Wo ich schon mal dabei bin, der Liveticker wurde zu Hause mit Begeisterung verfolgt, einfach genial. Selbst nicht so Radsportbegeisterte wurden in den Bann dieses Ereignisses gezogen, und das muss man erst mal hin bekommen. Am Gipfel des finalen Anstieges wurde einem ein unheimlich herzlicher und emotionaler Empfang bereitet, ein grandioses Gefühl. So kam ich also etwas unkonventionell auf der Passhöhe des Monsters Zoncolan an.


Wie sieht nun mein Fazit aus?


Die weniger als 2000 km in der Vorbereitung sind natürlich zu wenig für eine solche Tour. Das ist ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfohlen. Da ich aber in den Jahren zuvor aus Zeitgründen auch nicht mehr Kilometer auf der Uhr hatte hoffte ich, dass es auch diesmal zum finishen bei einem solchen Gewaltritt reichen würde. Insofern war mir dieses Handicap bewusst und es beunruhigte mich nicht. Das es dennoch gereicht hat verdanke ich sicherlich meiner über viele Jahre gewachsenen körperlichen Substanz und einer gewissen Leidensfähigkeit. Es war mit Sicherheit sportlich das härteste, was ich je in Angriff genommen habe.


Bedanken möchte ich mich als erstes bei meiner Familie, die bei diesen verrückten und für den "Normalbürger" nicht zu fassenden Projekten hinter mir steht. Danke Ulf, du hast an mich geglaubt. Auch wenn es schon oft gesagt wurde, man kann es nicht oft genug tun, Hut ab für die perfekteste Begleitcrew die man sich vorstellen kann. Sie schaffte es immer wieder neue Zuversicht zu wecken, ob mit Worten oder der sehr guten Verpflegung. Rainer, du hattest Recht, wir schaffen das. Ein Dank geht auch an Jens W. für die "Zonco-Schlappen". Schmeiß die bloß nicht weg, die haben Kultstatus.


Ich bin Stolz ein Teil dieser faszinierenden Veranstaltung gewesen zu sein und natürlich besonders diese schwere Strecke auch bezwingen zu haben. Die Elbspitze werde ich selbstverständlich weiter verfolgen und eine Wiederholung möchte ich 3 Tage danach nicht ausschließen.

P.S. Als ich mir den letzten Satz gerade noch einmal durchlass bin ich über den zweiten Teil meines Satzes doch etwas erschrocken ;-).
Wir sehen uns bestimmt mal wieder ...

Jens R.

Elbspitze 2013 (Sylvia)

Vorwort:

Jetzt sitze ich vor meinem Rechner und denke an das letzte Wochenende zurück. Hunderte Eindrücke die ich langsam verarbeite.
Freute ich mich doch das ganze Jahr auf das große Event, so schnell war es auch wieder vorbei. Entweder radeln die Pedaleure einfach zu schnell oder wir müssen den Marathon um einige Kilometer und Höhenmeter erweitern, um die Elbspitze länger genießen zu dürfen.

Bericht:

Gegen 06.00 Uhr trafen Sylvia, Annett und Norbert in Olbernhau, Hammergasse ein, wo uns Wolfgang schon erwartete. Bereit standen Unmengen an Getränken, Brote, Nudeln, Kuchen, Wurst, Käse,... ein Einkaufsmarkt kann nicht bedingt mehr bieten :-)
Gegen 06.30 Uhr kam Alex, schon seit 3 Uhr auf den Beinen, mit dem 2. Fahrzeug aus Dresden zurück. Mit schnellen Handgriffen und System beluden wir die Fahrzeuge. Schließlich musste der erste Verpflegungspunkt erreicht werden.

07:30 Uhr: Die Fahrzeuge tuckerten los, Elbspitze wir kommen, wir sind bereit.

Den ersten Verpflegungspunkt in Kraslice erreichten wir gegen 09:00 Uhr. Wie letztes Jahr sprangen wir aus den Fahrzeugen. Jeder Handgriff musste sitzen. Mit wenigen Worten wurde der Versorgungspunkt aufgebaut. Nach kurzer Zeit war alles für die hungrigen und durstigen Radler, welche 10:30 Uhr eintrafen, zubereitet. 150 Schnittchen, Obst und Gemüse, Kaltgetränke, Kaffee, Tee und Schokolebkuchen, die ruckzuck verspeist waren! Nie hätte ich gedacht, dass jemand im Sommer auf Lebkuchen Appetit hat.

"Tuuut tuut" ertönte es aus Eckis Auto und die Sportler setzten sich in Bewegung.
Mit voller Energie bauten wir den 1. Versorgungsstand ab und folgten etwa 20 min später den Pedaleuren. Kurz vor Pilsen durften wir sie in voller Aktion erleben. Mit lautem Hupen überholten wir das Fahrerfeld.

Aufgrund der schlechten Erfahrung im letzten Jahr bauten wir dieses Mal den 2. Versorgungsstand an der letzten Tankstelle in Tschechien, vor Bayrisch Eisenstein, auf. Da es nach Regen aussah, wurden fürsorglich die Zelte aufgestellt. Nun begann das große Kochduell. :-) Es wurde mit viel Liebe Kartoffelsuppe und viele Schnittchen zubereitet. Großer Dank gilt auch dem Tankstellenwart, der uns sehr freundlich und hilfsbereit zur Seite stand.
Gut gelaunt trafen die Radler ein und ließen sich die Suppe und die Schnittchen schmecken.
Wieder ertönte das Abfahrtsignal und schwupp waren die Männer auch wieder mit ihren Rädern unterwegs.
Zum 2. Mal wurde alles abgebaut und in die Fahrzeuge geladen.

Auf nach Schärding in Österreich.
Die ersten Kilometer verliefen reibungslos. Aber was war das? Umleitungen über Umleitungen, LKW´s die bergan im Schritttempo fuhren und eine Uhr, die uns gnadenlos die Zeit immer wieder vor Augen hielt. Langsam wurden wir nervös. Schaffen wir es rechtzeitig bis Schärding?
Alex zückte das Telefon und rief Jens an. Ein kurzer Standortbericht brachte uns eine kleine Erleichterung.
Gutgelaunt, trotz der vielen Umleitungen, kamen wir rechtzeitig am 3. Versorgungspunkt an. Dort empfing uns der Amtsleiter und stellte die Toiletten und Duschen im Rathaus zur Verfügung. Außerdem durften wir die Marktbänke und Tische benutzen und unsere Kanister mit Trinkwasser auffüllen. Bei romantischem Altstadtflair und Springbrunnenanlage bauten wir den Sportlern ein Kuchenbuffet auf und warteten auf sie. Leider kamen nicht alle mit dem Rad an. Matthias musste nach einem Sturz aufs Auto umsteigen.
So schnell wie der 3. Versorgungspunkt aufgebaut wurde, wurde er auch wieder abgebaut und wir 4 Verpfleger gönnten uns ein leckeres Eis.

Nun hatten wir bis zum nächsten Halt eine längere Strecke zu fahren. Die Nacht brach über Österreich ein und mit ihr kam auch die Kälte. In Koppl durften wir unseren nächsten Versorgungspunkt beim Sportplatz aufbauen. Gerade als wir mit dem Abladen begannen, kam ein dortiges Vereinsmitglied. Freundlich begrüßte er uns und lud uns in das Vereinsheim ein. Mit einer Selbstverständlichkeit überließ er uns das Vereinsheim und dessen Küche. Wir waren ihm so dankbar. Wärme, ordentliches Licht, Kochherd und richtiges Geschirr machte die Pastapause perfekt. Auch die ankommenden Sportler und das Begleitteam freuten sich über diesen „ Luxus“. Nach der Nachtpause verabschiedeten wir uns von dem jungen Mann und ließen das Vereinsheim gründlich geputzt zurück. Sollte ich einmal im Leben die Österreicher beschreiben müssen, fällt mir dazu wirklich nur Gutes ein! Danke Ösis!

Unser nächstes Ziel lag in Bruck beim Schwimmbad. In den Morgenstunden kamen wir sehr müde an und hatten 1 Stunde Zeit bis zum Aufbau des 5. Versorgungspunktes. Ein Sportler sagte uns zu Beginn: „ Ich fahre die Elbspitze nur wegen der Schnitzel mit.“ Annett und ich mussten herzlich lachen. Norbert gab sich alle Mühe und bereitete die Schnitzel sehr schmackhaft zu. Frisch gestärkt machten sich die Jungs wieder auf dem Weg über die Großglockner-Hochalpenstraße nach Heiligenblut zum vorletzten Versorgungspunkt. Petrus schenkte uns schönstes Wetter und unsere Augen wurden von dem Anblick der schönen Berge verzaubert. Auf dem Weg zur Edelweißspitze konnten wir unsere Pedaleure bewundern und anfeuern. Viele schöne Fotos entstanden.
In Heiligenblut bauten wir den 7. Versorgungspunkt neben einem Fluss auf. Zum letzten Mal gab es eine größere Auswahl an Speisen. Müsli, Schnitzel, Schnittchen, Kuchen, Obst und Riegel stärkten die Sportler.
Herrlichster Sonnenschein verwöhnte sie und schenkte ihnen Kraft und Energie.
Die letzten 14 Fahrer setzten sich nach 30 Minuten Pause wieder auf ihre Räder und rollten mit einer Leichtigkeit davon.
Schnell packten wir wieder alles in die Fahrzeuge ein und machten uns auf dem Weg nach Kötschach-Mauthen zum letzten Versorgungspunkt. Kurz nach der Abfahrt klingelte mein Telefon, Annett rief an: „ Ihr müsst zurück kommen, der Ford fährt nicht mehr“. Ich dachte nur: Schei...
Zum Glück kannte sich Alex mit dem Fahrzeug aus und konnte über das Menü irgendeinen Assistenten abschalten und den Ford wieder zum Fahren bringen.
Erneut machten wir uns auf dem Weg zum letzten Versorgungspunkt.
In Kötschach-Mauthen bauten wir das letzte Mal für unsere Leute auf. Es gab Resteressen. Gut gelaunt naschten sie vom Kuchen und auch manch eine Gewürzgurke fand den Weg in ihren Magen.

Zum letzten Mal ertönte es laut: "Tuuut tuut" und die Kämpfer schwangen sich auf ihre Räder um den Zoncolan in den nächsten Stunden zu erreichen.
Wir bauten ein letztes Mal ab und beluden die Fahrzeuge. Jetzt freuten wir uns auf den Endsport. Endlich konnten wir die Elbspitze hautnah miterleben. Unterwegs versorgten wir die Radler vom Fahrzeug aus. An eine Episode erinnere ich mich besonders gern. Thomas, Du bestimmt auch? Ich nenne es mal Gratisdusche.
Zum Ende hin blieben wir hinter Thomas und Sten und begleiteten sie. Mit einer Leichtigkeit rockten sie die letzten 6-8 Kilometer und unterhielten sich im Dauergespräch. So manchmal stellten wir uns die Frage: „ Sind die gerade erst losgefahren? Kennen die Jungs keine Erschöpfung?“
Live durften wir das Finnischen erleben, es war sehr bewegend. Und so ein kleines Tränchen stand in den Augen. All die Anspannungen fielen leicht von einem ab. Mit jedem Fahrer der es schaffte zu finishen freuten wir uns mit. Kompliment Jungs, ihr wart alle sehr stark!!

Mit stolz trägt mein Auto den Elbspitze-Aufkleber und mit stolz erzähle ich gern eure / unsere Geschichte meinen Freunden, Kollegen und interessierten Personen.
Spannend hören sie zu und bewundern eure Leistungen!

Ich hoffe wir sehen uns nächstes Jahr alle gesund wieder!

Eure Sylvia

Elbspitze 2013 (Björn)

Aller guten Dinge sind Drei. Nachdem ich vor zwei Jahren krankheitsbedingt bei Fichkona nicht starten konnte und letztes Jahr bei der Elbspitze nach 150km aufgeben musste, sollte es im 3. Anlauf dieses Jahr hier endlich passen. Danach sah es aber im Vorfeld leider nicht so aus. Das Frühjahr war zwar dieses Mal frei von Krankheiten. Training und Vorbereitungstouren verliefen super. Ich schöpfte schon Hoffnung, dass ich dieses Jahr mal verschont bliebe. Aber leider 5 Wochen vor der Elbspitze, Kratzen im Hals, Husten – das ganze Programm. Das Trainingslager in Tirano wurde deshalb leider wieder abgesagt. Doch 3 Wochen vor der Elbspitze ging es dann schon wieder los mit Radfahren. Erst langsam mit GA-Einheiten auf Arbeit und dann auch zusätzliche Einheiten. Schon dabei stellte ich fest, dass durch die Krankheit nichts verloren gegangen war. Im Gegenteil ich fühlte mich erholter und besser, was mir auch Zeiten und Pulswerte zeigten. 1,5 Wochen vor der Elbspitze bin ich dann das erste Mal wieder 180km gefahren, welche recht gut verliefen. Die folgenden 3 Tage ging es mir aber leider wieder zunehmend schlechter, ich weiß nicht, ob es am Training oder an den 40° Außentemperaturen lag. Die Unsicherheit war mir zu groß und ich entschied mich gegen einen Start bei der Elbspitze. Zum Sonntag war aber noch mal eine Runde mit Thomas und Sten nach Krupka geplant. Die Fahrt dahin verlief gut, Puls und Gefühl waren gut. In Krupka wollte ich dann auch wissen was zu holen ist und ich brannte eine 24:20 in den Berg … persönliche Bestzeit! Oben angekommen meinte Thomas nur: „Das waren aber keine 25 Minuten ?“ Als er 24:20 hörte, sollte ich schon zwangsangemeldet werden. Die nächsten 2 Tage wurde ich dann von Thomas, Sten, Jens und Robert förmlich genötigt mich anzumelden. Selbst meine Frau sagte dann, jetzt melde Dich endlich mit an. Nach zwei Nächten war ich dann auch im Kopf soweit und meldete mich als Letzter am Dienstag doch noch mit an. Die Wettervorhersagen waren zwar mittlerweile auch nicht mehr so schön, aber was soll‘s – wir konnten ja dieses Jahr oft genug bei schlechtem Wetter trainieren.
Nach 3 Tagen Kopfkino ging es also am Freitag los. Mit zwei Rucksäcken auf dem Rücken, in denen alle meine Radklamotten verstaut waren, fuhr ich zur Frauenkirche. Der Puls war recht hoch obwohl ich langsam gefahren bin, was wohl an der Aufregung lag. Dort wurde ich aber langsam ruhiger, hatte ich doch genug zu tun um alles zu verstauen und die Startnummer anzubringen. Hier und da ein paar letzte Worte und schon saßen wir auf dem Sattel. Eine Runde um die Frauenkirche und ab ging es auf meinen bekannten Arbeitsweg. Ungewollt fand ich mich ganz vorn neben Sirko wieder. Das war ganz und gar nicht mein Plan, wollte ich doch dieses Mal unter allen Umständen ankommen. Aber es rollte und die Pulswerte waren OK, also kein Grund sich Sorgen zu machen. Also ging es mit Sirkos 260 Watt ( dank meines Zusatzgewichtes muss ich wohl etwas mehr bringen ) zum Rundteil hoch und dann weiter bis nach Dipps. Dort verabschiedete ich mich erst mal vorn und ruhte mich im Feld etwas aus bis zur Bergwertung. Moldava bin ich in aller Ruhe hochgefahren, Pulswerte stimmten und so langsam war ich überzeugt mich richtig entschieden zu haben. Letztes Jahr war ich hier schon auf 180 und der Puls ging kaum mehr zurück bis zur Pause. Kurz nach der Eröffnung stand dann schon Thomas – ihm war der Schlauchreifen geplatzt. Das ging ja gut los und Thomas Miene dazu sagte mir alles. Bis zur Pause rollte es ziemlich gut, kein Wind, nur mehrere Platten störten etwas. Thomas meinte noch kurz vor der Pause: „Jetzt hast Du’s gleich geschafft oder fährst Du heute weiter ?“ Aber diesen Teil sollte heute leider Jens übernehmen, er stieg zur Pause aus weil es Ihm genau so ging wie mir letztes Jahr. Schade wollte er doch mit mir die Berge hochfahren. Nachdem Sten hier seine Schutzbleche montierte, machte ich es Ihm nach, sollte es doch in diesem Abschnitt über den Böhmerwald gehen, in dem es bisher wohl immer geregnet hatte. Auch Ecki gab „Regenbefehl“, also kam auch noch die Regenjacke ins Trikot. Nach der Pause ging es gleich wieder unrhythmisch los. Ein Speichenbruch bescherte uns die nächste Pause. Zum Glück war nichts weiter passiert und dank dem Materialwagen mussten wir nicht lange warten. Ab hier fuhr auch Martin mit vorn. Er fühlte sich wohl etwas angestachelt wegen der „roten Punkte“ von mir und war von der Spitze des Feldes bis zum Ende des 3. Abschnittes dort nicht mehr zu verdrängen. Durch die Punkte im ersten Abschnitt hatte ich mir schon etwas Hoffnung auf das Rote gemacht. Aber zusehends viel es mir schwerer im 2. Abschnitt mit vorn zu fahren. Zdenek und Martin machten unaufhörlich Druck vorn.
Bergwertung Plasy: Ich rollte vorn mit den Berg runter und wir hatten Mühe das Feld wieder einzubremsen. Ecki hupte und schwenkte die Fahne und schon ging es volles Rohr los. Dieses Tempo war nicht lange zu halten, der Puls schnellte auf 180 hoch aber es fühlte sich gut an und machte Spaß. Schon bald kam Enno, dem wir Platz machten aber auch er musste sich recht schnell den Bergfahrern geschlagen geben. Also ging es weiter im normalen Tempo den Berg hoch. Als nächstes kam Pilsen, sehr nervige Stadt mit gefühlt noch mehr roten Ampeln als Dresden. Ein ständiges „Stop and Go“, kaum hatte man an Tempo gewonnen stand man wieder auf der Bremse. Das Feld zerfiel und am Ortsausgang war 10 Minuten warten angesagt. Dafür rollte es danach gut bis zum Böhmerwald. Die Eröffnung der Bergwertung dort habe ich nur noch aus der Ferne gesehen, zu viel Druck wurde gemacht am Anfang des Berges. Der Berg rollte wegen des flachen Anstieges relativ gut. Wie fast immer kam ich im guten Mittelfeld an und machte hier meinen ersten Bergpunkt. Bei der Überfahrt fielen dann auch die ersten und einzigen Regentropfen. Die Straße wurde zwar leicht feucht, aber nass wurden wir zum Glück nicht. Zur Pause gab es leckere Suppe und Würstchen, das war genau das richtige hier um wieder Kraft zu tanken. Noch ein paar Minuten die Füße hochlegen und schon war ich wieder frisch für die nächste Etappe. Der Weg nach Passau war auch dank einer Umleitung wunderschön, leider störten dem Vorwärtsdrang des Feldes wieder zahlreiche Platten. Nach der schönen Stadtdurchfahrt in Passau ging es direkt in die Bergwertung, hier kam das 29er das erste Mal zum Einsatz. Das kurze Steilstück hatte es ordentlich in sich. Der Rest des Berges zog sich recht flach dahin und schon bald war die Bergwertung erreicht. Mit Alex, Hilde, Martin und ein paar anderen ging es auf die Suche zur Abendpause. Mit ein paar extra km und Verspätung ging es endlich ans Kuchenbuffet. Nach der Pause ging es gut gestärkt mit Licht in die Nacht. Die Strecke war topfeben und Zdenek machte vorn wieder Druck. Ich wurde zunehmend müder und konnte kaum noch die Augen aufhalten, das konnte ja lustig werden in den Morgenstunden. Besserung kam erst an der Daxluegstraße mit seinem super Blick über Salzburg. Danach kam endlich die lang ersehnte Nachtpause. Zwei Teller Nudeln und noch etwas Kuchen füllten die Energiespeicher wieder auf. Nur etwas Füße hochlegen und ausruhen verschaffte mir neu Kraft. Schlafen war mir zu gefährlich, ich hatte Angst überhaupt nicht mehr munter zu werden. Die Müdigkeit war wie verflogen und nach dem Koloman ging es ins Salzachtal. Hier machte Sirko Druck ohne Ende bis Bruck. Die km flogen nur so dahin. Ich war mir langsam sicher das ein Finishen machbar ist. Bis Bruck ist kein Thema, den Glockner werde ich schon irgendwie hochkommen und der Rest wird dann auch werden – so mein Plan. In Bruck gab es lecker Schnitzel und die Reste vom Vortag. Für die Glocknerabfahrt noch schnell ein paar warme Sachen zusammengesucht und schon hupte es wieder drei Mal.
Letztes Jahr bin den Glockner zwei Mal gefahren, Bestzeit dabei auf der Glocknerkönigstrecke war exakt 2 Stunden. Ich rechnete mit mindestens 2,5 eher 3 Stunden. Die Anfahrt bis zur Bergwertung war schnell, wir hatten leichten Rückenwind und ich führte das Feld ins Tal hinein. Zur Eröffnung entschwanden die üblichen Verdächtigen und es wurde schnell ruhig in der ersten Rampe. Mit Alex hatte ich ausgemacht dass wir gemeinsam das Ding meistern werden. Und so sind wir die ersten zwei Drittel im Gleichschritt hinaufgetreten. Wir fuhren unser Tempo und wurden von der Hilde, Rolf und noch einem Fahrer überholt. Mein Tritt war immer noch rund und es lief für mich recht gut. Alex war nicht mehr so schnell und lies sich immer mehr zurückfallen. Kurz vor der Bergwertung steckte Rolf hinter einer Feuerwehr fest. Ich zog vorbei und erreichte das Fuschertörl in 2:15. Dabei wären noch ein paar Reserven drin gewesen. Da das Wetter schön war fuhr ich noch auf die Edelweissspitze. Dort gönnte ich mir 15 Minuten Pause und genoss bei zwei Waffeln die wärmende Sonne und den Ausblick. Jetzt ging es weiter zum Hochtor, aber irgendwie lief der Motor überhaupt nicht rund. Machte mir die Höhe zu schaffen ? Ich war jedenfalls froh, als ich endlich das Hochtor erreichte. Hier war es richtig kalt geworden und ich merkte wie mein Kreislauf zu tun hat. Schnell trockene Sachen angezogen und leicht angeschlagen ging es den Berg runter. Die Abfahrt zog sich endlos, die Konzentration musste ich schwer aufrecht halten und ich war heilfroh als ich endlich unten ankam. Zu dem Zeitpunkt hatte ich das einzige Mal ernsthafte Bedenken das Ziel nicht zu erreichen. Aber unten war es wunderschön warm, die Bergflöhe lagen wohl schon seit Stunden in der Sonne und ruhten sich aus. Die Wärme und etwas Essen ließen auch meine Lebensgeister schnell wieder einkehren und schon ging auf in den vorletzten Teil.
Auch hier stürmte Sirko wieder vornweg, ich hatte Mühe das Tempo hinten zu halten. Wo nahm der Typ nur diese Kraft her – Wahnsinn ! Iselsberg und Geilberg rollten ganz gut und schon waren wir in der letzten Pause. Bei herrlichen 25°C saß ich auf dem warmen Asphalt. Die Wärme tat meinen Beinen gut und schon hupte es zweimal. Ich quälte mich hoch und dachte nur: „Ach du Sch… !“ Bis dahin hatte ich keinerlei Probleme mit dem Verdauungsorgan. Aber jetzt blieb keine Zeit mehr und so organisierte ich mir nur schnell etwas Papier. Auf dem kurzen Weg zum Plöckenpass merkte ich schon den Darm krampfen. Ich hoffte das wird schon wieder, aber es sollte anders kommen. In der Auffahrt fand ich mich das erste Mal ganz hinten wieder. Nichts ging mehr. Der Puls hing bei 135 fest und die Kurbel wollte überhaupt nicht drehen. Der Darm krampfte immer mehr. Nach einem km hielt ich an, lies Bergfex ziehen und düngte den Wald. Danach ging die Post ab, es waren mit einem Mal 15 Schläge mehr an Puls da. Ich bolzte den Berg hoch. Ich hatte das Gefühl an Rainer, Opa Jens und Rolf förmlich vorbei zu fliegen. Es dauerte nicht lange und ich hatte Bergfex wieder eingeholt. Das war ein geiles Gefühl, als der Motor wieder rund lief. Zu zweit erreichten wir die Bergwertung, dort warteten schon ein paar Fahrer. Für alle Fälle noch mal etwas Papier besorgt und gemeinsam ging es los. Der Ravascletto sollte laut Jens ein schöner Rollerberg sein. Dieser sollte aber alles andere als gut rollen. Grober Belag und ordentlich Steigung machten eine angenehme Auffahrt zunichte. Zu tritt quälten wir uns fluchend hinauf. Niels und Bergfex machten eine weitere Pause. Ich wollte einfach nur noch zum Zoncolan und fuhr weiter. Am Einstieg kam der Rennleiterwagen und versorgte mich noch mal mit Cola. Noch schnell etwas gezuckerte Sahne rein und auf ging es. Durch den Ort war die Steigung noch ganz erträglich, aber nach dem kurzen Flachstück ging es zur Sache, als es in den Wald ging. Abwechselnd im Sitzen und Stehen fuhr ich die ersten Meter hinauf. Der Puls sprang auf 160, soviel hatte ich schon seit Stunden nicht mehr. Ich hatte das Gefühl gleich zu bersten. So konnte es nicht bis nach oben gehen. Erst mal versuchte ich es mit kurzen Stopps, aber das war nicht wirklich angenehm. Also ging es weiter im Zickzack. Anders war dieser Berg für mich nicht zu bewältigen. So konnte ich immerhin den Gipfel auf dem Rad erreichen, was mein Ziel war. Nach der Hälfte machte ich eine kurze Pause um nochmal etwas zu essen und zu trinken. Auf Grund der Steilheit wäre ich sonst wohl umgefallen. Auf dem gesamten ca. 7km langen Steilstück gab es vielleicht 3 Stellen die „weniger steil“ und 10 Meter lang waren. Zum Trinken gab es also nur ganz wenige Stellen. Erstaunt war ich nach der Pause als ich plötzlich ein Schnaufen hinter mir hörte. Es war Rolf. Wow, mit fast 60 Jahren taucht er hier hinter mir auf und zog noch vorbei. Das möchte ich in dem Alter auch noch können. Hut ab vor dieser Leistung ! Allerdings legte Rolf dann auch noch zweimal eine Pause ein so dass ich wieder vorbei zog. Als dann endlich der erste Tunnel kam, wusste ich jetzt ist es gleich vorbei. Der kurze Schlussanstieg noch und schon war es geschafft. Die Tränen übermannten mich vor Freude. Einer nach dem Anderen kam zu gratulieren und wir lagen uns in den Armen. Ein unbeschreibliches Gefühl.
Noch vor einer Woche hätte ich das Alles nicht für möglich gehalten. Ich möchte dafür, vor allem Thomas und Sten danken, dass sie mich ermutigt haben, mich noch anzumelden. Vor allem aber ein großer Dank dem ganzen Elbspitzteam, die es mir auch noch kurz vor knapp ermöglicht haben hier teilzunehmen und für die tolle Organisation. Alex und sein Versorgungsteam haben fantastisch gearbeitet. Mir hatte es nie an etwas gemangelt, es war immer genug da und wir wurden umsorgt wie bei Mutti. Vielen Dank dafür, so etwas habe ich noch nirgends erlebt ! Ein großer Dank auch an alle anderen Betreuern, Fahrern und vor allem unserem Rennleiter Ecki . Sie haben uns super unterstützt und geholfen wo es nur ging – Ihr wart fantastisch.
Zum Schluss gilt mein ausdrücklicher Dank meiner lieben Frau und meinen 3 Söhnen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Ihr mich immer wieder trainieren lasst und dafür auf mich verzichten müsst. Dank eurem tollen Foto am Rad konnte Ich mich immer wieder super motivieren. Vielen, vielen Dank dafür, das war eine tolle Idee!!!

Elbspitze 2013 (Zdenek alias Sam)

Die fünfte und härteste Ausgabe der Elbspitze (www.elbspitze.de ) ist zu Ende. Am 28.06. stand ich mit 23 Mann am Start.

Am Ende 775 km und 12000 Höhenmeter am Tacho, Start in Dresden, Zielankunft am härtesten Anstieg den ich bis jetzt gefahren habe, dem Monte Zoncolan, inklusive Großglockner Überquerung .

Jeder der 13 Finnischer kann sich als Sieger fühlen.
Da ich 2011 schon mal an einer Ausgabe der Elbspitze teilgenommen habe,( damals mit Zielankunft am Timmelsjoch), und die Master Wertung gewonnen habe, ahnte ich was auf mich zukommt.
Trotz diesem Mörderischen Strecken Profil, war das Finnischen und die Verteidigung meines Titels von 2011 mein Ziel. Vor allem wollte ich aber mit der fast gleichen Tollen Truppe wie 2011, diese Herausforderrung erleben.
Um 5:30 an der Frauenkirche in Dresden dann der Start.
Schon nach 48 km kam die Erste Bergwertung. Ich konnte gut mitgehen und wurde 3. Allerdings explodierte bei Thomas, der sich dann fast alle restlichen Wertungen holte, bei Antritt der Hinterreifen.
Nach 148 km dann die erste Verpflegung und 30 min. Pause.
Bei der zweiter Bergwertung bei km 165 wurde ich 4.
Eine kurze 10 min. Pause bei km 228 und schon bei km 259 die nächste Bergwertung in Böhmerwald. Der erste lange Anstieg mit 17,6 km und 655 hm.. Auch da habe ich mich gut als 5.platzieren können.

In Bayerisch Eisenstein bei km 268 dann die Nächste Verpflegung und 30 Minuten Pause, wo unsere Betreuer eine leckere Suppe und ein Fürst Class Buffet hingezaubert haben.
Dann ging's weiter Richtung Passau.
25 km vor der nächsten Bergwertung in Passau bekam ich Probleme mit meiner Schaltung.
Die Schaltvorgänge wurden immer langsamer, die Akku Kapazität immer weniger, bis ich gar nicht mehr schalten konnte.
Ein Glück für mich das Jens Wehofski im Begleitfahrzeug gesessen hat und ich sein Rad haben konnte. An diese Stelle vielen Dank Jens!!!
Ein kurze Stopp am Straßen Rand, Sattel samt Sattelstütze umbauen, Schuhe wechseln, da Jens Power Plattes fahrt und seine Pedale gingen nicht auf.
Zum Glück haben wir fast die gleiche Schuhgröße. Das Fast hatte sich dann Bestätigt, wo ich Probleme mit meinem Füssen bekam. Da musste ich aber durch.
Dann ging's in Zeitfahrmanier dem Feld hinter her. Die Wertung in Passau bei km 355 fand dann ohne mich statt, aber ich konnte wieder aufschließen.
In Schärding am Marktplatz dann die Nächste Verpflegung bei km 366 um 21:30 Uhr. Diese mal 45 Minuten, da wir uns auf die Nachtfahrt vorbereiten mussten und die Beleuchtung montierten.

Um 1:03 Uhr dann die erste richtige Alpenwertung Am Daxlueg mit durchschnittlichen Steigung von 9,4% . Auch da konnte ich gut mitgehen und wurde sogar dritte.
Zwischen durch sammelte ich immer fleißig Punkte für die Wertung " Aktivste Fahrer" mit viel Führungsarbeit im Feld und ging in Führung.

Eine ausgedehnte Verpflegung Pause um 2:50 bei km 476 in einem wohltemperierten Sportheim, nutzten einige Fahrer um die Augen kurz zuzumachen. Nach 75 min. ging's warm eingepackt weiter.

Bergwertung am Koloman bei km 495 konnte ich als 5. Finnischen und es ging weiter Richtung Bruck/Großglocknerstraße, wo das Super Betreuerteam eine Verpflegung stelle mit leckerem Frühstück vorbereitet hat.

Diese 80km musste ich wie schon vor zwei Jahren, arg mit Sekundenschlaf kämpfen.

Mit einem Small Talk mit Sirko habe ich mich doch noch in die Frühstückspause bei km 570 gerettet.

60 Minuten zum Essen umziehen und sich neu motivieren.

Überquerung von Großglockner mit Wertungen am Fuschertörl, optional Sonderwertung Edelweißspitze und am Hochtor, stand an.
Die Sonne kam auf und es ging los. Im Berg reingefahren nahm ich mein Rhythmus wieder auf und nach ein Paar Kilometern musste ich rausnehmen.
Ich war einfach nicht in der Verfassung mein Tempo zu gehen, ein Resultat meiner Strategie.
Bei allen Wertungen mit zu gehen, viel Arbeit im Feld zu leisten und selten die Beine hängen zu lassen.
Dazu kamen noch geschätzte 100 stinkende, rußende Oldtimer Feuerwehr LKWs, die sich in meinem Tempo hoch gerungen haben.
Ein Leckerbissen für weit offene Lunge.
Es reichte noch für Platz 6 an beiden Wertungen.
Nach der Abfahrt in Heiligenblut in der nächsten Verpflegung wieder angekommen, war ich durchgefroren und einfach nur müde.

Ich legte mich in den verschwitzten Winterklamotten in die Wiese und musste mich erst einmal sammeln
Zum Glück schien die Mittagsonne, und da bäumte ich mich wieder auf.
Frisch umgezogen im Sommeroutfit, bei Kilometerstand 630, ging es in den vorletzten Abschnitt mit Wertungen am Iselsberg , wo ich dritter wurde und am Gailberg mit Platz vier wieder voll in Rennmodus.
An der letzten Pause vor dem Ziel bei km 680 wurde es ernst.
Das letzte Mal umziehen. Die Sonne produzierte Temperaturen über 25°C und somit habe ich nur das notwendigste an und dabei.

Laut Roadbook erwarten uns noch 57km,mit Plöckenpass, Ravascletto und Monte Zoncolan drei Pässe und 2300 Höhenmeter.

Das es 30 km mehr waren mussten wir erst später erfahren.

Der Rennleiter hat uns den letzten Streckenabschnitt beschrieben und versprochen den Weg noch Auszuschildern . Trotzdem machte ich mir Sorgen, sollte ich alleine bleiben, den richtigen Weg zu finden.

Unmittelbar nach der Verpflegung gab es den Startschuss , und das Feld blieb im Gegensatz zu vorher noch kompakt . Erst wen es richtig in die Steigung ging, Starteten die übrigen Verdächtigen durch . Thomas und Stan setzten sich sofort ab und Sirko machte die Pace für mich und noch zwei Mitbewerber. Auch wir setzten uns von restlichem Feld ab.

An eine Zwischenabfahrt mit total zerbombte Straße setzte ich mich in Front und machte richtig Druck. Dann waren wir zu dritt. Mitten in Ravascletto musste ich dann abreißen lassen und war auf mich selbst gestellt. Nach der Abfahrt von Ravascletto musste eigentlich laut Roadbook und der Beschreibung von Rennleiter, die Abzweigung zum Monte Zoncolan kommen.

So hielt ich Ausschau nach Elbspitze Schildern, kontrollierte mein Tacho und immer wenn ich dachte ich habe mich verfahren, sah ich ein Schild und atmete durch . Es waren eben die 30 km mehr zum fahren und dann kam die Abzweigung zum Monte Zoncolan . Leider war der Schild ein wenig Unglücklich platziert und so bog ich eine Straße zu früh ab und drehte noch kleine Schleife durch Dorf. Unter fahren fragte ich mit meinem perfektem Italienisch einige Leute "Strada Monte Zoncolan " ? und alle winkten in eine Richtung.

So bin ich auf ein mal angekommen. Ich fuhr auf die Furchterregende Rampe zu und stellte mir die Frage " Wie soll das gehen?"

Also die kleinste Übersetzung auflegen und hoch. Das ging ein Kilometer gut, dann stand ich.
Neu einklinken und durchstarten - keine Schanze. Runterfahren und neu Starten - um Gottes Willen. Also zog ich meine Radschuhe aus und schob.
Es hat lange zwei Kilometer gedauert bis eine entschärfte Kurve kam und ich wieder mit dem Rad anfahren konnte. Die restlichen 5 Kilometer habe ich mich dann durchgebissen .

Unter Anfeuerung der Rennleitung , Betreuer um den vier Champs die vor mir gefinisht haben, bin ich überglücklich und emotional völlig überwältig durch Ziel gefahren.

Somit wurde ich „Grand Master Sieger“, zweite in der Wertung " Aktivste Fahrer", vierte in "Bergkönig" Wertung und gesamt fünfte.
An dieser Stelle vielen Dank an Jens Wehovsky und das ganze Org. Team. Respekt und Dank an alle Mitbewerber für das faire Wettkampf und auch an alle Beteiligten für die freundschaftliche, fast schon Familiäre Atmosphäre.
PS: Monte Zoncolan- ich komme wieder und begleiche die offene Rechnung.
Beste Grüße
Sam

Elbspitze 2013 (Lars alias Hilde)

Eigentlich hatte ich mir nach meiner Elbspitzteilnahme im letzten Jahr gesagt: „einmal reicht“. Zu groß waren die Qualen, zu schlimm die Schmerzen im Knie, die mich auch noch lange nach der Tour 2012 begleiteten. Doch ist der Schmerz einmal vorbei, vergisst der menschliche Körper eben sehr schnell, wie sich das damals angefühlt hat, so dass im Herbst die Lust auf eine erneute Teilnahme aufkeimte. Da ich in 2012 unerwartet gut gefinisht hatte, kam gleichzeitig tief in mir der Traum von etwas noch Größerem auf. Allein das Tragen des „normalen“ Elbspitztrikots lässt einen 2 km/h schneller fahren. Wie würde sich das wohl mit einem gewonnen Wertungstrikot anfühlen? Das Projekt begann. Das Rad musste leichter werden und ich natürlich auch. Mein im November geborenes Töchterlein würde es mir ermöglichen Elternzeit zu nehmen und ein ausgedehntes 2 monatiges Trainingslager in Spanien und Frankreich zu absolvieren. Die Rahmenbedingungen waren also ideal. Bis zum Beginn der Elbspitze bescheinigte mir mein neuer Trainingspartner „STRAVA“ eine gute Form. Gleichzeitig musste ich natürlich zur Kenntnis nehmen, wie die Konkurrenz ebenfalls Fabelzeiten in die Berge kloppte. Die Vorfreude stieg.


Als ich am Freitagmorgen an den Start rollte, stand meine Taktik fest. An erster Stelle stand natürlich ankommen, was für diese Hammerstrecke keine Selbstverständlichkeit sein würde. Das Wetter dachte ich mir, würde dieses Jahr nicht den Ausschlag geben. Schlimmer als 2012 konnte es eigentlich nicht kommen. Das größte Fragezeichen stand wie immer hinter meinem Knie. Ich wollte mich aus den großen Bergschlachten in vorderster Front raushalten und nur hier und da ein paar Punkte einsammeln. Das letzte Jahr hat mir gezeigt, dass Thomas, Sten und Sirko jeden Berg mit einer Genugtuung auf Anschlag fahren und das eben auch können. Das wäre einfach zu viel für mich. Der Kampf um Rot kam für mich auch nicht in Frage. Zu groß die Gefahr des Totalausfalls wie letztes Jahr bei Alex und auch dieses Jahr wieder bei Martin. Also immer mal mit führen, aber dosiert ohne sich total zu schrotten. Da ich wusste, dass das grüne Sondertrikot sehr hart umkämpft sein würde, wollte ich mich auch hier raushalten. Blieb also nur noch ganz bescheiden Gelb. Das klingt abgehoben, ist aber wie ich finde, der Weg des geringsten Wiederstandes, da man eben nur auf dem letzten Teilstück ordentlich zünden muss. Die Fahrt konnte beginnen.

Das Einrollen nach Moldawa fühlte sich schon mal viel entspannter an als im Vorjahr. Auch die Eröffnung der 1. Bergwertung mit den davonfahrenden üblichen Verdächtigen wirkte auf mich nicht mehr so außerirdisch. Ich war der Überzeugung, dass ich das Tempo hätte durchaus mitgehen können, aber ich hielt mich zurück. Für die 2. Bergwertung in Plasy hatte ich mir vorgenommen mal mit reinzuhalten. Leider hielten sich die Bergfahrer hier erst mal zurück und stachelten stattdessen Enno an, sich die Wertung zu holen. Dieser fuhr wie begast und war kurz vorm zerbersten, was er kurz darauf dann auch tat. Danach gings dann zum Glück doch noch los und ich hängte mich an das Hinterrad von Sten. Thomas zog an und riss ein kleines Loch. Sten fuhr dieses kurz darauf zu und ging gleich vorbei. Als plötzlich auch Sten rausnahm sah ich meine Chance und zog durch. Erster. Für mich war die Elbspitze hier schon gelaufen. Nach diesem kurzen Hoch kam prompt die Ernüchterung. Rauf zum Böhmerwald ging nichts. Obs am Essen oder Trinken lag, weiß ich nicht. Vielleicht hatten mich auch die Führungskilometer neben dem Weltmeister bei Puls 170 zu viele Körner gekostet. Wahnsinn was Zdenek da so in der Ebene drückt. Ich hatte jedenfalls am Berg große Mühe an Björn dran zu bleiben. Auch die anderen alten Herren um Thomas Geiger, Opa Jens und Rolf sahen entspannter aus. Nach der 2. Verpflegung musste ich also irgendwie wieder regenerieren aber der Magen rebellierte. Ich musste auf die Hütte, aber wie. Da Feld rollte und rollte. Dann der langerhoffte Platten ich glaube von Opa Jens. Runter vom Bock, aber wohin? Weit und breit kein Busch. Also seinen Anstand kurz vergessen und hinter das Bushäuschen gehockt. Grandios. Bis Passau ging es ja dann zum Glück auch recht entspannt weiter. Nach der Abendpause ging es also in die Nacht und mit der Nacht kamen dann auch die langerwarteten Probleme mit meinen Hufen. Das rechte Knie fing an zu muckern und in der linken Kniekehle verspürte ich ein nie dagewesenes Ziehen. Offenbar war der Sattel etwas zu hoch was die Sehnen reizte. Ich konnte das Bein kaum noch beugen. Wohl dem der sich vor einem Ultramarathon mal auf mehr als 200 km testet. Ab der Nachtpause war also Voltaren salben angesagt. Ich hoffe Salben steht nicht auf Herrn Steiners Dopingliste und ich werde nicht nachträglich disqualifiziert. Wirklich geholfen hat es zumindest in der Nacht nichts. Auch die 3 paar Beinlinge brachten keine Verbesserung. Ich hatte große Bedenken bezüglich meines Durchkommens, da der eigentliche Hammer ja noch bevorstand. Durch die Nacht bin ich dann ganz gut gekommen. Irgendwie macht mir das nicht so viel aus. Viele andere hatten da in den Morgenstunden offenbar mehr Probleme. Mit der Abfahrt aus Bruck ging es in die entscheidende Phase. Schon am Einstieg musste ich fasst alle ziehen lassen. Das machte mir Angst. Die Knie taten immer noch weh, also nutzte ich den ewig langen Anstieg um an einer neuartigen Schub-Drück-Technik zu arbeiten. Tatsächlich wurden die Schmerzen weniger. Durch die wiedergewonnen Lebensfreude konnte ich mich langsam von hinten weiter vor würgen. Am Fuschertörl rief mir dann Jens zu, dass ich eine halbe Stunde auf Thomas und Sten Rückstand hatte. Das war schon ein kleiner Tiefschlag, andererseits war ich auch recht entspannt unterwegs gewesen und hatte mich an den schneebedeckten Gipfeln ergötzt. Auf der Abfahrt schloss ich zu Sam auf und gemeinsam rollten wir in die wohl schönste Pause der Tour. Sonnenbaden auf der Elbspitze, ein Traum. Das hatte ich das ganze Jahr noch nicht. Nach der vorletzten kleinen „Überführungsetappe“ sollte es dann also losgehen. Nach der ganzen Huddellei hatte ich mich schon vor längerer Zeit von meinem ursprünglichen Ziel verabschiedet. Vielleicht war es aber auch nur das fehlende Selbstvertrauen. Ich lies Thomas und Sten fahren und hängte mich an Sirko und Sam. Eigentlich wollte ich nur noch möglichst schnell ins Ziel, um dann endlich keine Berge mehr fahren zu müssen. Die Auffahrt zum Plöckenpass lief gut. Lange konnten wir auch das Spitzenduo noch erspähen. Am Ravascletto lief es sogar noch besser und ich war total überrascht als Sam auf einmal reissen ließ. Ich dachte der Mann platzt nie. Erst wollten wir warten, aber Zdenek rief uns zu weiterzufahren. Er war wirklich breit. Nun sollte es also zum kleinen Revival der Elbspitze 2012 kommen, nur diesmal nicht um Gelb. Bei wohlig warmen Temperaturen fuhren wir in meinen „Hausberg“. Hausberg daher, weil ich den Zoncolan dieses Jahr bestimmt schon 5 mal als Video auf meiner Rolle im Winter gefahren war. Irgendwie fühlte es sich da nur etwas einfacher an. Die Realität sah anders aus. Ich bin noch nie einen Berg so hochgeeumelt. Das Ding war so steil, dass man nur 2 oder 3 Stellen hatte um überhaupt mal zur Flasche greifen zu können und dabei nicht umzufallen. Am Anfang lies ich Sirko vor, damit wir uns beim schlängeln nicht gegenseitig umfuhren. Zu schmal war der Weg für ein Duell Seite an Seite. Von hinten musste ich dann mit ansehen, wie er langsam immer weiter entwich. Nicht viel aber merklich. Nach gut 700 hm kam ich plötzlich wieder ran. Sirko gab komische Grunzlaute von sich und in einer Kurve scherte er aus um nachzutanken. Mit Demut ging ich innen vorbei und erhöhte das Tempo. Moralisch fuhr ich die ganze Zeit 400 hm hinter Sirko. Schließlich hatte er von Anbeginn der Tour seine Kraft für die Gruppe investiert und insbesondere die Nacht fast komplett im Wind verbracht. Auch die 12 Berge vorher dienten ihm nicht zur Regeneration. Ich dagegen war sehr dosiert gefahren. Moral hin oder her, jetzt musste geschlachtet werden. Ich hielt das Tempo soweit möglich oben, weil ich wusste das Sirko nicht einfach aufgibt. Niemand kann sich so quälen wie er. Mit Magenkrämpfen kam ich aus dem letzten Tunnel und vernahm vom Gipfel die ersten „Hilde“-Rufe. Den Tränen nahe schraubte ich mich die letzten Kehren hoch, wo ich vom halben Betreuungsteam und den beiden Erstplatzierten lautstark empfangen wurde. Ganz groß. Kurz danach kam auch schon Sirko aus dem Tunnel geschossen. Er hatte sich wie erwartet erholt und war mir wieder näher gekommen. Wahnsinn.

Auch wenn mein Traum von einem Trikot nicht in Erfüllung gegangen ist, bin ich überglücklich und sehr stolz ein Teil der Elbspitze 2013 gewesen zu sein. Die Trikots sind alle genau dort wo sie hingehören.

Vielen Dank an alle Organisatoren und besonders das Verpflegungsteam. Wie ihr uns immer in Empfang genommen und bemuttert habt, war echt genial, auch wenn ich von euren Gels und Isodrinks jetzt erstmal echt genug habe ;).

Elbspitze 2013 (Niels)

Als ich Anfang März vor meinem Rechner saß und mir mal wieder die Strecke der diesjährigen Tour und die Berichte der letzten Jahre angehen habe, wusste ich, jetzt oder nie!
Getreu nach dem Motto: „Man darf es nicht nur wollen, man muss es auch tun!“
Nur die große Frage war, wie trainiert man für so einen Ultramarathon? Ich bin die letzten Jahre schon viele Marathons gefahren, Ötztaler, Engadiner, Dolomitenrundfahrt, Schwalbe Tour Transalp, …, aber das jetzt übertrifft alles!
Schon beim lesen der Streckendaten erstart man vor erfurcht, 737 km mit 12000 hm von Dresden auf den Monte Zoncolan in gut 36h.

Die Vorbreitung verlief eher weniger optimal. Schon Ende des letzten Jahres stand fest, dass es ein Trainingslager im Süden nicht geben wird, also Grundlage in der Heimat fahren! Eigentlich alles kein Problem, hätte sich der Winter nicht überlegt, dieses Jahr etwas Überstunden zu machen und die weiße Pracht bis Mitte April in der Oberlausitz liegen zu lassen.
Somit hieß der Trainingsplan am Anfang des Jahres Langlauf, Spinning und Joggen. Mit den ersten schönen Tagen ging es dann aber gleich aufs Rad und es wurden die Kilometer nur so runter gespult. Jeder Woche ca. 450 km Training, bei einem 40h Job nicht immer leicht und kostet so manche Entbehrung.
Deswegen habe ich mich auch entschieden im Mai noch einmal 14 Tage den Bock in die Ecke zu stellen und mir eine Auszeit zu gönnen. Einfach mal andere Dinge im Leben genießen!
Danach galt wieder volle Konzentration auf das Ziel „Monte Zoncolan“, nur dass das Wetter immer noch nicht besser geworden war. Bis zu sechs Stunden im strömenden Regen fahren, gehörten nun leider des Öfteren dazu. Wenigstens wusste ich, falls das Wetter bei der Elbspitze schlecht werden sollte, bin ich gerüstet.

Nun war es soweit, am 28.06. nach einer kurzen Nacht, klingelte um 3 Uhr der Wecker. Noch kurz einen Kaffee getrunken und ab ging es mit dem Auto nach Dresden. Um 04:30 Uhr war Treff an der Frauenkirche, kurz einschreiben, Startpaket in empfang nehmen und die letzten Vorbereitungen treffen. Gleich am Start bekam jeder sein Elbspitze-Trikot, das sofort übergestreift wurde. Ich war schon etwas stolz zu den 23 Startern zu gehören die die 737 km in Angriff nehmen. Jetzt galt es „nur“ noch zu finishen.

Der Tross setzte sich um 05:30 Uhr in Bewegung. Gleich zum munter werden ging es die ersten 48 km nur bergauf zum Grenzübergang Moladva im Erzgebirge, wo die erste von 14 Bergwertungen auf der Tour ausgetragen wurde.
Für mich war das einzige Ziel, mit dem Rad auf dem Monte Zoncolan anzukommen und deshalb galt es sich aus jeglichem Kampf um eines der Wertungstrikots heraus zu halten. Bloß nicht überpacen und den Puls zu weit nach oben treiben, um Körner zu sparen.
Die nächsten Kilometer bis zur ersten Verpflegungspause bei km 148 vergingen wie im Flug. Dort angekommen traute ich meinen Augen nicht, was das Organisations-Team da auf die Beine gestellt hat, war ganz große Klasse! Das war ein 5 Sterne Buffet für Radfahrer. Alles was das Herz begehrt und was man braucht um genügend Kraft für den nächsten Abschnitt zu sammeln. Man musste sich nur noch hinsetzten und sich durch das Schlaraffenland futtern und trinken.
Im zweiten Abschnitt musste Plasy und der Böhmerwald überwunden werden. Zwei Anstiege die nicht sehr steil waren und sich gut fahren lassen, immer in dem Tempo, dass man in der Mitte des Feldes oben ankam. Nach vorne gab es eh keine Ambitionen und nach hinten das Auge immer offen halten, um mit genügend Vorsprung vor dem Ende des Feldes oben anzukommen.
Bei km 268 folgte die zweite Pause bevor es weiter Richtung Passau ging. In den Abschnitten zwischen den Bergwertungen fuhr die Gruppe geschlossen, es wurde zwar zügig gefahren, aber im Windschatten konnte ich gut mitrollen und man merkte gar nicht, dass die Kilometer um Kilometer vergingen.
An der Abendpause hinter Passau hatten wir bereits 362 km geschafft und die Beine waren noch ziemlich frisch und die Laune bestens. Das Licht wurde montiert und ab ging es in die Nacht.
Auf dem Weg zur Nachtpause stand noch der Anstieg Daxlueg im Weg. Hier musste ich das erste Mal richtig auf die Zähne beißen, denn der kurze Anstieg von 3,2 km aber 9,4 % Durchschnittssteigung verlangte im Dunkeln schon einiges ab. Dafür wurde man zwischendurch immer wieder mit einem herrlichen Blick über das leuchtende Salzburg belohnt.
Die Nachtpause war mit 75 min die längste und ich hatte nach der reichhaltigen Nudelparty um 1 Uhr nachts, noch genügend Zeit mal für eine halbe Stunde die Augen zu schließen. Mittlerweile war das Thermometer unter 10°C gefallen und die Motivation zum weiterfahren sank erheblich.
In warme Sachen eingepackt, ging es weiter auf den 6,5 km langen Koloman, wo der Puls noch einmal nach oben schnellte. Perfekt um wach zu bleiben.
Ab jetzt begann dass vor dem ich mich immer gefürchtet hatte. Auf einmal war jegliche Motivation verflogen. Die Strecke war nicht schwer und zog sich nur leicht ansteigend über Bischofshofen nach Bruck am Großglockener. Die Müdigkeit war aber so stark, dass ich alle meine Kraft investieren musste um einfach nur die Augen offen zu halten. Selbst in den Beinen merkte ich auf einmal, dass jeglicher Saft raus war. Ich bekam keine Kraft mehr auf die Pedale und jede noch so kleine Erhebung wurde zur Qual. … Es ging nichts mehr! … In dem Moment auf dem Rad war mir fast alles scheiß egal, ich wollte nur noch in den Bus! Vor allem wusste ich ja was noch vor mir lag, gute 200 km und 5000 hm durch die Alpen.
Ich weiß nicht mal mehr genau wie spät es war als ich in Bruck eintrudelte, ich schätze mal auf etwas zwischen sechs und halb sieben. Nun stand ich da und wusste weder ein noch aus. War es das jetzt? Die Tatsache das es oben auf dem Glockner Temperaturen um 0°C hatte und noch eine geschlossene Schneedecke rechts und links neben der Straße lag, taten zu der Entscheidung weiter zu fahren nicht unbedingt bei.
Gebe ich jetzt auf und setzte mich zu den schon ausgeschiedenen in den Bus, oder probiere ich es? … Erst einmal setzten und Frühstücken!
Nach ein paar Schnittchen und einem leckeren Schnitzel stand die Entscheidung fest.
Es geht weiter! Irgendwie komm ich auf diesen ollen Glockner schon hoch! … Und wenn nicht? … Das gibt’s nicht!!!
Also frische Sachen angezogen und auf ging es, knapp 2000 hm übers Fuschertötl zum Hochtor. Den Anstieg habe ich mich schon öfters hoch gequält aber so gestorben bin ich da noch nie. Einfach nur weiter, noch 15 km zum Gipfel, noch 10, noch 5, … und irgendwann war ich oben! Diesen Glücksmoment kann man nicht beschreiben, einfach nur pure Emotion!
Jetzt hieß es aber schnell warme Sachen an und runter zur vorletzten Pausehinter Heiligenblut!
Unten lagen schon unsere Bergziegen in der warmen Sonne und genossen die Sonnenstrahlen. Also Decke geschnappt und gleich mit auf die Wiese gelegt. Ich merkte sofort wie mich die Sonne mit neuer Energie volltankte und mir neue Kraft gab. Das war echt der Wahnsinn, denn ich fühlte mich wie neu geboren und nicht wie einer der schon 650 km in den Beinen hat.
Ab jetzt war es ein Traum und das Ziel in greifbarer Nähe, mit einem 40er Streifen ging es bei 20°C und Sonnenschein, den Akku voll aufgeladen, weiter Richtung Süden.
Über den Iselsberg (5,6 km) und den Gailberg (6,7 km) folg ich einfach nur drüber und konnte mir sogar noch ein paar Bergpunkte sichern. Eigentlich unvorstellbar, wenn ich überlege wie es mir paar Stunden zuvor ergangen ist!
An der letzten Pause war mir schon klar, dass ich auf jeden fall finishen werde und das beflügelte mich noch umso mehr. Über den Plöckenpass und Ravascletto ging es zum Fuße des Monte Zoncolan.
Die letzten 10,5 km mit 1200 hm und einer Durchschnittssteigung von 11,5% sollten mir aber noch einmal alles abverlangen. Ich wusste, dass der Berg schwer werden würde, aber das war kein Berg, das war steil, steiler, Monte Zoncolan!!! Mit 5 km/h und Zickzack quälte ich mich Meter für Meter weiter, mit der Gewissheit, dass es wohl doch noch etwas länger dauern wird, bis ich da oben bin.
Nach einer gefühlten Ewigkeit stand da an der Wand auf einmal „ultimo kilometro“! Jetzt war es gleich geschafft, noch durch drei Tunnel und dann sah man schon die letzten 300m zum Gipfel. Ein Teil unsere Betreuer stand noch oben und wartete auf jeden einzelnen der 13 Finisher mit tobendem Applaus. … Einfach nur GÄNSEHAUT PUR!!!

Am Ende im Hotel standen 775 km, 12.018 hm und eine netto Fahrzeit von 30 h 05 min auf meinem Tacho, dazu ein Durchschnittspuls von 139, einem Maximalpuls von 172 und einem Kalorienverbrauch von 15.593!

Mein Fazit:
Ich habe schon viele Events mitgemacht und einiges erlebt und kann zu recht sagen: Was das Organisationsteam der Elbspitze auf die Beine gestellt hat ist grandios! Eine Strecke die jedem alles abverlangt, eine Verpflegung die keine Wünsche offen lässt, ein Betreuerteam das mit Herzblut dabei ist und dies in jeder Sekunde der 37 h auch zeigt. Ihr seid einfach nur Weltklasse!!!

Ich bin schon gespannt, welche Strecke ihr für das Jahr 2014 heraus sucht, wenn die Zeit passt und die Vorbereitung stimmt, dann wird dies sicher nicht meine letzte Elbspitze gewesen sein!
Nur dann wird es neben dem Ziel zu finishen, definitiv noch ein weiteres Ziel geben! ;-)

Elbspitze 2013 (Alex)

Seit 2007 bzw. richtig seit 2008 kenne ich Enno jetzt und wir haben bereits viel erlebt, aber dieses Jahr sind wir freundschaftlich noch viel mehr als sonst zusammengewachsen und ich hatte mir vorgenommen all meine Ambitionen komplett abzuschalten - was mir ohnehin als momentan eher "Genussradfahrer" wie Robert so schön formulierte, nicht schwer fiel - und mit ihm am Ende den Zoncolan gemeinsam hochzufahren. Egal ob 18 Uhr oder 23 Uhr. Das stand völlig außer Frage.
Ich bin kein Typ der nah am Wasser gebaut ist, aber ja, in Döllach standen mir Tränen in den Augen nur beim Gedanken das Enno jetzt im Rennleiterauto sitzt, welches gerade ankam. Und leider saß er drin. Mich hat das so sehr angekotzt, aber was soll man machen. Auf dem Fuschertörl hielt ich an und wartete an der Bergwertung, andere kamen, aber nicht das weiße Scott Addict mit den Boras. Und keine Minute später ereilte mich ein Anruf auf meinem Handy, es stand zwar "Anonym" drauf, aber ich wusste natürlich, das kann nur Enno sein. Ab da vermutete ich Böses.

Tja, was blieb dann anderes übrig, als es hinzunehmen wie es ist und das Ding, vorallem zu Ehren Ennos, zu Ende zu fahren. Das Wetter hat es verdammt gut mit uns gemeint und das Ganze sehr vereinfacht. Als 5 facher Elbspitze-Teilnehmer habe ich alle Wetterkapriolen erlebt und kann daher sagen, das 2013 sicher streckentechnisch die schwerste Strecke war, aber auf gar keinen Fall die schwerste Elbspitze war. Das ist ganz klar.

Mit Markus Illmann, degradiert zu meinem Edelhelfer am Böhmerwald-Anstieg, war es ein geniales Gefühl 75 % des Anstieges mit dem großen Blatt hinaufzufahren und ihm in den Flachstücken Befehle zu geben, wie er jetzt genau Druck machen soll. Das war schon ein richtiger erster Flash bei Kilometer 265.
Die Bergwertung in Passau hat sehr viel Spaß gemacht. 34/29 flüssig in der 21% Rampe treten zu können war sehr schön.

SAM, du bist und bleibst meine Nummer 1. Du hast etwas, was man nicht beschreiben kann. Wir müssen öfter was gemeinsam machen und nicht nur alle zwei Jahre mal die ES fahren. Unglaublich !

Aber diese Sache ist schon verdammt viel Kopf. Vor 2 Jahren wäre ich nach Finaleröffnung bei Sirko, Zdenek und Lars am Plöckenpass einfach bis Oben hin drangeblieben, egal ob der Puls schon 173 Schläge zeigt. Das wäre mir einfach egal gewesen. Heute bin ich ruhiger, sehr viel ruhiger und nehme einfach raus. Mehr Dinge am Streckenrand wahrnehmen tu ich deswegen aber trotzdem noch nicht :D

Wie es weitergeht, bleibt ungewiss. Eigentlich sollte man jetzt sagen, danke ES. Das waren super tolle 5 Jahre. Aber nun ist es Zeit, für was neues, anderes.

In diesem Sinne
Alex

Elbspitze 2013 (Thomas Hoffmeister)

Der 5. Start zum Elbspitze – Ultraradmarathon für mich sollte ein Erfolgserlebnis werden. Nach der Schmach von 2012 -wo ich das Rennen witterungsbedingt aufgab- galt es im Winter durch ausreichend Grundlage und darauf aufsattelnd im Lenz entsprechende Bergfestigkeit das Fundament für einen erfolgreichen Wettkampf zu legen. Das Ziel war nicht nur zu finishen, sondern den Favoriten in 2013 ordentlich einzuheizen, denn wenn man über Jahre die Nase immer ziemlich weit vorn hatte und dann verletzungsbedingt nur hinterherfährt, ist das einfach unzufriedenstellend und nagt verdammt nochmal gehörig am Ego. Das sollte sich wieder ändern. Immerhin ging es zum Monte Zoncolan, die Strecke für die ich mich seit Jahren im Organisationsteam einsetzte. Mit knapp 8.000km und deutlich über 100.000hm in den Beinen ging es außerordentlich gut vorbereitet und mit der Überzeugung konkurrenzfähig zu sein an den Start. Im Alpentrainingslager wurde an der Bergform gefeilt und die Referenzzeiten an meinen Trainingsbergen wurden allesamt verbessert. Von Aufregung reden wir jetzt mal lieber nicht, die ist trotz hinreichender Routine ausreichend schlimm, so dass man die Nächte vorm Start schwer einschlafen und auch nie durchschlafen kann. Nach blasenbedingten Boxenstopp‘s fällt das Wiedereinschlafen in den Tagen vor dem Start noch viel schwerer und man hat wiederholt ausreichend Gelegenheit alle Eventualitäten im Kinosaal, dem sogenannten Kopfkino, live durchzuspielen. Von nochmal scheitern, über Schneefall oder wieder nicht konkurrenzfähig zu sein geht der Film auch manchmal positiv aus. Schrecklich sage ich Euch. Als Organisationsteammitglied geht mir neben der sportlichen Aufregung auch noch allerhand Organisatorisches durch die Birne, was aber durch unsere Helfer samt Rennleiter Ecki Bubel und Verpflegungschef Alexander Steiner wie jedes Jahr mit Bravour gemeistert wurde. An dieser Stelle nochmals ein ganz ganz großes Dankeschön an Euch alle, ihr habt wiedermal ein Weltklasseevent maßgeblich positiv unterstützt und zum Erfolg des ganzen Elbspitzetrosses erheblich beigetragen. Dank auch an unsere Sponsoren, ohne deren finanzielle und materielle Unterstützung die Durchführung dieses Events nicht zu stemmen gewesen wäre.
Was ist kleben geblieben von der Elbspitze 2013.
Wir waren eine verdammt starke Truppe, trotz der schwierigen Strecke finishten 13 von 23 Fahrern. Leider mussten wir uns zum Erreichen des Teamziels von 10 Fahrern trennen, die mehr oder weniger freiwillig aus der Elbspitze ausstiegen. Auch Enno, ein Elbspitze-Urgestein mussten wir am Großglockner aus dem Rennen nehmen, da das Finishen für ihn leider ein völlig unrealistisches Szenario geworden war und das Team dadurch im Zeitplan blieb. So traurig das auch ist, so notwendig ist das. Nach den vielen Wetterkapriolen während der vergangenen 4 Elbspitzen verwöhnte uns Petrus ungeahnt mit bestem Radfahrerwetter und ließ die Regenkübel ausnahmsweise stecken. Beispielhaft hierfür die Pause in Döllach, nach der Überquerung der Großglockner Hochalpenstraße. Sonnenbaden war angesagt. Wie die Heringe lagen Sten, Hilde, Zdenek und ich auf der Wiese und erwärmten die von der Abfahrt ausgekühlten Körper auf Betriebstemperatur, wir trugen Sonnencreme auf und bekleideten uns kurz/kurz. Ja so etwas zur Elbspitze, ich habe es mir immer gewünscht, 2013 endlich war es soweit.
Doch zurück zur Hochalpenstraße. Nach der Frühstückspause in Bruck galt es 2.000 Höhenmeter zu bewältigen und dabei auch die Ehrenbergwertung auf der Edelweißspitze in 2.571m üNN auszufahren. Mit Sten, dem Dominator des vergangenen Jahres wurde die Befahrung der Hochalpenstraße zum euphorischsten Moment der Elbspitze 2013. Meter um Meter schraubten wir uns in einem ordentlichen Tempo nach oben und überquerten nach nur 1:45h die Bergwertung am Fuscher Törl, die Sten sich holte. Weitere 13min später rammelten wir freudestrahlend durch das von Dietmar gesponserte Zielband auf der Edelweißspitze und schlugen an an der Cima Coppi der Elbspitze 2013, dort wo vor 5 Jahren der Mythos Elbspitze geboren wurde, an. Danke Dietmar, dieses Zielband wird inmitten anderer Radsporttrophäen einen würdigen Platz finden und mich im Winter beim stink’schen Rollentraining an den emotionalsten Radsportaugenblick 2013 erinnern lassen. Danke auch an Sten ich habe jeden Meter auf dem Weg zur Edelweißspitze mit Dir genossen und war unheimlich glücklich dieses Event mit Dir gemeinsam erleben zu dürfen. Endlich wieder konkurrenzfähig zu sein, ist verdammt geil.
Zum Geburtstag am 29.06. ging es also bei Sonnenschein und besten Radfahrtemperaturen in Richtung Zoncolan. Jens steuerte mit Claudia morgens aus dem Begleitfahrzeug ein Ständchen bei und ich genoss den Augenblick stillschweigend. Sirko währenddessen ackerte unvermindert wie ein Kampfschwein egal ob Bergwertung oder Führungskilometer. Bei ihm ist Elbspitze 2 Tage Radsport in vollen Zügen und Radsport interpretiert er mit größtmöglichem Einsatz zur Verfügung stehender Ressourcen und voller Verausgabung bis zum Erliegen. Gratulation zum Roten Lappen, du warst mit Abstand die stärkste Kampfsau im Feld und hast Dir diese Auszeichnung verdient. Hut ab aber auch vor allen Finishern. Wer auf dem Weg zum und am Zoncolan bestanden hat, ist in meinen Augen eine echte Marathonöse und kann verdammt stolz sein auf seine Leistung egal ob er als Sieger oder Stunden später das Ziel erreicht hat, egal ob fahrend oder schiebend. Und auch diejenigen, die unterwegs die Segel streichen mussten, haben aufopferungsvoll gekämpft und eine beeindruckende Leistung gezeigt. In 2014 wird die Elbspitze etwas kürzer und leichter, soviel sei verraten und wir hoffen Euch wieder mit unserer Streckenauswahl zu motivieren und im Sommer 2014 am Start begrüßen zu dürfen.
Sandra und Maurice, ihr habt mich wieder allzu selbstverständlich viele Stunden in den letzten Monaten trainieren lassen und mich eine Woche in die Alpen entsendet. Das ist nicht selbstverständlich und hierfür bin ich euch wiedermal sehr dankbar. Ich möchte an dieser Stelle meinen Sohn Maurice für diese E-Mail nach dem Zieleinlauf drücken, ich war zu Tränen gerührt: „Papa merke Dir diese 8 Worte. Du bist ein Gott in Radsport für mich“
Ich werde diese Worte nicht vergessen mein Schatz!

Elbspitze 2013 (Sirko)

Jetzt könnte ich eigentlich zufrieden sein. Aber so einfach ist das nicht. Einige werden jetzt wieder sagen, der Sirko hat eben immer seltsame Ansichten, aber ich mag eben ein bisschen Dramatik, und die ES13 war eben einfach nur trocken, und die Temperaturen immer angenehm, es war eben das perfekte Wetter, was sich die meisten seit Jahren erträumt haben. Dabei sah es doch noch so dramatisch aus, 4 Tage vorher. Knackige Temperaturen mit gesammelten 5 mm Niederschlag sollten schon drin sein, das wäre eine Tour geworden, mindestens das doppelte Leid, höchstens die Hälfte der Finisher, Schneefall ab Glockner, ein Traum. Aber jetzt sagt sich das natürlich alles sehr einfach. Hinterher und vorher ist alles immer relativ leicht dahinzusagen. In dem Moment aber, 400 Hm unterm Fuschertörl, wo man in Energienot doch anhalten muss und innehalten, und die hochkonzentrierte Energielösung den Rachen hinunterbrennt und der Blick über die weißen Gipfel der Hohen Tauern schweift, da war man doch sehr glücklich, dass die Sonne aus dem blauen Himmel herabgrillte und alles so erträglich machte.

Seit 11 Jahren - damals mit dem Rennleiter in der Flucht vor dem herannahenden Gewitter den Abstieg vom Triglav, rennend - habe ich nicht mehr einen solchen Muskelkater gehabt. Als ich gestern Walthers Pritsche heimgefahren habe und das erste mal Ausstieg, wären die Beine vor Schmerzen beinahe zusammengeklappt. So wird man doch ganz unmissverständlich darauf hingewiesen, was für eine enorme Belastung hinter uns liegt. Die Beine sind also total verheizt. Aber mehr noch, nicht nur die Beine: als ich Sonnabendabend nach der Tour auf dem Pappen im Bus lag und erstmal eine Minute tief Luft ziehen musste, nachdem ich an der heroischen Aufgabe gescheitert war, ein Vorderrad festzuschrauben, da war mir bereits klar, das auch Herz-Kreislauf so richtig am Ende ist. Und wie ich da so daliege und Stefan und Martin dastehen und mich angucken, da denke ich mir: Da könnt ihr jetzt nochsoviele Stunden im Bus helfen und tatkräftig mit anpacken, die roten Punkte sind vergeben, und das Trikot darf ich jetzt für ein Jahr tragen, da kommt ihr nicht mehr ran. Rot, das ist schon ein geiles Trikot, da kann man auch mal was verheizen dafür.

Nein, das Rote war nicht mein Ziel, überhaupt nicht, das war ganz klar anders formuliert: Mit wehenden Fahnen an der Edelweißspitze für Grün untergehen, so sollte das sein. Nur sind meinen Motivationen auch Grenzen gesetzt. Thomas und Sten sind eben ein enormes Pflaster, nicht von einem anderen Stern, aber eben einfach besser. Moldava, Plasy, Böhmerwald, Schärding, immer das gleiche. Prinzipiell kann ich erstmal gut mitgehen, nicht total am Limit, aber wenn die zwei dann spätestens 200 Meter vor der Wertung nochmal richtig aufdrehen habe ich einfach null Chance. So dachte ich mir dann in der Abendpause so langsam: Edelweißspitze - keine Chance, HC - keine Chance, Gelb - vielleicht, aber riskant, und zu guter letzt: weiter viele Körner in den Bergwertung für dritte Plätze lassen, obwohl man diese Platzierung auch mit 30 W weniger einfahren kann - NEIN! Dann engagierte ich mich also verstärkt ganz an der Spitze des Feldes, nicht wegen dem Rotem, aber vielleicht weil es mir in den Momenten am leichtesten viel, und weil die Gruppe eben lief und "fahrbar" war, um mal aus Sicht eines Feldführenden zu reden. Ich hatte es bereits in meinem Zielsetzungskommentar geschrieben und bin überzeugter den je: Es gibt weniger schönes als die Finisherfeld der Elbspitze anzuführen, denn dass man sich in der Situation wiederfindet, da hängt so viel dran, an eurem Trainingszustand, der Rennleitung, der Betreuern, das Wetter - alles muss passen und wenn man dann voller Zuversicht in den zweiten Tag reinrollt, das ist das einfach HC.
Rot war ja aber damit nicht klar. Dass ich nicht schlecht lag in der Wertung realisiert ich hinterm Glockner. Björn lag nur knapp vor mir, Zdenek aber weit vorn. Er war sicher reif für den Grand Master, die Ernte musste nur noch eingefahren werden. Wenn er dann zugunsten von Blau auf Rot verzichtet geht es eben zu mir. Nur das mit Blau war a) nicht wirklich sicher, denn im Feld wurde gemunkelt, dass Thomas Geiger am Glockner der stärkste Senior war, und das war kein so tolles Zeichen und b) mit rot einfach so auf meine Schultern fand ich auch blöd. Also war mein Ziel klar: Im letzten Abschnitt, in dem nochmal der aktivste-Fahrer-Punkte vergeben wurden, musste ich alles geben, also a) wenn möglich alles von vorn fahren und b) an den 2 Bergen nochmal richtig was zeigen. So fuhr ich dann bis auf 5 km in Zdeneks Windschatten alles von vorne, konnte Sten nochmal ein bisschen kitzeln und mir die Gailbergwertung sichern - was obenraus bei 160 bpm in den zahlreichen Serpentinen gar nicht so schwer viel. Iselsberg hingegen war richtig krass. Zuerst gings mit 150..160 bpm vorn vorn nach Winklern runter und dann voll in der Berg rein, mich von Sten ein bisschen schänden lassen - ich hoffe er hat auch etwas gelitten - und im Zielsprint bei 173 bpm so richtig entsaftet worden. 173 nach der langen Zeit, sowas hatte ich noch nie! Punkt a) gab es aber auch noch, Zdenek musste Grand Master werden! Da ich dachte, dass für ganz vorn eh der Saft raus war, nahm ich mir der Verfolgergruppe an, die mit anderthalb Minuten Rückstand über den Plöckenpass rollte: Zdenek, Hilde und ich. In Ravascletto hatte Zdenek dann Probleme, ich war etwas zwiegespalten, ob es nicht besser wäre auf ihn zu warten. Er selbst meinte, wir sollten weiterfahren. An der Passhöhe sah man ihn dann nicht mehr, er schien gerade völlig zu zerbersten. Also fuhren wir weiter. Dann kam es auf den hinteren Plätzen also zu Revange zur ES12. Die Hilde hatte sich bewusst geschont, das war mir klar das es nicht leicht würde. Außerdem konnte ich in der letzten Pause nicht richtig essen, ich hatte mir noch Bananen und Gels mitgenommen, aber 2400 Hm heißt sowas wie 2400 kCal, dass muss man erstmal zuführen. Alles war klar: Es würde knapp werden. Die erste Hälfte des Endgegners lief auch gut, die Hilde war zwischenzeitlich auf 8 Hm distanziert, das wäre dann eigentlich der richtige Moment gewesen, so richtig durchzuziehen. Stattdessen merkte ich wie der Saft rausging, 5 bpm Verlust und das Cannondale der Hilde kam spührbar näher und überholte mich irgendwo kurz nach der Hälfte des Anstiegs. Verdammt, wo kommt die flache Serpentine wo man noch die 2 Gels verdrücken kann? Ich schaffte es dann die Teile auch ohne flache Serpentine im fahren hinter zu kippen. Ca 200 Hm unterm Berg, kurz bevor es flacher wurde, war der Saft wieder da, zu spät. Die Hilde war weg, was für Waden, ich kam zwar noch mal näher, aber ein enormes Loch von einer Minute war einfach zu hart. Finish! Vierter, das schlechtes Endresultat bei der besten Elbspitze überhaupt, voll zufrieden, zumal ich nur 6 Minuten Rückstand auf Thomas, dem Gewinner hatte.

Das ist die eine Geschichte, aber es kommen noch einige dazu. ES13 war streckentechnisch der härteste Parcour den wir je angeboten haben. Dass wir zu unserem Jubiläum ausgerechnet bei dieser Herausforderungen soviele Finisher (13 Fahrer) hervorbringen, ist für uns Organisatoren eine ganz besondere Ehre, und ehrt insbesondere auch unsere Helfer am Feld, meine Eltern Eckhart und Maritta, unseren Mann der ersten Stunde Dietmar, Claudia und Marcus und Jens aber vor allem auch die Verpfleger: Wolfgang und Angela, die Olbernhau viel Kraft und Zeit für die Vorbereitung investiert und natürlich unser Versorgungsquartett Alex, Sylvia, Anett und Norbert, was dann in Echtzeit aller 4 Stunden ein Schlaraffenland aufbaute. Dort musste man sich einfach nur übelst ins Halleluja durchfressen. Ein Traum. Ihr wart ein super Team.

Nach dem ersten Turn war ich noch nicht ganz so euphorisch wie ich hier schreibe. Wir hatten kaum Zeit rausgefahren und schon drei Platten, und der Regen würde bald kommen. Dabei stand der Wind richtig gut, d.h. er war nicht da, weites gehend windstill, perfekte Bedingungen eigentlich. Ich hatte veranlasst den Start auf 5.30 Uhr zu verschieben, aus Rücksicht vor den Helfern. Zur Not könnten wir St. Koloman streichen, dann hätte man die Stunde zurück, die man durch den späteren Start einbüßt. Wenn man dann mit nur 7 Minuten Vorsprung zur Pause einrollt und verantwortlich für die Zeitplanung ist, dann wird ein leicht mulmig.
Ulf hatte große Probleme das gemäßigte Elbspitztempo an der Wellen zu halten und stieg leider schon nach 5 Stunden aus. Maik ging es zunächst nicht viel besser. Nach kontrollierten 265 W von Possendorf zum Rundteil war zwischen dem Feld und ihm schon ein 200 Meter Loch gerissen, da war ich sehr alarmiert, hinten musste viel gearbeitet werden um die Leute wieder ranzuführen und groß Rhythmusverlust im Feld. Wir kennen Maik aber nun schon, er muss erstmal warm werden, eine echte Marathoneuse, so kam es auch. Gerissene Löscher konnte er oft auch selbst stopfen und so war der zweite Abschnitt zum Böhmerwald bereits richtig gut zu fahren, und das bei noch fast voller Stärke! Zunächst noch eine Enno-sode: BW Plasy, Martin greift an und hat gute 50 Meter, dahinter eine 8-Manngruppe mit Favoriten und Enno. "Heute fahren wir hier nicht ernsthaft", das übliche Bergfahrergelaber, "Enno, den holst du dir noch", "Mach mal ein bisschen Platz hier, Enno will durch". Und so fuhr er dann durch, erreichte Martin aber nicht. Die Bergfahrer machten kurz vor knapp ernst und weder Martin noch Enno bekamen Punkte, Enno kam dann sehr spät, sah nicht gut aus, und ich bekam ein schlechtes Gewissen ihn mit angestachelt zu haben.

Böhmerwald war dann fairer, zügiges Tempo im Viererquartett mit dem Weltmeister. Ich selber war froh nach einem ersten Tief um Plzen wieder vrch zu sein und gut mitfahren zu können und dritter zu werden. Dann kam ein supereinfacher Abschnitt nach Passau der im wesentlichen nur rollte, abgesehen von zwei oder drei Platten auf einem bayerischen Wirtschaftsweg und Zdeneks Elektroschaltung, die pünktlich nach 350 km leer war und ihn auf Jens Rad zwang. Die Abendatmosphäre in Passau war wieder prächtig, und schon kam die Rennleiterfahne aus dem Fenster und die Post ging ab. Thomas Antritt in den ersten steilen 100 Hm fabrizierte bei mir 430 W im Schnitt, aber die Bergwertung war dann ja noch lang nicht zu ende, aber die Selektion getätigt und das Tempo wieder niedrig bis 50 Meter vor dem Ziel.
In Schärding war Feststimmung, die Schauer waren schon durch, der Kuchen köstlich, auch Matthias' Sturz und Aufgabe konnte dem keinen Abbruch tun. Voll betankt ging es dann in den Nachtabschnitt. Rainer speckerte wohl etwas rum wenn ich vorn das Tempo zu hoch machte, aber alles in allem lief es flüssig bis zur ersten Nachtwertung Daxlueg. Enno fand sich zur Eröffnung der Wertung erstmal im Graben wieder und schon gings los. Meine erste Bergwertung die ich nicht mehr mitfuhr und trotzdem Dritter wurde. Ober gab es den erhofften, sensationellen Ausblick auf Salzburg, direkt von oben drauf, voll in die Zwölf nachts 0:30 Uhr, einfach toll.
Leider fanden die ersten 10 Mann den weg zu Norbert nicht sofort, Funk sei dank aber halb so wild. Diesjahr war ich das erste mal verkabelt und fand es richtig cool, nachts irgendwo in der Pampa zu stehen mit 9 Fahrer, einem aufgrund der Situation aufbrausenden Rolf ;-) und Funkkontakt zum Betreuerteam und darüber zu sinnieren, wo man nun hinfahren müsste, um die Pause zu erreichen.
Nach Maik in Schärding stieg jetzt Stephan aus, Martin konnte sich nochmal überwinden bis Bruck mit zu fahren. Ich erinnere mich gern an den Abschnitt. Zunächst war da die Abfahrt ins Salzachtal, wo Jens im Corolla sich sichtlich bemühen musste, das Feld nicht auszubremsen auf der kurvigen Strecke. Dann ging es über 3 Meter Breite Wirtschaftswege zur zweiten Nachtbergwertung St. Koloman. Erstmals kam richtig Alpenstimmung auf, die Gipfel zeichneten sich deutlich gegen den Sternenhimmel ab, es waren nicht so kalt wie vom Rennleiter angekündigt (3°C waren befürchtet). Autos gab es hier auch nicht, obwohl die Straße 10 Meter breit war. Nichtsdestotrotz fuhr ich fast auf die tote Katze drauf, die mitten im Anstieg in der Mitte der Straße lag. Sah ziemlich frisch aus, vielleicht kann Dietmar etwas dazu sagen ;-)
In der Abfahrt dann ein Malleur an meinen Canyon: In der Abfahrt fuhr die Kolonne mit ziemlich viel Bremsen, beim Anbremsen in eine Rechtskurve dann der Knall, das Vorderrad fing an zu rutschen, sofort wieder gerade gelenkt und Glück gehabt, dass mein Hintermann nicht zu dicht an mir dran war. Das Ersatzrad wurde von Matthias Rad genommen, unten wartete die Gruppe und vor kurze Zeit später geschlossen am Bus vorbei.
Der Bus stand nun erstmals da und in den Begleitfahrzeugen konnten wieder freie Kapazitäten geschaffen werden. Über Funk kam Jens' Befehl, wir müssten anhalten, wir sind am Bus vorbei gefahren. Ich lass mich kurz an den verbleibenden 15 Mann vorbei fallen, frage ob jemand aussteigen will ... "Jens, wir fahren geschlossen weiter, keiner steigt aus." Gedacht und kund getan hatte ich es anders, Koloman, müde Fahrer, eisige Abfahrt, warmer Bus und ein harter Schnitt für viele Fahrer, so mein Plan. So aber habt ihr mich alle überrascht!
Für mich ergab sich aufgrund der ausgedehnten Führungsarbeit jetzt der perfekte Übergang aus der Nacht in den Tag ohne viel Müdigkeit, wunderbar. Zum Frühstück gabs bei mir Fleischsalatbemmen mit Cola; dass ich energietechnisch damit Gefahr laufen würde war mir nicht klar, wir starten hoch zufrieden in den Kernabschnitt der Elbspitze. Da ich die Sonderwertung schon abgeschrieben hatte fuhr ich entspannt in den Anstieg. Dort war trotz der frühen Uhrzeit die Hölle los: Ein Feuerwehroldtimertreffen vermieste die Luft, aber wie. Oldtimer die genau 8 oder 9 km/h fahren und rußen wie erstickende Flammen, kilometerlang, mal 10 Meter vor einem, 10 Meter hinter einem. Ich bin nicht empfindlich, aber es hat mich wahnsinnig aufgeregt, und ich habe es beim Atmen gemerkt. Zu Zeiten von Umweltzonen und Energiesparlampen ist es eine Schande für die Menschheit, 10-Tonnen-Kraftfahrzeuge zum Spaß eine 1700 Hm Passstraße hochfahren zu lassen, sorry, aber Null Verständnis meinerseits. Als ich dann 400 Meter unter dem Fuschertörl anhalten musste, und ich die Winterlandschaft um mich herum realisierte, konnte ich mich wieder beruhigen, es kam wieder zunehmend Euphorie auf, die mich dann auf den verbliebenen, bereits beschriebenen Abschnitten in Ziel trug. Für andere war die Glocknerstraße genau so ein Scharfrichter, für sie endete dort die Tour. Enno Ausstieg war gemäß der Beteiligten eine sehr emotionale Sache, auch Horst musste aus dem Rennen genommen werden. Ein Korkenzieher, eine Vorentscheidung zum Finishen. Wer die Pause unterhalb von Heiligenblut erreicht, würde finishen, da war ich mir sicher. Bis auf Thomas Geiger, der am Zoncolan nicht mehr weiter wollte, erreichten schließlich alle 13 verbliebenen Fahrer das Ziel. Leider konnte ich das nicht alles sehen, hier sind die Betreuer klar im Vorteil, sie konnten die ganze Dramatik am Schlussberg, dem Kern der Elbspitze, verfolgen. Jens Ritter, der den halben Berg in Badelatsche hoch schob, auch der Weltmeister soll teilweise geschoben haben. Großer Kampf also im hinteren Feld, damit habt ihr die platonische Idee der Elbspitze bestens verinnerlicht und umgesetzt, richtige Elbspitzler eben, kämpfend um jeden Preis bis zum Finish. Ich will hier trotzdem noch die Einzelleistung im hinteren Feld würdigen, Björn, der jetzt hoffentlich bis in alle Zeiten überzeugt ist von seiner Leistungsfähigkeit, Rolf, der Häuptling, der die Streckenverantwortlichen als "Schweine" lobte ;-) und als siebenter mal wieder seine außergewöhnliche Klasse in seinem fortgeschrittenen Alter unter Beweis stellte. Nils, Jens Ritter und Rainer kann man nur gratulieren, als Elbspitzneuling auf diesem sehr schweren Kurs sofort das Ziel erreicht zu haben. Vor 5 Jahren hätte ich mich als Neuling nicht darauf eingelassen, aber ihr hattet den Mut, die Substanz und die mentale Stärke. Für Jens Köppel, Sebastian und Alex als Dauerbrenner war das Finish sicherlich nicht leicht, aber ich habe es natürlich von euch drein erwartet!

In dem Sinne nochmal vielen Dank an alle Beteiligten und erfolgreiches Wundenlecken in den nächsten Tagen, nach der Elbspitze ist vor der Elbspitze, also auf ein baldiges Wiedersehen!
Sirko

Elbspitze 2013 (Sten)

Die 5. Auflage der Elbspitze ist vorbei aber die wunderbaren Erinnerungen daran werden noch lange im Kopf bleiben. Nach dem Dauerregen letztes Jahr und der Kälte vor zwei Jahren wurden wir dieses Jahr mit bestem Fahrradwetter belohnt. Seit drei Jahren nehme ich an der Elbspitze teil und jedes Jahr war mein Wunsch ohne Regen, bei angenehmen Temperaturen und bester Sicht auf die Gipfel der Alpen die Elbspitze zu finishen. Dieses Jahr ging dieser Wunsch in Erfüllung. Noch Donnerstag saß ich vorm Rechner, habe mir die Regenprognosen für die nächsten Tage angesehen und bin fast verzweifelt. Jetzt doch wieder Regen?

Als wir Trocken durch den Böhmerwald rollten und auch hinter Passau keine Regenwolken in Sicht waren keimte zum ersten Mal die Hoffnung auf eine trockene Elbspitze. Die Zeit von der Kuchenpause bis zur Nachtpause verging wie im Flug und endete mit einem grandiosen Blick auf das hell erleuchtete Salzburg. Da für die Nacht Temperaturen um 5°C angesagt waren, habe ich mich warm eingepackt. Mein Körper hat dieses Verhalten anscheinend falsch verstanden und dachte jetzt geht´s schlafen. Ich wurde müder und müder. Ab Bischofshofen wurde die Müdigkeit so groß, dass ich mich ans Ende des Feldes begeben habe, um keinen Fahrer zu gefährden. Ich musste etwas unternehmen, sonst ist Schluss! Meine letzte Hoffnung ein halber Liter Cola, den mir Ecki aus dem Begleitfahrzeug reichte. Nach 10 Minuten noch keine Wirkung und die Augen waren nur noch einen Spalt weit offen. Was nun? Anhalten und aufgeben? Ich unternahm einen letzten Versuch wach zu werden, krempelte die Ärmel hoch, riss die Jacke halb auf, packte den Unterlenker, sprintete am Fahrerfeld vorbei und setzte mich an die Spitze. Ich merkte wie mein Puls langsam wieder in Regionen oberhalb meiner Trittfrequenz stieg. Die Pause in Bruck nutze ich zu einem ausgiebigen Nickerchen auf samtweichem Pflasterstein. Erst das Hupen weckte mich aus dem Tiefschlaf.

Auf den ersten flachen Kilometern Richtung Glockner merkte ich, dass die Lebensgeister wieder da sind und beschloss, um die Bergpunkte am Glockner mitzufahren. Wie erwartet attackierte Thomas noch vor der Mautstelle und ich klemmte mich an sein Hinterrad. Er versuchte noch zwei Mal mit kurzen schnellen Antritten eine Lücke zu reißen. Ich setzte mich neben ihn um mitzuteilen, dass er mich nicht so einfach los wird. Damit wir beide uns nicht völlig in den Arsch fahren, wurde Waffenstillstand beschlossen. Somit konnten wir die Auffahrt zur tief verschneiten und im Morgenlicht strahlenden Edelweißspitze genießen.

Die anschließende Pause war ganz nach meinem Geschmack. Sonne, Wärme und eine grüne Wiese auf der ich meine Decke ausbreiten konnte. Das fühlte sich an wie ein Ausflug zum Baggersee. Danach wieder aufs Rad zu steigen war kein Problem, denn das Ziel war nicht mehr weit und die Sonne lachte vom blauen Himmel. Am Anstieg zum Iselbergpass verging mir das Lachen, denn Sirko drückte mit Urgewalt in die Pedale und war nicht abzuhängen. Unfassbar dass er nach so vielen Führungskilometern in der Nacht und am Morgen noch dieses Bergtempo fährt. Ich war schwer beeindruckt und musste ihn am Gailbergpass ziehen lassen. Er ist für mich der stärkste Fahrer der Elbspitze und verdienter Sieger des roten Trikots.

Den letzten Abschnitt zum Zoncolan fuhren Thomas und ich wieder zusammen, wie bereits zur Edelweißspitze. Die Freude auf den Schlussanstieg war riesig. Aber auch der Respekt, denn zwei Wochen zuvor habe ich das erste Mal Videos gesehen, wie sich die Profis beim Giro diese legendäre Bergankunft hochquälen. Ich bin schon viele Anstiege in den Alpen gefahren, aber dieser topt alles. Steil, steiler, Zoncolan. Der Griff zur Trinkflasche erfolgte nur in den Kehren, zu groß die Gefahr des Umkippens. Von den zwei Flüssiggels erreichte auch nur die Hälfte den Mund. Der pure Wahnsinn auf 6,5km. Umso größer war die Freude, als wir aus dem dritten Tunnel kamen und die letzten Kehren zum Ziel erblickten.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, Helfer, Sponsoren und das Orga-Team, für dieses großartige Radsporterlebnis.


25.06.2013 Die Letzten werden die Ersten sein?

In letzter Minute hat sich Björn Lenhard aus Dresden noch angemeldet. Wir freuen uns über diese Anmeldung,

da der Herr aufgrund von Krankheiten immer wieder im Training zurück geworfen wurde. Herzlich Willkommen!

Das Roadbook ist seit gestern Abend per Mail veschickt worden. Aufgrund der Dateigröße von 21 MB kann

es durchaus sein, dass der Versand fehlschlägt. Dann bitte kurze Info an uns mit einer Alternativadresse.

Bis Freitag Jens

22.06.2013 Der nächste Altmeister rollt mit zum Mt. Zoncolan - "Willkommen Rolf"

Neben Zdenek, der 2011 den Grand Master abräumte, ist das Peloton nun auch mit dem 2010er Grand Master aufgehübscht worden. Rolf Baum aus Meißen,

der bereits 2010 und 2011 die Elbspitze bravourös finishte, ist wieder mit von der Partie. Ich denke das Teilnehmerfeld ist nun komplettiert. Wir starten mit

23 Marathonösen am Freitag zum Monte Zoncolan. Bisher sieht die Wetterprognose sehr gut aus. 20 - 23 Grad und Sonne sagen die Wettermodelle. Bitte haltet die Prognose.

Im Übrigen möchten wir nochmal darauf hinweisen, dass der Mt. Zoncolan mit einer sehr steilen Schlusssteigung aufwartet. Bitte berücksichtigt dies bei der Wahl Eurer Übersetzung. Es bietet sich 3-fach oder Kompakt mit 11-28 oder Ähnlichem an.

Bis Freitag

Thomas

21.06.2013 Bericht Trainingslager Italien

Wir sind alle gesund aus den Alpen zurück und haben dank des guten Wetters ordentlich für die Elbspitze trainiert.

Der Drang nach Bewegung war allen Teilnehmern nach der langen Regenpause anzumerken. Kaum angekommen ging es sofort aufs Rad Richtung Bernina, 2000Hm warteten auf uns. Kaum hatte Thomas als Erster die Passhöhe erreicht begann es heftig zu regnen. Wir retteten uns in das Zollhäuschen am Abzweig nach Livigno, wo der Schweizer Zöllner allen einen warmen Kaffee spendierte. Nebenbei erfuhren wir, dass letztes Jahr in Livigno eine Bank überfallen wurde und die Täter mit dem Auto versuchten zu flüchten. Wer die geografische Lage des Ortes kennt, muss jetzt bestimmt lachen.

Der folgende Tag begann mit einem heftigen Reifenplatzer bei Mike. Der Schlauch war auf 10cm Länge aufgerissen und der Mantel sofort von der Felge gesprungen. Zum Glück auf gerader Strecke bei moderatem Tempo. Es ging auf kleinen Straßen am Hang Richtung Sondrio mit zwei Abstechern ins Gebirge.

Für den nächsten Tag waren die Wetterprognosen gut, sodass wir zur ersten großen Runde über Aprica, Vivione, Presolano, Zambla und San Marco starteten. Der Vivione ist ein echter Geheimtipp 1400Hm, kaum befahren mit tollen Holzfiguren am Straßenrand. Im Aufstieg zum Zambla erwartete uns ein heftiges Gewitter mit dem keiner gerechnet hatte. Zum Glück fanden wir hinter einem Schuppen mehrere orangene Müllsäcke, aus denen wir Regenponchos und für Thomas noch ein Paar Knielinge bastelten. Sehr chic und vor allem warm! Vor dem letzten Anstieg des Tages zum San Marco wurde noch ein Biscuitrolle einverleibt und die Socken ausgerungen. Mit Volldampf gings zum Pass, da sich der Tag langsam dem Ende neigte. Mit den letzten Lichtstrahlen erreichten Enno und Alex den Bahnhof in Morbegno.

Zwei Tag später starteten Thomas, Jens, Enno und Alex die nächste +200km Runde über Splügen, Albula und Bernina. Mike, Carsten und mir war das etwas zu lang und wir beschlossen, die klassische Runde Bernina, Livigno, Ofenpass, Umbrail, Stelvio zu fahren. Das Tempo vom ersten Tag konnten wir am Bernina nicht ganz halten, dafür aber kein Regen, nur Sonnenschein. In der Abfahrt von der Forcola di Livigno kam uns die alpine Damen Nationalmannschaft der Italiener entgegen. Leider hatten wir keine Zeit umzudrehen! In Livigno kamen Mike und mir die Tränen, als wir die Spritpreise sahen. Der Diesel 1€ pro Liter, Mike überlegte kurz seinen Rahmen zu füllen, aber wir mussten ja noch den Umbrail hoch. Oder doch nicht? In der Abfahrt vom Ofenpass begrüßte uns der Hinweis „Umbrail geschlossen“. Um nicht ins Verderben zu radeln informierten wir uns im nächsten Tante- Emma-Laden. Die Straße war wegen Bauarbeiten gesperrt, mit dem Rad aber passierbar. Da gingen die Mundwinkel sofort nach oben. Keine Autos, keine Motorräder, der Umbrail ganz für uns alleine, genial! In völliger Stille kämpften wir uns bei Gegenwind bergauf immer den Blick voraus auf das noch tief verschneite Stelvio. Dort oben eine ganz andere Welt, jede Menge Radfahrer, Motorradfahrer und Murmeltiere aus Plüsch.

In der Abfahrt nach Bormio der Schock, lauter Knall und Mike am Boden . Wieder war der Vorderreifen geplatzt und der Mantel von der Felge gesprungen. Zum Glück passierte das direkt in einer Kehre sodass die Schäden an Fahrer und Bike gering waren. Die restliche Strecke zurück nach Tirano war für Mike bestimmt tolles Kopfkino. Als wir in die Stammpizzeria einritten saßen Thomas und Jens bereits beim ersten Bier.

Am letzten Tag wurde dann endlich der berühmte Mortirolo einverleibt, garniert mit jeder Menge Sauce Hollandaise. Da wir nach einer Woche Radfahren immer noch nicht richtig breit waren, gabs am Abreisetag noch ein Bergzeitfahren zum Kaunertaler Gletscher. Hinter dem Mauthäuschen verschärfte Mike sofort das Tempo. Enno und ich blieben dran. An der ersten steilen Rampe kam erwartungsgemäß Thomas vorbeigezogen. Keiner konnte folgen. Ich versuchte die Lücke klein zu halten und schloss an der Staumauer wieder auf. Mike war uns dicht auf den Fersen. Jetzt merkte ich die Woche Training in den Beinen, aber konnte das Tempo von Thomas mitgehen. In der viertletzten Kehre fiel Thomas auf einmal zurück. Jetzt hab ich ihn geknackt, dachte ich und nahm ein wenig raus. Doch noch vor der nächsten Kehre attackierte er und ließ mich stehen. Diese Lücke konnte und wollte ich nicht mehr schließen. Der Kampf um die Krone des Kaunertaler Gletscherkaisers war entschieden. Ein toller Vorgeschmack auf die packenden Bergwertungen zur Elbspitze! (Sten)

Bilder zum Vergößern anklicken!

Posen auf der Panoramstraße

Mit Mike durch den Nebel

Enno und Carsten am Chillen

Mit Enno den Passo Vivione hoch

Fürstlich dinieren mit Mike

Auf zum ü200er, morgens 7 Uhr

Einrollern am Comer See

Splügenpass - Ein Traum

Geschafft Splügen erreicht

Abfahrt vom Splügen

Albula- auch geschafft

Ziel erreicht- Bernina bei km180

18.06.2013 Tretmühle

Heute wurden wir überrascht, dass uns 2013 spontan Tretmühle sponsorn möchte. Dazu sagen wir nicht "Nein".

Wir freuen uns, einen lokalen Partner aus dem Radsport an Bord zu haben. Tretmühle hat einen Laden in Weixdorf

und Radebeul, die mit einem umfangreichen Angebot auf Euren Besuch warten.

Wenn es um Kompetenz und Qualität geht, dann hört das bei Tretmühle nicht mit dem Kauf eines Rades auf.

Hier werdet Ihr auch danach rundum betreut, versorgt und beraten.

Beim nächsten Kauf eines Rades oder von Zubehör einfach mal vorbeischauen...Es lohnt sich.

Verschafft Euch schon einmal virtuell auf www.tretmuehle.de einen Überblick!

Im Herbst planen wir in Zusammenarbeit mit Tretmühle einen Vortrag über die Elbspitze 2013 und die Zukunft des Projektes.

Genaueres erfahrt Ihr dann hier. Also bleibt gespannt!

17.06.2013 Dies und Das

Ein Teil der Elbspitzler und des Orga Teams sind aus dem Trainingslager zurück und können auf eine erlebnisreiche

Woche zurückblicken. Es wurden zwischen 700 und 900km mit reichlich 20.000 hm absolviert. Namhafte Pässe wie San Marco,

Splügen oder Gavia standen genauo so auf dem Speiseplan wie unbekannte Nebenstraßen an den Berghängen, die trotz allem

auch mit ü1000 hm auf sich warten ließen. Wir alle stehen gut im Saft, die ES2013 kann also kommen.

Zwischenzeitlich erreichte uns eine Anemldung, mit der wir nicht mehr gerechnet hatten und uns umso mehr freuen.

SAM, der Grand Master von 2011 ist wieder mit dabei uns wird wohl zeigen, wo der Hammer hängt.

Das Roadbook wird auch diese Woche fertig werden und dann per Mail an Euch verschickt. Wenn dann noch Fragen

sein sollten, meldet Euch gern bei uns.

...Und nun regeneriert noch ein wenig, fahrt die letzten großen Runden, was auch immer Euch gut tut.

Vor allem..Bleibt gesund. Wir sehen uns. (Jens)

07.06.2013 Trainingslager

Hallo Elbspitzler,

vorerst hoffen wir, dass Ihr das Hochwasser gut überstanden habt und sich der Schaden in Grenzen hält.

Elbspitzler wie Alexander Akel haben dafür gesorgt, dass die Säcke immer gefüllt waren. Wir möchten uns

für Dein und das Engagement der Anderen bedanken.

Trotzdem wollen wir unser Jahreshighlight nicht aus dem Auge verlieren. Trainiert noch fein, denn das Wetter

bessert sich endlich. Einige von uns werden nun eine Woche in den Alpen/ Tirano trainieren. Mal sehen, wie bei

uns das Wetter ist. Wir werden zeitnah sicher im Forum paar Kommentare loswerden. (Jens)

05.05.2013 Meluzina Vorbereitungstour

5.Mai um 7 Uhr an der Pikardie. 11 gestandene Männer hatten nur eins im Sinn, wieder einmal 300km unter die Räder nehmen.

Aber wussten wirklich alle, was auf sie zukommt? Die ersten 80km bis ins Mittlere Erzgebirge boten bereits 1.400hm und erst dort

warteten die größeren Hubbel. Mit dem Rungstock, Medenec und Meluzina wurde der Höhenmeter ordentlich bespielt und die Rückfahrt

nach Dresden bot keinen Rückenwind, aber einiges an Höhenmetern. Rückblickend betrachtet, wussten alle, was auf Sie zukommt.

Wir haben als Team funktioniert. Mit Björn, Mike, Martin, Sebastian, Sten, Alex und Robert war das Feld hochkarätig gespickt, Alex

Steiner stieg in Olbernhau zu. Rainer Harmuß und Jens Ritter zeigten sehr akzeptable Trainingszustände, Enno das altdeutsche

Kampfschwein fightete wieder wie ein Stier und Borax ließ heuer auch nichts anbrennen. Mit Enno und Borax fehlen unserem

Zoncolan-Team noch zwei starke Leute, über deren Anmeldung ich mich sehr freuen würde. Solche Fahrer brauchen wir, solche

Fahrer schreiben die Geschichten der Elbspitze am 28.06./29.06.2013. Gebt Euch einen Ruck Jungs, Ihr habt’s drauf!

Es war mir eine Ehre ein so starkes Peloton durch die Heimat zu führen und ich habe jeden Kilometer mit Euch genossen. Sten ist

wieder zur Waffe mutiert, er ist die unangefochtene Benchmark, soviel steht fest und ich prophezeie schon einmal, dass gegen ihn

am 28.06./29.06. kein Kraut gewachsen ist, wenn da nicht noch Wunder geschehen. Aber wie sang Nena: „Wunder geschehen, ich

bleib dabei .... “

Sport frei Euer Elbspitzeteam

Thomas

ZUM VERRÖßERN BILDER ANKLICKEN!

Mike sichtlich gelangweilt

Der Wirt und Borax

Die Konkurrenten belauern sich

Kampfsau Enno am Boden

Björn fliegt mit seinen Aeros die Berge hoch

Traditionelles Tankstellenpausieren

22.04.2013: Marathonwochen - endlich wieder Marathonösenwetter

Nach dem dieses hell leuchtende Ufo namens Sonne wieder häufiger unser Gast ist, standen die letzten 3 Wochenenden ganz im Zeichen des Kilometerfressens. Das erste Wochenende, an dem die Sonne die Straßen vom Schnee befreit hatte, nutzte ein große Gruppe von uns zur Inspektion des Erzgebirgskamms. Wir nahmen so ziemlich jedes Tal zwischen Dresden und Olbernhau mit und fuhren zum Schwartenberg bei Seiffen. Dort war abseits des Asphalts noch Winter satt und die Nordischen Skiläufer gewannen das Zahlenduell um ein Vielfaches. Von dort statteten wir dem Böhmischen Becken den ersten Besuch 2013 ab und rollten danach ziemlich angeschlagen die Pultscholle am Stürmer hoch. In Summe spulten wir knapp 200km mit 2.500hm runter.

Am 14.04. starteten Alexander Akel und Thomas Hoffmeister als "dynamischen Duo" von Dresden zum Keilberg und zurück. Der Keilberg gilt als höchste Erhebung des Ezgebirges und misst reichlich 1.200m üNN. Vom tschechischen Horni Zdar sind auf den Gipfel reichlich 800 hm am Stück zu bewältigen, was ob unserer schlechten Frühform und der Tatsache, dass wir die 150km Anreise zu zweit drücken mussten nicht ganz so flüssig lief. Dennoch stellten sich langsam Formverbesserungen ein und wir knackten ganz nebenbei auch noch die Tagesmarke von 300km und 4.000hm. Der erste Tag auf dem Rennrad von morgens 6:45 bis abends 19:45 Uhr.

Der 21.04. galt dann dem schönsten Ziel der Heimat. Der Jested in Liberec stand auf der Speisekarte und wollte von uns ordentlich einverleibt werden. Am Start standen Enno Günther, Alexander Akel und Icke. Wie jedes Jahr ein Frühjahrsklassiker für die Elbspitze-Jungs. Sonne den ganzen Tag und Anreise über die ruhigen Sträßchen um Hrensko, Jetrichovice und Chribska. Rückfahrt über die Autobahn mit satten Rückenwind. Selbst der Borsberg bei km 270 auf der Rückreise hat es nicht geschafft uns die Zähne zu ziehen, so dass das Fazit zu ziehen ist: "Die Marathonwochen stehen ganz im Zeichen des Substanztrainings und kommen dieses Jahr etwas später zum Zug. Unabhängig davon zeigen sie Wirkung, da sich so etwas wie Form einstellt und die berühmten Radlerstreifen an Bein und Arm endlich im Spiegel erkennbar werden." Am kommenden Wochenende können wir hoffentlich die Heimat light fahren und dann steht auch schon der 1.Mai vor der Tür. Wir planen -so das Wetter mitspielt- eine Trainingsrunde mit reichlich 300km ins Isergebirge. Mehr dazu gibts auf www.cielab.org ... Doch nun noch die Jestedfotos.

Ciao Thomas H.

17.04.2013: Achtung - ERNEUTE Terminänderung Vorbereitungstour "Heimat light" !!!!

Aufgrund der unsicheren Prognosen verschieben wir erneut die Heimat light um eine Woche auf Sonntag den 28.4.2013. Sollte das Wetter widererwarted doch akzeptabel sein steht es euch natürlich frei, euch selbst zu organisieren am besten hier im Forum, der offizielle Termin bleibt aber der 28.4.

03.04.2013: Achtung - Terminänderung Vorbereitungstour "Heimat light" !!!!

Aufgrund der unsicheren Wetterkapriolen verschieben wir die Heimat light auf Samstag, den 20.04.2013.

02.04.2013: 22 Mann zählt das Peloton

Mit Lars Weinhold, dem Drittplatzierten 2012 und Sebastian Ebermann (aktivster Fahrer 2011),

der bereits die 5. Elbspitze unter die Räder nimmt, zählen wir nun 22 Marathonisti. Wir freuen uns

sehr diese beiden starken Fahrer auf dem Weg zum Mt. Zoncolan im Feld zu wissen.

Weitere Anmeldungen nehmen wir natürlich gern entgegen.

01.04.2013 "Erzgebirgstour 2013 nun publiziert"

An der Erzgebirgstour, einem kleinen aber feinen und top organisierten Etappenrennen der Region nahmen schon

mehrere Elbspitzler erfolgreich teil. Das Rennen, ausgetragen vom RSV Aue eV, startet in diesem Jahr am 14.09.2013

und endet nach 7 Etappen an drei Wochenenden am 29.09.2013 mit einer Bergankunft am Mednik auf dem Erzgebirgskamm.

Insgesamt sind 344 km mit 4.600hm zu absolvieren. Mehr zum Thema findet Ihr unter www.erzgebirgstour.de

31.03.2013: Der 20.Teilnehmer

Gestern erreichte uns die 20.Anmeldung. Das sind 2 neue Anmeldungen binnen kurze Zeit.

Mit Maik Wolf einen Wiederholungstäter und Thomas Geiger einen "Neuling". Wir freuen uns

immer wieder über neue Gesichter.

Wir wünschen Euch FROHE OSTERN und vielleicht ein klein wenig Glück beim Wetter, damit

endlich mal bergig und lang gefahren werden kann. Zeitnah werden wir uns hier noch einmal

melden, ob und wann wir die Heimat Light verschieben, da aktuell keine Wetterbesserung in Sicht

ist und wir die "Leid" mit Rad und nicht mit Langläufern bewältigen möchten. (Jens)

25.03.2013: Absagen/ Zusagen weitere Teilnehmer und Heimat Light

Leider hat uns am Wochenende die Absage von Walter Frank erreicht, der schon zweimal mit von der Partie war.

Wir bedauern das sehr und hoffen auf ein Wiedersehen 2014. Erfreulicherweise erreichten uns dafür zwei Neuanmeldungen

von Jens Köppel, der bereits das 3.Mal teilnehmen wird und Sten Währisch, der sich schon Bergtrikot und das Gelbe sichern konnte.

Es wird also wieder harte Fights an den Bergen geben, da sind wir uns nun sicher. Apropos Berge: Die HEIMAT LIGHT STEHT BALD AN:

"Liebe Radsportler,

auch wenn der Winter einen langen Atem hat und man im Moment im Erzgebirge und Böhmischen Mittelgebirge noch Dauerfrost und Schnee hat, sind wir sehr optimistisch, dass unsere 2. Vorbereitungstour am 07. April wie geplant über die Bühne gehen kann. Gefahren wird die berüchtigte "Heimat light". Light ist dabei definitiv als Synonym zu "Leid" zu verstehen, denn auf 244 Kilometer warten zahlreiche knackige Anstiege mit insgesamt 5.100 Höhenmetern im wohl schönsten Hexenkessel Tschechiens und dem Osterzgebirge verteilt auf uns. Darüber hinaus gibt’s zum Start mit dem Borsberg noch den berüchtigtsten Elbhangklassiker Dresdens serviert. Betrachtet man die nackten Zahlen, komm die "Leid" dem Ötztaler Radmarathon gleich, jedoch befindet sich Otto-Normalhobbylusche am 9. April vermutlich nicht in der Verfassung, wie man Sie zum Termin des Ötzi im Spätsommer vermuten würde. Insofern kommt die "Leid" gerade früh genug, um uns zu zeigen, dass wir schon gut trainiert haben und nun definitiv das bergige Terrain unser Hauptaugenmerk wird, denn für die Elbspitze zählt das Bergfahren neben dem Ausdauervermögen definitiv zu den Schlüsselqualifikation oder wie sagt man so neudeutsch ***key accounts***.

Wir starten übrigens bereits um 7:00 Uhr am Körnerplatz in Dresden. Parkmöglichkeiten für die auswärtigen Leidensgenossen gibt es direkt unterhalb des Körnerplatzes am Elbufer. Wir rechnen damit, dass die "Gruppe 2" erst gegen 20 Uhr zurück sein wird.

Auf der Light kommt es erfahrungsgemäß zu großen Zeitdifferenzen an den vielen Anstiegen zwischen den Fahren. Wir planen daher dieses Jahr nach der Mittagspause bei Tesco in Decin die Gruppen zu teilen. Es wird eine schnellere Gruppe geben, die in etwa mit 4W/kg am Berg fahren wird und nicht auf die langsameren Fahrer wartet. Die zweite Gruppe wird so unterwegs sein, dass alle Fahrer Dresden bis 20 Uhr erreichen. Hierzu wird noch ein Tourenguide gesucht, der mit Navi oder gegebener Streckenkenntnis führen kann. Bitte meldet Euch, wenn jemand diesen Job verrichtet. Wir würden uns darüber sehr freuen.

Ansonsten empfiehlt es sich, den Kurs etwas zu studieren oder ein GPS bzw. Karte einzustecken, um im Notfall auch solo nach Hause zu finden. Da wir keine Begleitcrew oder Begleitfahrzeuge haben, weisen wir darauf hin, dass grundsätzlich jeder für sich selbst verantwortlich ist und aufgrund des begrenzten Tageslichtfensters die Gruppe zu einem Schnitt von ca. 23 km/netto gezwungen ist, um Dresden noch im Hellen zu erreichen. Das ist aber nur kritisch, wenn man wirklich alle Berge fahren will. Es ist auch ohne Weiteres möglich einige Hügel ab Krupka in Richtung Dresden auszulassen, so dass man viel Zeit sparen kann. Hierauf werden wir bei Bedarf hinweisen.

Wir freuen uns auf zahlreiche trainierte Teilnehmer, egal woher. Zum Saisonauftakt waren wir vom großen Interesse begeistert. Trotz widriger Witterung verzeichneten wir reichlich 20 Marathoneusen auf dem Kurs zum legendären Eierberg. Das wird die Heimat light sicherlich toppen." (Autor Thomas, Newsletter KW12)

28.02.2013: Und so sieht sie aus, die Dienstkleidung für den 28. und 29.Juni

Heute möchten wir Euch die offiziellen Wertungstrikots und das Teilnehmerjersey für die Elbspitze 2013 vorstellen.

Sirko, als unserer Chefdesigner, hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet und übertrifft sich jedes Jahr erneut.

Für Sponsoren: Exklusiv kann noch das Gelbe, die Sonderwertung und das Bergtrikot gesponert werden.

Wie das aussehen kann, sieht man am roten oder blauen Trikot. Auf dem Teilnehmertrikot sind noch die

Flanken als Werbefläche verfügbar. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen.

Zum Vergrößern die Bilder anklicken!

TEILNEHMERTRIKOT

GELBES TRIKOT

SONDERWERTUNG EDELWEIßSPITZE

BERGTRIKOT

NOVATIC-TRIKOT AKTIVSTER FAHRER

GLAPOR-MASTER-TRIKOT

26.02.2013: NOVATIC wieder mit dabei!

Lange haben wir nach neuen und alten Sponsoren gesucht, damit das Projekt auch 2013 für die Teilnehmer

erschwinglich bleibt. Spontan hat uns nun Novatic wieder einmal und das 3.Jahr in Folge zugesagt, auch 2013 das

Event zu unterstützen und auch wieder exklusiv das Trikot des aktivsten Fahrers zu fördern. Wir möchten uns als

OrgaTeam hier herzlich für die Treue bedanken. Gerne könnt Ihr als unsere Fans, Freunde und Mitfahrer auch

Euren Dank gegenüber Novatic zeigen und den Sponsor auf Facebook mit den üblichen Sympathiefunktionen

-Gefällt mir- und -Teilen- danken.

Novatic bei facebook

Apropos Facebook. Falls es noch nicht bis zu Euch durchgedrungen ist, Elbspitze ist auch bei Facebook und wir

würden uns auch über jedes -Gefällt mir- und -Teilen- freuen. Also ab zum Langstreckenteam Elbspitze

23.02.2013: Es geht los

Liebe Radsportler,

mit Walter Frank, der bereits 2011 und 2012 zum Elbspitze-Team zählte und auch Fritz Eberlein, begrüßen wir den 15. und

16. Fahrer im Team zum Zoncolan. So langsam füllt sich der Laden und wir sind sehr zuversichtlich bis zum offiziellen

Anmeldeschluss am 31. März noch einige bekannte und neue Gesichter auf den Zoncolan buchen zu dürfen. Da Rene Müller

unser langjähriger Fotomann 2013 prüfungsbedingt passen musste, haben wir mit Markus Illmann einen würdigen Ersatz

verpflichtet. Markus fährt selbst seit vielen Jahren Rennrad, ist Fichkonafinisher und Tourdirektor der Erzgebirgstour. Er wird die

Elbspitze sowohl foto- als auch videoseitig u. a. mit Livebildern mittels Helmkamera bei den Bergwertungen und im Finish

begleiten und dabei maßgeblich für prickelnde und reelle Bilder sorgen. Eine Geschmacksprobe der Videos findet Ihr auf

www.erzgebirgstour.de

Verabschieden wollen wir den langen Winter 2012/2013 traditionell mit dem Marathonauftakt in die Hölle des Nordens.

Die Wetterprognosen hellen sich langsam auf und ich bin recht optimistisch, dass wir am 3. März rennradtaugliche

Verhältnisse vorfinden. Für Einige wird es hart werden, da mit Null Saisonkilometern selbst die topographisch sehr flache

Strecke sehr strapaziös werden wird. Für Andere geht es am traditionellen Eierberg um ein erstes Gefecht der Saison

und die Ernte der Neverending-Story auf dem Rad bei eisigen Temperaturen in diesem langen Winter.

Wie unter http://www.elbspitze.de/vorbereitungstouren.html beschrieben, starten wir um 8 Uhr am Goldenen Reiter

in Dresden Neustadt. Sollte wir die Tour witterungsbedingt verschieben,geben wir dies per E-Mail und auf der Homepage

im Forum http://www.elbspitze.de/forum.html bekannt.

Ihr seid herzlich eingeladen und wir freuen uns auch über weitere Radsportler, die einfach ein wenig Elbspitzeluft

schnuppern wollen. Anbei zum Schnuppern ein Video der ersten 200er Vorbereitungstour aus dem vergangenen Jahr,

wo am Collm, dem höchsten Punkt der Tour erstmalig gezeigt wurde, wer Druck auf dem Pedal hat.

Hier noch Bildmaterial von 2010, wo es Ende Februar zum F60 Bergwerk ging:

https://picasaweb.google.com/jens2060/F60BrandenburgerTiefebene?authuser=0&feat=directlink

02.01.2013: Gesundes neues Jahr

Das neue Jahr 2013 hat gerade begonnen und uns erreichten wieder 3 Anmeldungen.

Nun sind wir bereits 12 Fahrer. Wir hoffen, dass uns noch mehr Anmeldungen erreichen.

Wir wünschen Euch als Orgateam auf jeden Fall eine gesunde,

erfolgreiche Zeit auf dem Rad, eine gute Vorbereitung und und und...

Gerne könnt Ihr uns Fragen oder Anregungen im Forum öffentlich stellen.

Außerdem würden wir uns freuen, wenn Ihr uns mal wissen lasst, wie Ihr so überwintert.

Deshalb haben wir die Rubrik "Wer trainiert heute" ins Leben gerufen.

Einige von Euch nehmen bereits am Winterpokal bei Rennrad-News teil.

Da ist der Ehrgeiz und die Neugier groß, sich mit Anderen zu vergleichen,

aber was machen die Anderen. Also legt los und belebt das Forum.

Schreibt einfach drauf los, was Ihr für Sportarten treibt, was Ihr gerade bei

welcher Wetterlage trainiert habt. Wir sind gespannt.

27.10.2012: ElbSpitze fährt zum Monte Zoncolan

Die Strecke ist hiermit offiziell: Das Team ElbSpitze wird zum Monte Zoncolan fahren und dabei zum fünfjährigem

Jubiläum eine Sonderwertung an der Edelweißspitze der Glocknerstraße ausfahren. Genaueres findet ihr unter der

Rubrik Strecke.

Aufgrund der zusätzlichen Wertung wird es 2013 kein Weißes Trikot vergeben. Außerdem haben wir uns aufgrund der

enorm schweren Strecke entschieden, bereits um 4.30 Uhr am 28.6.2013 an der Frauenkirche zu starten.

Die Anmeldung ist ab sofort mögliche.

Wir fiebern gemeinsamen (freiwilligen) Vorbereitungstouren mit euch und dem großen gemeinsamen Saisonziel -

dem Erreichen des Monte Zoncolan - entgegen.

Euer Elbspitzteam

03.10.2012: Für die Neugierigen - Termin 2013 steht

Vor zwei Wochen haben wir vier uns zusammengesetzt um 2012 Revue passieren zu lassen,

damit wir bestimmte Dinge 2013 noch besser machen können.

Am meisten Diskussionsraum nahm jedoch die Elbspitze 2013 ein. Gerade das Ziel und

die Strecke sowie Neuerungen und Veränderungen sorgten für geteilte Meinungen.

Jedoch haben wir uns nun gemeinsam auf Termin und Ziel geeinigt. Also rennt zu Eurem

Chef und bettelt um Urlaub, schließt die Firma oder kündigt gegebenfalls, denn

am Freitag, den 28.Juni 2013

gibt es nichts Wichtigeres als an der Frauenkirche zu stehen um zur/ zum oder zur....zu fahren.

Ach, die Spannung wollen wir doch noch ein wenig halten. Spätestens

Ende Oktober wisst Ihr mehr. Nur soviel sei verraten. Es wird die selektivste Elbspitze, die es je gab!

Training

03.03.2013 Hölle des Nordens

Mit dem alljährlichen Aufruf zum Saisonopening der langstreckenaffinen Elbspitzler bewegt sich unser Tross Ende Februar/ Anfang März alljährlich in die Hölle des Nordens. Einmal im Jahr ist dieses flache öde Land nördlich der Elbe gelegen gerade so akzeptabel. Das Interessante daran ist die Zusammensetzung der Truppe vom „Bisher-null-kilometer-mann“ bis zum “Durch-den-ganzen-winter-durch-trainerer“. Unserem Aufruf gemeinsam am 3. März den Winter zu vertreiben und die Schenkel auf reichlich 210 km ordentlich rotieren zu lassen, folgten bei morgendlichen Temperaturen knapp unter Null erstaunlich viele Starter.

Das Peloton zählte trotz leichten Schneegriesel in der Spitze über 20 Radfahrer -aus ganz Sachsen angereist- und man spürte den langen grauen Winter in jedem Fahrer, denn alle waren heilfroh, dass es endlich wieder auf dem Asphalt zur Sache ging.

Zügig verließen wir die Landeshauptstadt gen Norden und

streiften Moritzburg, Radeburg und Lauchhammer. Wir durchquerten den Tagebau Lichterfelde und vor unseren Augen tauchte das Kohleabbaudenkmal F60 auf. Ca. 30 km nördlich von Senftenberg drehte der Kurs wieder gen Süden und ab hier wurde der legendäre „Eierberg“ zum Hauptgesprächsthema des Pelotons. Offensichtlich hatten einige Fahrer bereits morgens frühzeitige Attacken abgestimmt, um die Bergfahrer mittels eines Überraschungsmomentes abzuschütteln.

Doch zunächst pausierten wir bei Aral in Senftenberg und überzeugten uns von der Servicewüste Deutschlands ganz persönlich.

Nun noch 40 km bis zum Eierberg. Der etwas strammere Wind sowie die Trennung von Egbert, der die Bahn vorzog, führten zu einer sehr homogenen, aber schon strafferen Leistungskurve. Bereits in Koitzsch positionierten sich die abwartenden Anwärter auf die Eierbergkrone an der Spitze des Pelotons. Doch plötzlich wurden diese von zwei unerwarteten Angreifern aufgeschreckt und mussten deutlich früher als erwartet „Eier zeigen“. Das Rennen war also schon 10 km vor der Bergwertung offen. Durch stetige Tempoverschärfungen zerfiel die 7-köpfige Spitzengruppe kurz hinter Oberlichtenau in eine 3-köpfige Ausreißergruppe und einen Verfolger, dem legendären Mann in Gelb (Sieger der Elbspitze 2012). Vorn bestimmten die Ausreißer das Tempo und gingen auf der großen Scheibe in die eigentliche Steigung, deren witzige Topografie in ca. 50 hm auf 800 Metern Strecke liegt. Dieser Tempoverschärfung fiel der Gelbe nun endgültig zum Opfer. Die Eierbergkrone holte dieses Jahr der Bergkönig 2011 ca. 5 sec vorm Aktivsten Fahrer 2012. Noch vorm Gelben positionierte sich Alex Akel aus Freital.

Wir freuen uns über die rege Teilnahme, insbesondere unserer Elbspitzler, an unserer Vorbereitungstour. Selbst aus Leipzig reißte mit Andy ein Mitglied des Hallzig Express eV zum Saisonauftakt an. Das spricht doch dafür, dass Rad fahren mit den Elbspitzlern immer populärer wird.

Bis zum nächsten Mal bei der Heimat light.

Bilder zum Vergrößern anklicken!

Trotz wittriger Bedingungen eine große Truppe

Sirko ganzjährig im Trikot

28.2.2013 Saisoneröffnung

Die Wetterprognosen sind gut und wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme bei unserer ersten Vorbereitungstour 2013. Wir starten die flachen 200 km (Details) pünktlich um 8 Uhr am Goldenen Reiter in Dresden. Bis dahin!

31.08.2013 Elbspitze rock's Alpenbrevet

Die Farben der Elbspitze sorgten für Angst und Schrecken beim Alpenbrevet. Erfahrungsberichte der Teilnehmer findet Ihr hier:

http://www.cielab.org/forum/comments.php?DiscussionID=16453&page=1#Item_0

Mit Jens Köppl und Thomas Hoffmeister finishten 2 Elbspitzler die Goldtour über 4 Pässe. Thomas schloss auf Platz 2 ab.

Thomas Rex, Björn Lenhard, Robert Petzold und Sten Währisch finishten die Platin über 5 Pässe, wobei Sten den 2. Platz und

Robert den 3. Platz abräumte. Gratulation!

21.08.2013 News

Die Austragung der 5. Elbspitze war für viele von uns ein großer Erfolg. Die Saison plätschert aber bei vielen von uns nicht nur so dahin,

sondern wir fahren weiterhin Rad. Nachfolgend kurz notiert Ergebnisse und anstehende Termine. Vielleicht sieht man sich ja.

12./13. Juli 2013: 24h-Rennen Kelheim

Im Mixed-Team „GHOST Mix-treme“ nahmen der 2013er Grand Master (Zdenek Weiß) und der Bergkönig (Sten Währisch)

beim 24h-Rennen in Kehlheim teil und beendeten das Rennen auf Rang 2. Glückwunsch!

10.08.2013: Krusnoton 2013 (250km / 4.900hm)

Sten Währisch, Björn Lenhard, Rainer Harmuß (aka Columbianer) und Martin Stäps nahmen am 10.08. den langen Kanten

des „Krusnoton“ – dem Rennen mit den meisten Höhenmetern im Erzgebirge und Böhmischen Mittelgebirge unter die Räder.

Martins Sturz in der Abfahrt nach Litvinov ging zum Glück glimpflich aus, dennoch brach er das Rennen nach dem Sturz und

einem weiteren Platten ab. Rainer, Björn und Sten schlugen sich bravourös und präsentierten die Farben der Elbspitze

mit den Plätzen 65., 23. und der Holzmedaille von Sten erfolgreich in Böhmen. Sten finishte das Rennen mit einem Schnitt

von 31,4 km/h. Er musste die Podiumsfahrer leider wegen einem Zwangsstopp zum Wasser tanken ziehen lassen. Schade!

Ergebnisse: http://sport-base.cz/data13/krusnoton/abs250.pdf

(Sten bei der AK-Wertung auf Platz 3)

16.08.2013: Bergzeitfahren am Pumpspeicherwerk Markersbach

Der RSV Aue e.V. richtete das 1. Markersbacher Bergzeitfahren mit 300hm auf einer Distanz von 5,1km aus.

Insgesamt starteten 18 Teilnehmer. Thomas Hoffmeister gewann das Rennen knapp vor Karsten Schmidt vom RSV Venusberg.

Der Drittplatzierte war bereits abgereist.

Ergebnisse: http://www.rsv-aue.de/index.php?option=com_content&view=article&id=163&itemid=134

24.08.2013: Ötztaler Radmarathon

Wir sind gespannt auf die Erlebnisse und Ergebnisse der Elbspitzler Alexander Akel und Rainer Harmuß in den Ötztaler Alpen. Viel Erfolg!

31.08.2013: Alpenbrevet

Für das Alpenbrevet in der Schweiz haben die Elbspitzler Jens Köppl, Sten Währisch, Björn Lenhard, Robert Petzold,

Sebastian Ebermann, Carsten Reichel, Thomas Rex und Thomas Hoffmeister gemeldet.

14.09.-29.09.2013 Erzgebirgstour

Alexander Akel, Robert Petzold und Thomas Hoffmeister starten bei der Erzgebirgstour 2013, einem kleinen

Etappenrennen, bei dem in den vergangenen Jahren bereits viele Erfolge durch die Elbspitzler gefeiert wurden.

Das soll natürlichauch bei der diesjährigen Austragung so weitergehen. Der Veranstalter hat das Anmeldefenster

bis zum 07.09.2013 offen gehalten. Es sind noch begrenzte Startplätze verfügbar.

Anmeldung hier: http://www.erzgebirgstour.de/





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